Grundeinkommen in der ARENA des Schweizer Fernsehen

 

Zusammenfassung in der Tagesschau

„Ob in Zukunft weiterhin Leistung nach der heutigen, monetären Definition entlöhnt wird oder ob andere Ideen mehrheitsfähig werden, bleibt offen. Die sehr unterschiedlichen Verständnisse von Arbeit oder Leistung zeigen, es besteht Diskussionsbedarf. Grösster Knackpunkt scheint die Finanzierung. Die Debatte ist lanciert.“

 

Daniel Straub stellt Herrn Strahm eine aufschlussreiche Frage:

Adolf Muschg zum Thema „Anreiz“

 


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Die nächste ARENA vom Freitag 27. April 22:20 SF1 ist zum bedingungslosen Grundeinkommen! Es ist wahrscheinlich die erste Volksinitiative, die bereits bei der Lancierung in der ARENA diskutiert wird:

Geld für alle: Vision oder Spinnerei?

Im inneren Ring eine reine Männerrunde mit:
Roger Köppel, Verleger und Chefredaktor «Weltwoche»
Ueli Mäder, Professor für Soziologie Uni BS
Rudolf Strahm, Ökonom
Daniel Straub, Initiativ-Komitee «Bedingungsloses Grundeinkommen»
Im äusseren Ring sind u.a. Irène Kählin, Adolf Muschg, Daniel Häni und weitere …
Moderation: Urs Wiedmer

Sie können bereits jetzt im Arena-Forum mitdiskutieren und abstimmen.

 

Und Unterschriftenbogen bestellen oder selber runterladen

Comments

  1. Es ist eine schöne Idee. Der Mensch steht im Vordergrund, wie auch seine individuelle Verwirklichung. Für die Jugendlichen gibt es keinen Zwang eine wilkürliche Arbeit zu verrichten. Der Mensch hat als Ziel, ideale Lebensziele zu verfolgen und sich in Glück wägen. Doch leider fehlt mir das Vertrauen in die Menschen-. Ökonomisch betrachtet, wäre dieses Grundeinkommen nur für eine kurze Phase realisierbar. Die psychischen Veränderungen der Denkweisen von jungen Menschen wären verheerend. Längerfristig würden die Menschen, durch das Phänomen der Selbstverständlichkeit, ineffektiv werden. In Deutschland werden 80 % der Kinder von Hartz IV Empfänger wieder Hartz IV Empfänger. Dieses Beispiel zeigt gut alle entwicklungspsychologischen Faktoren, die eine zentrale Rolle in der Persönlichkeitsentwicklung spielen. Die Übergangsphasen würde für einige Jahre funktionieren, aber das Umfeld, die Selbststeuerung, und sogar die Erbanlagen würden sich so verändern, dass sich eine Abwehrhaltung bezüglich notwendigen Verpflichtungen etablieren würde. Klar ist es pauschalisiert, aber es setzen sich meistens die psychischen Ablenkungsmechanismen durch. Die Konsumgesellschaft gibt den breiten Massen einen Lebenszweck. Dieser würde immer mehr ins Zentrum der Lebensinhalte rücken, bis die „Ablenkung„ zum Alltag wird. Es ist der Lebensinhalt. Die Gesellschaft könnte sich dann nicht mehr identifizieren. Es ist traurig, aber mein Lebensinhalt wäre Playstation! Ich würde mit ein paar Freunden eine WG machen, das Geld zusammenlegen, ich meine 6 Personen sind immerhin 15’000 SFr. Da kann man gut zusammen leben-. Meine Denkweise heute wiederspricht dem Lebensinhalt Playstation, aber in der Pubertät, in der Phase der Identitätsfindung, in der Phase der Rebellion, sind diese Lebensinhalte, mit dem Gedanken an eine sichere Zukunft, zu prägend. Die Paradoxie ist ja genau die Verwirklichung an der man scheitert, da Jugendliche ziellos umher wandern würden. Sie würden alles mögliche konsumieren und alles mögliche ausprobieren und an der freien Wahl scheitern, da sie keinen Halt im Leben fänden. Extremas wären vorprogrammiert. Daher sollte sich der Staat eher für die Umverteilung der Reichtümer einsetzen. Zum Beispiel mit der 1:12 Initiative, der Erbschaftsteuer oder dem Mindestlohn von 4000 SFr.

  2. Leider war auch diese ARENA einmal mehr nichts anderes als ein sinnloses im Kreis herum Gerede. Leider gelang es Daniel Straub und auch den anderen Befürwortern nicht diese grosse Idee klar und deutlich zu erklären.
    Dass Leute wie Roger Köppel oder Technokraten wie etwa Rudolf Strahm den Geist der Neuen Zeit noch immer nicht erkannt haben war ja wohl klar und somit war doch auch von diesen Leuten nichts anderes zu erwarten als reine Polemik!
    Das bedingungslose Grundeinkommen ist aber eine grossartige Idee und muss unbedingt eingeführt werden!
    Es ist aber lediglich „ein Ansatzpunkt“ der Prinzipien der kommenden neuen „Wirtschafts-Ordnung“. Es ist nur „ein Teil“ einer grandiosen Vision einer „zivilisierten Marktwirtschaft“ mit einer dreiteiligen „organischen“ Einkommensverteilung (Grundeinkommen, Kapitaleinkommen und Erwerbseinkommen) einer vollendeten Bürgergesellschaft der Zukunft.

    Die Finanzierung einer solchen dreiteiligen Einkommensstruktur ist absolut möglich!

    1. GRUNDEINKOMMEN
    Dieser Teil des dreiteiligen Einkommens ist keine „Sozialhilfeleistung vom Staat“ wie fälschlicherweise von vielen Gegnern behauptet, es ist doch lediglich ein zum voraus ausbezahlter „Steuerfreibetrag“ aus den Erträgen der dann noch einzigen erhobenen neu eingeführten Steuer (Verbrauchersteuer). Dieser Steuerfreibetrag ist bedingungslos und wird von der staatlichen Finanzverwaltung (neue staatliche Volksbank) an alle Bürger des Staates laufend ausbezahlt!

    2. KAPITALEINKOMMEN
    Dieser Teil des dreiteiligen Einkommens ist die zukünftige organische und reale Teilhabe aller Bürger des Staates an der „nationalen Finanzwirtschaft“ und wird aus den Erträgen der dann noch einzigen legalen „staatlichen Finanzwirtschaft“ berechnet und wird dann direkt von der staatlichen Finanzverwaltung (neue staatliche Volksbank) an alle Bürger des Staates laufend ausbezahlt und zwar bedingungslos. Das unsägliche Zins- und Zinseszinssystem wird endgültig beendet und alle Luftblasenschulden als Null und Void erklärt. Alle selbstdienenden privaten Banken werden verboten!

    3. ERWERBSEINKOMMEN
    Dieser Teil des dreiteiligen Einkommens setzt sich aus dem frei zwischen dem Arbeitgeber und Arbeitnehmer ausgehandelten Lohn oder aus den Erträgen eines privaten „realwirtschaftlich“ selbstständig geführten Unternehmens zusammen und ist steuerfrei. Die Einkommenssteuer wir total abgeschafft!

    Somit wir auch jeglicher Grund für Steuerflucht entfernt und es wird auch keine Schwarzarbeit und kein Schwarzgeld mehr geben!
    Das Resultat wird eine florierende private Realwirtschaft und ein organischer fliessender Geldumlauf sein.
    Daraus wird ein nie zuvor dagewesener Wohlstand, Glück und Segen für alle entspringen!

  3. 2500 Franken sind einfach zu viel.
    Mit 1500 Franken könnte jeder in der Schweiz (der keine Erwerbsarbeit hat) gut leben und die Finanzierbarkeit wäre dann auch kein Problem.
    Wer mehr möchte, muss halt arbeiten gehen.
    Nicht unweit von uns sterben 30`000 Menschen an Hunger jeden Tag. In Osteuropa müssen Frauen ihren Körper verkaufen um überhaupt noch ihre Miete zahlen zu können.
    Mit 1500 Franken pro Monat hat man diese Probleme in der Schweiz nicht. Dass man sich damit keinen Mercedes leisten kann ist doch eher ein minderes Drama, oder nicht??
    Oder anders gesagt: „Darf es es auch mal ein bisschen WENIGER sein?“

  4. Interessante Sendung. Aber Herr Straub konnte nicht im geringsten erklären, wie das Grundeinkommen in einer Konsumgesellschaft finanziert werden soll, in der die Konsumgüter mehrheitlich aus dem Ausland kommen und demzufolge Schweizer Löhne keinen Einfluss auf den Preis haben.
    Zudem scheint das Argument, dass Schweizer Produkte günstiger würden und damit für den Export „konkurrenzfähiger“ nicht haltbar. Die Schweiz ist ein exportorientiertes Land welches seit geraumer Zeit eine positive Handelsbilanz aufweist – trotz hoher Löhne.
    Wie die Initianden richtig erkannt haben, es geht nicht immer nur um Geld… Preis/Leistung ist auch für Exportprodukte massgebend.

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