Wenn jeder ein bedingungsloses Grundeinkommen hat, würde dann noch jemand arbeiten?

Wer befürchtet, bei einem Grundeinkommen von beispielsweise 2500 Franken (etwa dem heutigen Einkommensteuerfreibetrag) würden die Menschen aufhören zu arbeiten, muss sich die Frage stellen lassen, warum die Menschen nicht auch heute schon die Arbeit niederlegen, sobald sie 2500 Franken verdient haben? Die Antwort fällt leicht: weil sie sich mehr wünschen als lediglich das Existenzminimum. Es ist also nicht damit zur rechnen, dass die Menschen aufhören zu arbeiten, sobald ein Grundeinkommen in dieser Höhe eingeführt wird. Für die meisten Menschen ist Arbeit mehr als nur Broterwerb.

Selbst wenn zu erwarten wäre, dass die Menschen weniger arbeiten: wir haben ja heute genau das umgekehrte Problem. Die Menschen müssen arbeiten, weil ihr Einkommen allein vom Arbeitsplatz abhängt, sie finden jedoch immer weniger Arbeit. Ein Grundeinkommen würde hier einen Ausgleich herbeiführen.

Fragen Sie sich selbst: würden Sie bei einem Grundeinkommen zu arbeiten aufhören? Die häufigste Antwort auf diese Frage ist: Ich zwar nicht, aber die Anderen. Diese Antwort ist Ausdruck der unterschiedlichen Sichtweise, die Menschen von sich selbst und von anderen haben. Der Management-Autor Reinhard K. Sprenger beschreibt in seinem Buch „Mythos Motivation – Wege aus einer Sackgasse” eine Umfrage unter Führungskräften, die dies bestätigt: während die Führungskräfte davon überzeugt war, sich selbst zu motivieren, war es Auffassung der jeweils nächsten Führungsebene, sie müsse ihre Mitarbeiter motivieren.

In dieser Frage und der unterstellten Antwort offenbart sich das eigentliche Problem unserer Gesellschaft: ein Kulturproblem! Menschen wären ohne finanzielle Anreize nur dann faul, wenn sie nicht den Sinn ihrer Tätigkeit in den Mittelpunkt stellten. Dabei sind doch auch heute gerade jene unmotiviert, die ihre Arbeit nicht als sinnvoll und erfüllend erleben. Sollten wir nicht besser daran etwas ändern und den Menschen durch Bildung und die Möglichkeit zur Selbstbildung die eigene Sinnfindung erleichtern anstatt durch immer neue finanzielle Zwänge ihren Missmut zu erhöhen? Das Grundeinkommen macht es möglich, eine dem eigenen Lebenssinn entsprechende Tätigkeit wahrzunehmen.

 

Und wer macht dann die Drecksarbeit?

 

 

DIE WICHTIGSTEN FRAGEN
Wir wird das Grundeinkommen finanziert?  /  Wer arbeitet dann noch?  /  Kommen dann alle Ausländer?  /  Werden die Sozialwerke gestrichen?  /  Glossar der Missverständnisse

Comments

  1. Das ist auch ein Sprung ins Wasser, nichtmal ins Kalte, aber niemand kann exakt vorhersehen, was mit dem BGE passieren würde.
    Wenn wir davon ausgehen erstmal lernen (oder lehren, denn jeder selbst geht ja davon aus damit umgehen zu können) zu müssen, ist der Freiheitsimpuls doch wieder unterdrückt und das BGE wird zu einer sozialmaßnahme, für die die Menschen dressiert werden müssen, um damit auf eine geplante Weise umzugehen.
    Das Widerspricht meiner Ansicht nach dem wichtigsten Grundgedanken der ganzen Idee und zeigt sehr deutlich, wie schon als reine Idee das BGE unsere Zweifel und Ängste als Gesellschaft aufdecken kann.

  2. Ich habe vor kurzem durch Zufall ein Büchlein über den schwarzen Wissenschaftler, Botaniker, Chemiker und Erfinder George W. Carver (1864-1943) entdeckt.
    Er wurde in den Wirren des amerikanischen Bürgerkrieges im Jahr 1864 oder 1865 im US-Bundesstaat Missouri als Sohn einer schwarzen Sklavin geboren. Aufgrund einer schweren Bronchitis als Säugling, die er nur knapp überlebte, blieb er schwächlich, konnte nicht arbeiten und interessierte sich dafür umso mehr für Pflanzen.
    Im Laufe der Zeit machte er gegen die größten Widerstände nicht nur einen Schulabschluss, sondern auch einen Universitätsabschluss, obwohl er meistens nur von der Hand in den Mund lebte, selbst als er dann ein sehr geschätzter Wissenschaftler war.
    Sein Glück war, dass im Jahr 1881 in Tuskegee in Alabama eine Hochschule speziell für Schwarze gegründet wurde, das war wohl die erste ihrer Art in den gesamten Vereinigten Staaten.
    Dazu ein Zitat aus dem oben erwähnten Büchlein („Der Mann, der überlebte“, 45.-47. Tsd., 1987) von Lawrence Elliott von Seite 103:
    >>Man wurde sich schnell einig, und W.F. Foster [Senator von Alabama] wurde gewählt. Im Senat brachte er den Antrag ein, zweitausend Dollar für die Errichtung einer Bildungsanstalt für künftige schwarze Lehrer bereitzustellen. Es gab Widerstände und Drohungen. „Wenn wir die Neger bilden, wer soll dann die schmutzige Arbeit tun?“. Aber am 12. Februar 1881 wurde die Vorlage zum Gesetz.<<

    Bekanntlich sind die USA nach dem offiziellen Ende der Sklaverei 1865 (Ende des Bürgerkrieges) und auch nicht nach dem Ende der Rassentrennung in den 60er Jahren des letzten Jahrhunderts zugrunde gegangen, weil die Schwarzen zu gleichberechtigten Menschen wurden und sich ihre Arbeit selber aussuchen konnten.

    • Noch ein Zitat aus dem Büchlein (S. 111), das gut die Stimmung von damals Anfang des 20. Jahrhunderts wiedergibt:
      >>Zu jener Zeit [um 1900] wurde noch die Frage diskutiert, ob der Neger in der Tat ein Mensch sei. Er war ungebildet und ohne Führung. Er hatte weder eine klare Vorstellung von den politischen und sozialen Rechten, die in seinem Namen gefordert wurden, noch hatte er die geringste Ahnung, was er mit diesen Rechten hätte anfangen sollen, wenn sie ihm plötzlich zuteil geworden wären.<<

      Das Büchlein erschien übrigens zuerst 1966 ("The man who overcame").

      Angesichts der heutigen Diskussionen könnte man statt Neger auch Obdachloser, Flüchtling oder Arbeitsloser in dieses Zitat einsetzen. Wir glauben wir haben mit unserern Raketen, Flugzeugträgern und AKWs den Höhepunkt der Menschheit erreicht, aber wir wissen bis heute nicht wie die Pyramiden vor vier- oder fünftausend Jahren gebaut wurden.

    • Sehr schöner und bereichernder Beitrag, das ist ein gutes Beispiel dafür, wie festgefahrene Mentalität uns lähmen kann und uns irgendwann später, wenn wir sie überwunden haben selbst ganz idiotisch vorkommt.

  3. Mal ehrlich,ich hab doch nen Vertrag mit meinem Arbeitgeber, 40 h Arbeit die Woche, dafür bspw. 6000 Franken. Guter Deal für beide. Nun soll ich plötzlich weiter 40 h arbeiten, mein Arbeitgeber zahlt mir plötzlich aber nur noch 3500 Franken aus. Ähhhm..warum? Ich geh ja weiter 40 h arbeiten..es hat sich NICHTS geändert. Ich würde also mit 2500 Fr pro Monat! die Leute subventionieren, die das Grundeinkommen nutzen und nicht arbeiten. Ganz schön viel. Und Steuern soll ich ja auch noch bezahlen, die wahrscheinlich auch zum Teil zur Finanzierung des Grundeinkommens beitragen. So, und nun frage ich mich, wo ist denn der Beitrag der Leute, die nur Grundeinkommen beziehen am Grundeinkommen selbst? Ich zahle dann wie gesagt 2500 Fr pro Monat in den Topf. Der Beitrag der Grundeinkommenbezieher ist aber 0.Und Steuern bezahlen sie wahrscheinlich auch nicht. Na danke auch für diese Gerechtigkeit.

    lange Rede kurzer Sinn..ein Abzug des Grundfreibetrages vom Lohn geht GAR NICHT, denn schließlich habe ich einen Vertrag mit meinem Arbeitgeber, an dem sich nichts ändert. Wenn das Grundeinkommen aufgeschlagen würde, dann könnte man über das Modell nachdenken..aber nicht so.

    • @Tom

      „Ich würde also mit 2500 Fr pro Monat! die Leute subventionieren, die das Grundeinkommen nutzen und nicht arbeiten. “

      Nein. Die 2.500 Franken bekommt der Arbeitgeber pro Arbeitnehmer vom Staat. Der Staat wiederum finanziert diese und viele andere 2.500 Franken durch eine erhöhte Mehrwertsteuer, die – laut Filmzitat aus dem Film „Kulturimpuls Bedingungsloses Grundeinkommen“ – die Einkommensteuer, die Lohnsteuer und auch die Sozialabgaben ersetzt:

      Finanzierung des Bedingungslosen Grundeinkommens
      https://www.youtube.com/watch?v=vOcKpFSDmKY

      „Und Steuern soll ich ja auch noch bezahlen,“

      Ja, dann aber nur noch eine (Konsum-)Steuer.

      “ die wahrscheinlich auch zum Teil zur Finanzierung des Grundeinkommens beitragen. “

      Sogar vollständig.

      „So, und nun frage ich mich, wo ist denn der Beitrag der Leute, die nur Grundeinkommen beziehen am Grundeinkommen selbst? “

      Ist es nicht so, dass auch in der Schweiz einige Menschen immer reicher und viele ärmer werden? Gehen die Schweizer nur aus Geiz im benachbarten Deutschland einkaufen? Wo ist der Beitrag der Menschen, die Geld für sich arbeiten lassen, für die Allgemeinheit?
      Wieviele Leute kennst, Du die arbeitslos sind und den ganzen Tag im Sofa liegen?

      „Ich zahle dann wie gesagt 2500 Fr pro Monat in den Topf. “

      Nur dann wenn Du soviel Güter und Dienstleistungen konsumierst, dass Du insgesamt soviel Konsumsteuer zahlst, dass Du auf 2.500 Fr. Steuern im Monat kommst.

      „Und Steuern bezahlen sie wahrscheinlich auch nicht. “

      Doch bei jedem Einkauf, den sie tätigen.

      „.ein Abzug des Grundfreibetrages vom Lohn geht GAR NICHT, denn schließlich habe ich einen Vertrag mit meinem Arbeitgeber, an dem sich nichts ändert. “

      Für Dich und die meisten anderen Leute würde sich im ersten Moment nichts ändern, nur für die, die heute weniger als 2.500 Fr. pro Person bekommen.

  4. Ach ja, gebt doch auf you tube mal stellenbeschrieb mütter ein und nehmt euch die 4 minuten zeit, euch das erste video „worlds toughest job“ anzusehen… 🙂

    Es hoch uf alli mamis vo dere wält…!!!!

  5. Salue metenand

    Ha grad alli kommentär gläse ond be debi fest zom nochedänke cho.
    Veli bedänke chan ech guet nochvollzieh, aber ech muess säge, dass ech eher dezue tendiere, jo zo de initiative zsäge.
    Es söll sech öpis verändere, uf jede fall. Denn so wies jetzt esch, laufts völlig verchert.
    Allerdings beni au sehr onsecher, was die initiative abelangt. Werom mönd denn alli das grondikomme becho? Wärs ned sinnvoller, eifach dene sgrondikomme zsichere, wos wirklech nötig händ? Ech meine demet mamis ond chender.
    Mer händ 2 chlini chender. Mine ma schafft als landschaftsgärtner. 9-10 stond am tag am schaffe, egal bi welem wätter. Er macht sini arbet gärn. För das bechond er 4000.- franke usbezahlt ändi monet. Ond das met familie deheime…
    Zemli knapp
    Ech schaffe au en tag i de woche, zom glöck hämer mini eltere, wenn ech dchender in en chreppe müessti gäh, wörds sech scho gar ned lohne go zschaffe. Zuesätzlech han ech mer en job im service gsuecht för am wochenändi (de cha mi ma luege) , ech näie näbebi no uf ufträg (be glernti schniderin) ond ha mi jetzt au no als tagesmami agmäldet. Näbst all dem ben ech voll för üsi chender do, mache de hushalt, dwösch, de garte. Ech be no jong, ond im momänt magi das alles stemme, chome aber emmer öfters a mini gränze.
    Was mech so sauer macht, esch, dass de chnochejob vo mim ma so schlächt zahlt werd. Ond velne andere gohts ändlech.
    Ech fendes falsch go z’säge: de hättsch jo chöne go studiere, dass e bessere lohn hesch.
    Sorry, aber mönd denn alli studiert si? Was macht z.b en architekt ohni arbeiter, wo sini idee chönd omsetzte? Oder dmodedesignerin ohni schnideri? Setti die usfüehrendi arbet ned gnauso gschätzt ond entlöhnt wärde?
    Dete gsehn ech sgrösste problem i üsere gsellschaft. Wie wärs denn, wemer anstatt sgrondikomme eifach en lohnglichheit för alli wörd ifüehre? Keine wo me nor 3000-4000 franke verdient, keine meh wo 10000 franke verdient, deför alli öpe 6000.- för egal welli arbet erhaltet. (Also ech rede do vomne 100% pensum) Das wär doch eifach nome fair.
    Oder dmamis ond chender sötted met emne grondikomme onderstötzt wärde, was wörd zeige, dass au dä part gschätzt werd. Mer dörfed ned vergässe, dass üsi chender dzuekonft send. Somet treid i mine auge es guets, liebevolls, stressfreis mami eine vo de wechtigste biträg i üsere gsellschaft bi, met null entlöhnig (ech rede do nor vom gäld).
    Do sött meh sech mol gedanke dröbert mache.
    Ech be au ned deför, dass meh eifach allne gäld i a…. schiebt, ond sie nochhär uf de fule huut legged. Secher ned.
    Wenn ech das rechtig verstande han, denn wördi sgäld vom grondikomme, also die 2500.-, dörs schaffe verdient, am staat abgäh ond weder verteilt wärde. Das goht aber nor uf, wenn jede wördi wiiterschaffe, söst geds jo schnell es grosses loch ond sneue system wördi ned ufgo. Ech fende aber, en versuech esches wärt.
    Schlemmer chas jo fascht nöme cho.

    Grüessli chiara

    • Warum vorteile für familien? Das ist ungerecht singles oder kinderlosen gegenüber. Wer sich kinder anschafft sollte diese finanzieren können und nicht auf geld v. Staat hoffen.

  6. Ach noch etwas vergessen, auch sollte das Grundeinkommen nur jenen Arbeitsgeber gewährt werden welche Ihre Arbeitsplätze in der Schweiz sichern und aufbauen. Würde gerade noch fehlen dass man jenen Unternehmen eine finanzielle Entlastung bietet die eh schon aus Habgier und tieferen Lohnansätzen Ihre Arbeitsplätze ins Ausland verlagert haben ! Die Vorlage ist viel zu oberflächlich und müsste zuerst mal klar strukturiert sein .

  7. Mal überlegt was das bedeutet ? Es wird gestraft wer arbeiten geht und belohnt wer nicht arbeiten geht. Selbst wenn man sagen würde dass jene die arbeiten gehen die 2500 ebenfalls gratis zu ihrem Lohn hinzugefügt bekommen wären Sie dann noch mit den Steuern bestraft. Mal überlegt dass es Menschen gibt die für 5-6000 Fr.im Monat arbeiten und sich mit der Familie auch nicht jeden Luxus leisten können, auf diese Weise gedemütigt werden da Sie entweder weiter hart arbeiten müssen um sich auch mal eine Pizza mit der Familie zu leisten oder Urlaub gönnen, oder auf das wohlverdiente extra verzichten müssten um gleichberechtigt zu sein ? Wie geht das den einten das Geld zu schenken und jenen die es selbst verdienen zu sagen : “ Du kriegst nichts Du verdienst es Dir ja selbst ! ? ! Wo soll da bitteschön die Gerechtigkeit sein ? Schon mal an die Jugend gedacht die in ihrer Pupertätskriese wo Sie die Eltern schon heute sehr fordern und der Staat diese letzten nicht gerade schützt um den Sprösslingen nicht nur Rechte sondern auch Pflichte aufzuzählen, ( Anstand, Respekt, Empathie, Dankbarkeit und Plichtbewusssein ) , schon mal drann gedacht wieviele von den Jungkiffern noch an einer Ausbildung oder Lehre interessiert wären wenn man nur noch waren muss bis man 18 wird , eine WG zu viert gründet und mit 10’000 im Monat im Rausch und Braus leben kann ? Nö Danke ! Klares Nein solange nicht auch der arbeitende zu seiner Selbstbelohnung eine Zusatzbelohnung kriegt, oder eine Alleinerziehende Mutter das 1.5 Fache plus den Kinderanteil ( Für ein würdiges Leben ) erhält !

    • Heute werden Menschen in der Schweiz ja schon mit 4% Jahren aus dem Arbeitsprozess geschmissen. Eidgenosse hin oder her. Wenn da ein junger Ausländer vor der Tür steht, der für 3000 CHF als Pflegefachmann arbeiten will, wird dieser vorgezogen. Das ist in allen Sparten so. Ich bin gegen das bedingloses Einkomme, dafür fordere ich einen Ethikführerschein an, für die die beim Staat arbeiten. Die Angestellten, die Bürger bewusst keine Sozialhifle oder Recht geben, damit der Staat Einnahmen hat, sollte zur Kasse gebeten werden. Steuern können bei Ausländern und Heimsichen direkt abgezogen werden. So werden unnötige Steuergelder für Steuer-/Betreibungsbeamte würden als Lohn bis 80% wegfallen. Soziale Arbeit müsste neu defeniert werden und Sozialarbeiter sollten zur Empathie/Ethik udn Fürsorgeprävention verpflichtet werden. Gerichtsverhandlugnen, Beratungen und anderes sollte immer aufgezeichnet und durch eine Kontrollstelle aufgezeichnet werden. Die Sozialarbeit, die heute bei den Gemeinden praktiziert wird missachtet Menschenrechte, Datenschutzrechte und diverse Zivil-/Bunderechte. Sozialhifle kann von der AHV/Steuerbehörde mit einem Kreditvertrag ausbezahlt werden, ohne dass man Menschen psychisch Misshandeln muss. Menschen, die sich gegen den Staat zu recht wehren, werden zum schweigen gebracht. Für einen demokratischen Staat wünsche ich mir andere Kommunikationsformen. Vor allem sollten Probleme echt benannt werden,damit nicht immer Krisen entstehen, wenn sie benannt werden, sondern konstruktiv gelöst werden können. Weiter könnte ich mir überlegen, ob Politiker 200 000 CHF und mehr Gehalt erhalten müssen, für dass Sie mehrheitlich gegen Bürger schaffen und Staatsangestellte zu unrecht in Schutz nehmen. Politiker und Staatsangestellte sollten zur Neutralität und zur Umsetzung der Menschenrechte verpflichtet werden. Der Dienst am Bürger sollte meiner Meinung gefördert und diese zu mehr Selbstreflexion erzogen werden können. Mehr tun für die Heimischen. Staatsstellen nur noch soviel wie nötig, damit Menschen wieder ihr Gehirn und ihre Fähigkeiten beim Arbeiten nutzen können. Ebenso gilt zu ueberprüfen, ob man für einen Ex.-Junkie jedesmal 19000 CHF und mehr im Monat für Therapie bezahlen will, wenn Mann „Lieschen Maier mit 95 Jahren ihr Süppchen, in den eigenen 4 Wänden nicht gönnen mag. Das bedingslose Einkommen hat für mich die Bedeutung, dass das CH System geprüft werden soll und die Gerechtigkeit, wie diese im Bundesgesetz verankert ist für alle gleich gültig ist. Alle seien gleich zu behandeln!!!! Verzicht auf die Aussenortierung, Schwabe, Schinke und CO wäre auch ein erster Schritt, statt dessen, wer bringt welche Ressourcen für was mit? Also bedingloses Einkommen nein, Abschaffen der Sozialhilfe/dem Sozialen in jetziger Form ja, denn es braucht wieder gesunde Berater, Helfende/ Pflegende, Richtende, Lehrende usw. – welche die Selbstbestimmung, Selbstverantwortung fördern und Menschen wieder arbeiten lassen würden (bezahlt).

  8. „warum die Menschen nicht auch heute schon die Arbeit niederlegen, sobald sie 2500 Franken verdient haben? Die Antwort fällt leicht: weil sie sich mehr wünschen als lediglich das Existenzminimum.“

    Diese Aussage ist nicht vollständig und regt falsche instinkte an.
    Man hört nicht bei 2500.- auf zu arbeiten, aus Gier nach Luxus, sondern weil man sich heute noch 1500.- zusätzlich erarbeiten MUSS, wenn man von 65-85J auch 2500.- ohne zu Arbeiten haben will. (inkl. Steuern)
    Dazu kommen die verteilten Kosten für alle jene, die jetzt schon nicht arbeiten.
    Also muss man doch immerhin von 20-65J ~4500.- verdienen, um sich den Lebensstandard (Existenz-minimum), wie wir ihn kennen, leisten zu können.

    Mit dem Wort „bedingungslos“ verspricht das Konzept, alle Faulen zu belohnen. Mann soll für das Existenz-minimum nichts mehr tun müssen. Es gibt genug Leute, die ganz gut damit leben könnten, wenn ihnen das Geld geschenkt würde.
    Als ob die Peitsche vom Arbeitsamt und vom Gesellschaftsdruck, den anderen nicht auf der Tasche zu liegen, einfach entfallen würde.
    Die Sozialhilfe fällt zu Lasten aller arbeitenden.
    Je weniger Leute arbeiten, desto höher wird diese Last, und wenn sie nicht mehr getragen werden kann, gibt es sehr schnell auch keine Sozialhilfe mehr.

    Was auch nicht gleich offensichtlich ist, ist dass die Preise steigen, der Wert der Währung fallen, und somit 2500.- sehr bald auch nicht mehr den selben Wert haben würden und eben nicht mehr für ein Frohnerleben reichen würden. Das läuft lediglich auf Inflation hinaus.
    Selbst wenn es sich einpendelt, das Resultat ist ein Grundeinkommen das schlussendlich weit unter dem jetztigen SCHWEIZER Existenzminimum zu liegen kommt. Und dann müssen alle wieder genau so kämpfen wie jetzt, nur noch viel viel härter, um den im Prozess entstandenen Schaden wieder gut zu machen.

    Das Konzept ist so komplex und weitreichend, dass es fast unmöglich ist, für einen einzelnen Otto-Normalo, es überhaupt zu verstehen, und alle Konsequenzen bis zu Ende zu denken. Ich sehe nur, dass in der Kampagne alle negativen Konsequenzen ignoriert oder überspielt werden. Das ist eine Falle für alle, die nicht kritisch genug denken, und davon gibt es viele!
    Ich glaube, dass nicht mal die Leute hinter dieser Kampagne wirklich wissen, wofür sie werben.

    Wer entscheidet, ohne sich der Konsequenzen wirklich bewusst zu sein, der gefärdet die Demokratie.
    Ich fürchte mich wirklich, dass es genug Lemminge gibt, die bei dieser Abstimmung verleitet sind, einfach ja zu sagen.

    • „Mit dem Wort „bedingungslos“ verspricht das Konzept, alle Faulen zu belohnen. Mann soll für das Existenz-minimum nichts mehr tun müssen. Es gibt genug Leute, die ganz gut damit leben könnten, wenn ihnen das Geld geschenkt würde.“

      Das ist schlicht unrealistisch. Ausser der Erwerbsarbeit hält das Leben so viele unterschiedlichste Probleme, Dilemma, Konflikte, Krisen aller Art für uns bereit, deren jede/r einzelne/r unsere Lebens-Kräfte zur Bewältigung der an sie gestellten Püfungen anregen, sie in Aufruhr versetzen, ja ihnen Flexibilität verleihen. Das ist ungefähr derselbe Nerv/Muskel, der auch zum Nachkommen einer regelmäßigen Arbeit gebraucht wird.
      Besserenfalls könnte uns hingegen durch ein BGE – die nötige Energie zugeführt werden, das zu tun wirklich NOTwendige auch entschlossen, weil frischen Mutes anzupacken (nicht zuletzt, da sich so eine breitere Palette an möglichen Lösungen abzuzeichnen beginnt).
      Darüber hinaus könnte das BGE die Leute jetzt mehr GEMEINSCHAFTSarbeiten ausüben lassen, mit einem erheblichen positiven Rückkoppelungseffekt.

      Und im Übrigen: Eine ganze Gesellschaft mit ihrer durch die Jahrhunderte hindurch fortbestehenden Kultur, so tiefverwurzelt, wie sie sitzt, würde sich ganz gewiss nicht durch das Konzept wesentlich beschädigen lassen, schon gar nicht bis hin zu ihrer völligen Auflösung.
      Oder mit anderen Worten: sollte die Erde einmal zum Wüstenplaneten geworden sein, war bestimmt nicht das BGE daran schuld.

    • „Was auch nicht gleich offensichtlich ist, ist dass die Preise steigen, der Wert der Währung fallen, und somit 2500.- sehr bald auch nicht mehr den selben Wert haben würden und eben nicht mehr für ein Frohnerleben reichen würden. Das läuft lediglich auf Inflation hinaus.“

      Das Gegenteil ist wohl richtig: Wenn man bei der Wahl seiner Arbeit deren Sinnhaftigkeit und -trächtigkeit mehr ins Zentrum seiner Aufmerksamkeit rücken könnte (was für Arbeitgeber und Arbeitnehmer gleichermassen gälte: Angebot/Nachfrage), könnte man bessere Wertunterscheidungen treffen auch hinsichtlich der weiteren Einkommensverteilung, was der wertaushöhlenden Inflation (gedanklichen, materiellen) gerade entgegenwirken müsste. Höher motiviert als nur im jetzigen Tanz um das goldene Kalb, ohne die immerwährende Befürchtung im Nacken, dass das Geschäft nicht schnell genug reagiert und schliessen muss, stiege die Qualität des Essens/der Waren deutlich an, welche letztere dann auch viel seltener ERNEUERT werden müssten! (Übrigens: Man muß dann auch keine tickenden Zeitbomben mehr in elektrische Geräte einbauen, na Sie wissen schon…) Bedeutete Material- und Arbeitsersparnis. Man benötigte schlicht weniger Leute, was sich ja ohnedies immer mehr abzeichnet.
      Zudem könnte jetzt jeder einem Unternehmen, das in Schwierigkeiten stecken, auch eher Spenden zufliessen lassen.

      Wenn Sie schon etwas zuende denken wollen, seien Sie auch konsequent – was eben gar nicht geht: niemand könnte die Konsequenzen eines BGE ganz zu Ende denken, einige massen sich das nur an.
      Das heisst aber nichts. Als die Demokratie eingeführt wurde, konnte man auch nicht alle Implikationen absehen.
      Wir brauche auch ein gewisses Maß an Vertrauen.

      • Und auch sonst:
        Ein BGE befürworten eine ganze Reihe intelligenter bis hochintelligenter Menschen unterschiedlichster Couleur. Von Götz Werner über Ralph Boes…bis hin zur Psychologin Olga Masur, Mitglied des Mensa Vereins (IQ mindestens 130, also meist darüber.)
        Glaubt nun jemand ernsthaft,alle diese würden keine etwaige, infolge einer Umstellung ausgelöste, Inflation voraussehen u.ä., die doch schliesslich uns alle beträfe?
        Das ist nahezu ausgeschlossen!!!

  9. Ich finde es tragisch, dass eines der reichsten Länder über ein solches Thema abstimmen muss. Reicht es nicht, dass jeder Krankenversichert, ein Dach über dem Kopf hat und jeden Tag etwas zu essen bekommt und nicht in einem Kriegsgebiet wohnen und leben muss?

  10. Die Idee eines bedingungslosen Grundeinkommens ist ja auf den ersten Blick ganz sympathisch. Die enormen ökonomischen Konsequenzen, welche die Einführung hätte, sind aber nur schwer abschätzbar.

    Der Teufel liegt im Detail. Wenn ich die Initianten richtig verstehe, möchten sie bei jeder erwerbstätigen Person die ersten Fr. 2’500.– Einkommen abschöpfen und dann in Form des Grundeinkommens wieder zurückgeben. Somit würde der wirtschaftliche Anreiz zu arbeiten bei Niedriglöhnen ganz entfallen. Erst bei höheren Löhnen bliebe das Weiterarbeiten finanziell interessant. Bezeichnenderweise geben die Initianten ja auch gerade einen solchen Fall als Beleg dafür, dass die Leute weiterarbeiten würden. Die Annahme, auch die Personen mit kleinen Einkommen würden ja bestimmt trotzdem weiterarbeiten, ist reines Wunschdenken. Ist nicht eher zu erwarten, dass in einem solchen System ganz viel unangenehme Arbeit, die heute gegen Bezahlung zwecks Broterwerb ausgeführt wird, liegen bliebe, weil sich einfach niemand mehr dafür finden würde? Z.B. in Pflege, Reinigung und Verkauf. Oder würde Ihre Putzfrau auch weiter putzen, wenn sie dadurch bloss Zeit verliert und nichts (zusätzliches) verdient? Oder werden solche Arbeiten dann einfach (noch mehr) in den Schwarzarbeitsmarkt verdrängt, weil der Lohn dann auch nicht transferiert werden kann?

    Nun kann man es natürlich modern finden, dass sich die Menschen nicht mehr für derartige Arbeiten hergeben müssen, weil sie auch sonst genug zu essen haben, und die Zeit sonst für persönliche Bedürfnisse nutzen können. Am schönsten hätten es natürlich die Leute, die noch ein Vermögen besitzen und damit das Grundeinkommen zu einem bequemen Leben als Privatier komplettieren könnten. Insofern ist die Initiative ja auch ungerecht: Arbeitseinkommen wird umverteilt, Vermögen bleibt. Jedenfalls geht aber die Transfer-Rechnung der Initianten nicht mehr auf, wenn sich die Wenigverdiener in Massen zur Ruhe setzen.

    Ist unsere Wirtschaft eben nicht doch darauf angewiesen, dass sich die Menschen aus finanziellem Anreiz an der Wertschöpfung beteiligen? Jedenfalls mehr, als die Initianten gern hätten?

    • Also zunächst einmal finde ich es sehr wohltuend, wie weitgehend sachlich hier diskutiert wird, Respekt, das kenne ich aus deutschen Foren ganz anders.
      Ich finde die Idee des BGE auch spannend und würde mir wünschen, dass es mal in einem Land ganz real ausprobiert wird, damit sich die Diskussion nicht immer nur auf theoretischer Ebene im Kreis dreht. Trotzdem habe ich auch Bedenken. Erstens müsste es doch im produzierenden Gewerbe zu Kostensteigerungen kommen, da eben unattraktive Arbeiten besser bezahlt werden müssten (denn nicht alles lässt sich automatisieren). D.h. die Lebenshaltungskosten würden steigen oder die Betriebe würden die Produktion gleich ins Niedriglohnausland verlagern. Beides wäre für die Bevölkerung negativ. Im Dienstleistungssektor, den ich für viel entscheidender halte, müssten die Löhne ebenfalls steigen. Kann ich diese Dienstleistungen dann noch bezahlen? Die von der Initiative vorgeschlagene Alternative des Selbermachens mag zwar manchmal möglich sein, aber doch nicht in jedem Fall, z. B. in der Pflege. Ich habe es selber bei meinem Vater miterlebt, was für ein harter Job das ist. Ich hätte es nicht gekonnt und bin auch der Auffassung, dass diese Arbeit besser bezahlt werden muss. Wenn die Kosten jedoch sehr viel höher liegen würden, wer könnte dann noch einen Heimplatz bezahlen, vorausgesetzt man hätte keine großen Rücklagen? Denn der private Heimbetreiber wird sicherlich nicht auf einen Teil seines Gewinns verzichten wollen… Kann das BGE wirklich die Schere zwischen Arm und Reich etwas schließen, wenn private Vermögen und von großen Firmen außen vor bleiben? Dazu würde mich mal die Meinung Anderer interessieren… Könnten nicht auch Mindestlohn, Vermögenssteuer, das Setzen von menschenwürdigen Rahmenbedingungen im Arbeitsleben ein besserer Weg sein, der natürlich auch nicht gratis zu haben wäre?

    • Nein das hast du falsch verstanden. Jeder bekommt das Grundeinkommen. Und wenn du eine Arbeit hast egal was du verdienst ist das zusätzlich einkommen. Wenn du 400 verdienst hast du das Grundeinkommen und die 400. Wenn du 10.000 verdienst hast du das Grundeinkommen und die 10.000.

  11. Was ist das Ziel der Mächtigen dieser Welt? Ein Sklavensystem zu erschaffen,
    wo der Arbeiter für das Geld schuften muss, das aus dem Nichts generiert wird.
    Für dieses Nichts schuften Millionen Menschen jeden Tag, für einen geringen Lohn. Der daraus erwirtschaftete Gewinn fliesst immer in schnellerem Tempo nach oben zu denen, die ohnehin schon Alles besitzen. Schulden, die aus dem Fehlver-halten der Reichen und Mächtigen entstehen, werden selbstverständlich sozialisiert. So läuft es in dieser Welt… Fragt sich, was es noch braucht, dass die Menschen endlich aufwachen…

  12. Was ist mit denn alleinerziehenden? Ich sehe da keine vorteile. Wir werden es immer noch genau so schwierig haben.

    Bleibt die Prämienverbilligung bestehen?..und die betreuungsgutscheine?

  13. Was ich am wenigsten verstehe: Wieso berücksichtigt die Initiative die Lebenshaltungskosten der verschiedenen Kantone nicht? Ziehen dann alle ins Jura oder ins Tessin? Wie überlebt man in Zürich mit 2500.-?
    Was machen die Alleinerziehenden? Weiter zu viel Arbeiten, damit die verheirateten Hausfrauen noch mehr zu Hause bleiben können?…

    Die Idee und die baldige Notwendigkeit der Initiative ist mir ja klar, mich erschreckt aber der Dilettantismus der Initianten, es scheint, als ob sich niemand wirklich realistische Gedanken darüber gemacht hat. Und die Finanzierbarkeit? Das soll wohl ein Witz sein, glauben kann das wohl niemand der klar bei Verstand ist!

  14. Ich selber habe 9 Angestellte, welche zwischen 10-40% arbeiten, und somit alle weniger als diese 2500.- verdienen. Auch wenn ich sie als sehr motiviert erlebe, so glaube ich dennoch nicht, dass sie weiterhin arbeiten würden, da es für sie ein reines Verlustgeschäft wäre. (Arbeitsweg, Kinderkrippe, Essen). Sie müssten sich das „Arbeiten“ leisten können, was doch ein Trugschluss ist.
    Eigentlich finde ich die Idee des bedingungslosen Gruneinkommens schön- und dennoch muss Arbeit meiner Meinung nach belohnt werden. Es müsste also so sein, dass jemand, der 20% arbeitet auch mehr bekommt als jemand, der keiner Arbeit nachgeht.
    Das Konzept funktioniert, sofern man mehr als 2500.- monatlich verdient. Das ist doch nicht zu Ende gedacht…

    • Wenn jemand weiterhin arbeiten geht, hat der Arbeitgeber ja viel tiefere Lohnkosten…denn der Lohn des Arbeitnehmer bleibt ja gleich, 2500.- bekommt er vom Grundeinkommen, die differenz zum herkömlichen Lohn vom Arbeitgeber….So werden ja extrem Lohnkosten eingespart!…Der Arbeitgeber spart ja pro Arbeiter 2500.-!!
      …wo ist das problem, die Löhne steigen, dort wo die Arbeitnehmer abspringen würden….WinWin Situation…
      Evtl…werden ja durch die extrem sinkenden Lohnkosten die Produkte und Dienstleistungen günstiger…
      Ein Veränderung wird kommen! Ich bin dafür….!
      Ich bin Alleinerziehend und arb. 50%, Verdiene also nicht viel…ich bin davon überzeugt dass sich meine Finanzielle Situation verbessern wüde, da ich bestimmt eine Lohnerhöhung bekommen werde und Sie einen Teil meines Grundeinkommens…..

  15. Ich arbeite Teilzeit und verdiene dabei einen Nettolohn, der nicht wesentlich höher ist als das Grundeinkommen. Von diesem Nettolohn muss ich aber noch die Kinderbetreuung von 1’800 Franken pro Monat bezahlen. Mir bleiben also ca. CHF 800.-
    Ich arbeite gerne und finde es wichtig auch mit Kindern in der Arbeitswelt integriert zu bleiben. Ich gehöre also theoretisch auch zu den 90%, die mit Grundeinkommen noch weiterarbeiten würden… Nun muss ich aber doch die Rechnung machen… Lohnt es sich überhaupt zu arbeiten? NEIN!
    Mit Grundeinkommen hätten ich und meine zwei Kids CHF 3750.-. Gehe ich aber weiterhin arbeiten, habe ich meinen Lohn, der etwa in der Höhe des Grundeinkommens liegt, muss aber davon noch die Kinderbetreuung bezahlen. D.h. wenn ich meiner Arbeit weiterhin nachgehe kostet mich das CHF 1’800.- (Kosten für Arbeitsweg, etc. müssten auch noch einberechnet werden). Ich „verdiene“ also wesentlich mehr wenn ich nicht mehr arbeite.
    Wie viele Leute wird es wohl geben, die eine ähnliche Situation haben? Wie viele von denen würden dann noch arbeiten? Vermutlich keine. Für die meisten Teilzeitangestellten lohnt es sich mit Grundeinkommen nicht mehr zu arbeiten. Wurde dies im Finanzierungsmodell auch mit einberechnet?
    Und die Arbeitsstellen in den Kitas kann man auch gerade streichen.

    • .. so mag man vielleicht zunächst denken und womöglich wäre das bei ihnen tatsächlich so. zu bedenken scheint mir, dass die arbeit zwei kinder zu erziehen eine nicht zu unterschätzende leistung ist. zudem: wenn sie dafür ihre erwerbsarbeit aufgeben wird ein arbeitsplatz frei. das es gerade im niedriglohnsektor verschiebungen geben wird, scheint mir sinnvoll. und es kann druchaus im einzelfall sein, dass sich das grundeinkommen nicht 1:1 ersetzt. insgeamt wird dies aber nicht ins gewicht fallen und kann als investition in anständige lebens- und einkommensbedingungen gesehen werden, die sich wiederum in der folge auszahlen können. lg dh

  16. Hallo
    Wie sollen Alleinstehende / Rentner / IV – Bezüger davon leben ?
    2’500.– reichen bei weitem nicht für Miete, Krankenkasse und Essen.

    • … die bestehenden Sozialeistungen, die höher sind als das Grundeinkommen bleiben bestehen. die grundeinkommensgegner informieren diesbezüglich falsch. Sie müssen sich also keine Sorgen mache, vielmehr würde die Sozialleistungen in der Höhe des Grundeinkommens neu bedingungslos. Ebenso die Erwerbseinkommen und auch die privaten Transfereinkommen, sprich die Einkommen der Kinder, der PartnerIn und der Angehörigen.
      Daniel Häni

      • Danke
        Aber als alleinerziehende Mutter ohne weitere Einnahmequellen wird es auch dann nicht möglich sein, einfach mal Hausfrau und Mutter zu sein. Sehe ich das richtig?
        Dann würde es mir nämlich gar nichts bringen….

        • Wenn jemand heute z.B. 5’000.- von der IV erhält, dann würde er in Zukunft 2’500.- Grundeinkommen + 2’500.- von der IV erhalten. Dasselbe gilt für alle anderen Solzialwerke (Arbeitlosenkasse, AHV, Ergänzungsleistungen, usw.)

          Der grosse Vorteil des bedingungslosen Grundeinkommen liegt meiner Meinung darin, dass es BEDINGUNGSLOS ist. Menschen die von den Sachbearbeitern und Anwälten der Solzialwerke (z.B. IV) ungerecht behandelt werden, bzw. keine Leistungen erhalten obwohl es ihnen zustehen würde, würden zumindest ein Recht auf ein minimales Einkommen erhalten, ohne wenn und aber. Die Erniedrigung auf das Sozialamt zu gehen und den Sachbearbeitern ihr Privatleben offenzulegen, bzw. sich ständig rechtfertigen zu müssen, wäre für viele Geschichte. Das ist längst überfällig!

          • „Es ist Erniedrigung auf das Sozialamt zu gehen“ ?

            Für Leute, die es nicht schaffen sich aus eigener Kraft durch das Leben zu bringen ist es also eine „Erniedrigung“ sich zu rechtfertigen wieso die das nicht schaffen ?

            Ich werde aus diesen Blauäuigegen Ansichten nicht schlau.

            Man will etwas um sonst, und dann beschwert man sich noch das man sich melden muss das man etwas um sonst haben will?

            In was für einer Welt Leben wir heute?

    • Ich arbeite nebenbei und erhalte (noch) Rente in der Höhe von ca. 1000 CHF und muss davon ebenfalls Miete, Krankenkasse, Essen, Kleidung etc. kaufen und mein Studium finanzieren. Und ich bin mir sicher, dass es vielen nicht anders geht. Es ist also durchaus so, dass viele bereits mit weniger als 2500 CHF pro Monat leben.
      Es wird Verschiebungen geben. Aber das ist gut so. Denn durch diese Initiative können sich mehr Menschen dem Bildungssektor zuwenden, was wiederum die Elite von Morgen produziert und somit Innovation fördert statt tagtägliche stupide Arbeit.

  17. grundeinkommen is a nice start to change the view on work. In the comming ten years most of the administrative jobs will be gone. IT/robots will take over 80 procent of the current work. Most of the production work can be done by robots (see for example asimo in action by honda). In the past human power was replaced by machine. in the comming years brain power will be replaced by AI/robots. So is it not time to think about the future. Grundeinkomen is just the first step to reshape the future.

    • That time will (hopefully) come, but I don’t think that free energy, food, water and healthcare will be a thing in 10 years already.
      Let’s build those robots first. If anything you work for is excess by then, feel free to relax. But until then it would be arbitrary. And this campaign falsely promotes between the lines, that it is ok to relax already, and there are enough people who are willing to follow that path. With this, it would only drive us further away from such utopian visions.


  18. Doch die Illusion des Erfordernisses, die Vorstellung, dass es Dinge gibt, die ihr tun müsst,
    kann euren Geist motivieren, während ihr euch in eurem Körper aufhaltet. Sie ist so lange
    nützlich, wie ihr auf einer bestimmten Ebene versteht, dass es sich um eine Illusion handelt,
    und dass niemand irgendetwas tun muss, das er oder sie nicht tun möchte.

    Für die meisten Menschen ist dieser Gedanke sowohl unglaublich befreiend wie auch
    unglaublich beängstigend. Es besteht die Angst, dass nichts von dem, was wirklich getan
    werden muss, getan würde, wenn es den Menschen erlaubt wäre, wirklich nur das zu tun, was
    sie tun wollen.

    Wer würde den Müll wegbringen?

    Mal im Ernst.

    Wer würde die Dinge machen, die niemand machen will?

    Das ist die Frage, das ist die Angst. Wenn es ihnen selbst überlassen bliebe, so glauben die
    Menschen, würden sie nicht das tun, was getan werden muss, um das Leben in Gang zu
    halten.

    Diese Angst ist unbegründet. Menschen, so würde man entdecken, sind ganz wundervolle
    Wesen. Und in einer Gemeinschaft, in der es keine Regeln, Vorschriften und Anforderungen
    gäbe, würde sich immer noch eine Menge Leute finden, die die Dinge tun, die getan werden
    müssen. Tatsache ist, es gäbe sehr wenige, die es nicht tun würden, denn es wäre
    unangenehm, als Personen bekannt zu sein, die nichts beitragen.

    Und das genau würde sich ändern, wenn es keine Regeln, Vorschriften oder Anforderungen
    gäbe: Nicht das, was gemacht wird, würde sich ändern, sondern warum es gemacht wird.

    Das -Warum« des Tuns würde sich ändern.

    Statt Dinge zu tun, zu denen sie angewiesen werden, würden die Menschen etwas tun, weil sie
    sich als ein Ausdruck dessen, Wer Sie Sind, dazu entscheiden.

    Und das ist in Wahrheit der einzige wirkliche Grund, um irgendetwas zu tun. Aber dies dreht
    das ganze Paradigma vom -Tun und Sein- um. Die Menschen haben dieses Paradigma so
    konstruiert, dass man etwas tut und dann etwas ist. Nach dem neuen Paradigma ist man etwas
    und tut dann etwas.
    ….

    aus: n.d.walsh – gemeinschaft mit g

    • Ich bin ganz Deiner Meinung. Die Frage für jeden Einzelnen ist: Was brauch ich wirklich im Leben?

      Jeder, der länger nicht arbeiten kann erlebt, wie damit ein Ausschluss aus dem Sozialleben stattfindet. Die meisten Menschen wollen etwas sinnvolles tun, einen Beitrag leisten und dazu gehören.

      Veränderung wird so oder so geschehen. Doch wir haben es in der Hand, die Richtung mit zu bestimmen. Wo also wollen wir hin? Eine noch grössere Lohnschere? Raffgier- und Egal-Gesellschaft? Nochmehr Lebensmittel-Wegwerfberge? Noch mehr Menschen, die nicht mehr wissen, wofür sie morgens zur Arbeit gehen (ausser für Geld)? Noch mehr Alkoholismus und Drogen um irgendwie den Frust zu kompensieren? Wir werfen nicht nur Lebensmittel weg. Wir werfen damit Arbeitskräfte weg, Talente weg, Energie weg.

      Durch das Grundeinkommen würde eine völliges Umdenken stattfinden: Ich kann nicht Nichts tun! Denn Dinge, die ich kaufen will, müssen produziert werden. Also muss ich was tun für Lebensmittel, Dienstleistung und Güter, die mir wichtig sind und beteilige mich mit meinen Fähigkeiten daran. Und weil ich es freiwillig mache und sinnvoll finde, kann ich Freude daran haben. Es macht mich zufrieden statt mich auszulaugen (kein Burn-Out mehr und weniger Depressionen).

      Ich gehe davon aus, dass das Grundeinkommen einen sehr positiven Einfluss auf unser aller Leben hätte:

      Firmen müssten eine menschlichere Kultur einführen, damit Leute dort auch arbeiten wollen. Die Arbeitgeber würden zu schätzen lernen, wenn jemand für sie arbeiten will, hätten dafür aber auch erheblich engagiertere Mitarbeiter. Produktionsabläufe würden an menschlichen Bedürfnissen ausgerichtet werden. Mitarbeiter würden sich mehr einbringen, was den Unternehmen wiederum zu gute käme.

      Unnütze Billigprodukte würde keiner mehr herstellen wollen, nur um sich finanziell über Wasser zu halten. Die Müllberge würden kleiner werden. Die Kriminalität würde sinken, weil jeder das nötigste hat und die Prostitution bekäme einen anderen Stellenwert. Menschen würden Selbstwert entwickeln. Die Lebensfreude würde steigen, damit würden die Krankenkassenkosten sinken.

      Vielleicht gibt es die ein oder andere chaotische Zwischenstufe bis dort hin. Doch es ist allemal die Chance auf eine sehr viel lebenswertere, gesündere und menschlichere Gesellschaft.

      Miteinander zu leben und zu arbeiten – das könnte für alle ein Fest sein.

      • „Die meisten Menschen wollen etwas sinnvolles tun, einen Beitrag leisten und dazu gehören.“

        Wirklich?
        Ich denke, Sie wollen nicht, sondern sie fühlen sich dazu verpflichtet, einen Beitrag leisten zu müssen, weil man sonst zum Abschaum der Gesellschaft gehört, wenn man den anderen auf der Tasche liegt.
        Ich kenne viele, die getrost nurnoch auf der faulen Haut liegen würden, wenn sie könnten. Würde ich um ehrlich zu sein selbst auch.

        „Ich kann nicht Nichts tun! Denn Dinge, die ich kaufen will, müssen produziert werden.“
        Ja, aber das kann ja auch ein anderer machen.
        Ich habe jetzt schon genug unproduktive Hobbies, mit denen ich mehrere Jahrhunderte ausfüllen könnte, ohne dass mir langweilig würde, und wofür 2500.- bei den jetztigen Preisen bestens reichen würden.
        Würde auch solch ein Leben jedem finanziert, ohne dass er sich ein schlechtes Gewissen machen muss?

        Was ich sagen will:
        Ich glaube auch an das gute im Menschen, doch ich weiss auch wieviel Schlechtes in ihm steckt.
        Der Kampf gegen die Faulheit (Unproduktivität) ist der schwerste den ich kenne. In dieser Metapher gesehen, vermittelt die Initiative quasi das Gefühl, man braucht keine Angst vor dem Tod zu haben, das Leben geht schliesslich weiter. Man scheint so faul sein zu dürfen wie man will.
        Das funktioniert nicht und muss klar unterbunden werden. Wenn nicht das derzeitige Gesellschaftsmoralische Gewissen dafür zuständig sein wird, wer dann?

    • das hat ja dann wieder nichts mit Freiheit zu tun, dass waere dann sozialer Druck. Problem nicht verstanden, sage ich 🙂

    • toll formuliert. Ich glaube auch es wäre eine Chance für uns. Wie sich unsere Gesellschaft entwickeln würde, glaube ich, ist alles hypothetisch.

      Aber ein Andenken an mögliche Szenarien wie du sie beschrieben hast finde ich spannend.

      Am meisten fasziniert mich die Vorstellung dass Mitarbeiter viel motivierter wären als heute…

    • das ist reines Wunschdenken. So reden idealistische Kommunisten und Sozis die eine romantische Idee davon haben wie gut die Menschheit doch eigentlich ist. Sicher gibt es genügend Leute die vielleicht doch so ticken und ihre gewonnene Freizeit für guten einsetzen. Ich würde aber gleichzeitig mit ihnen wetten dass es genau so viele gibt die nichts mehr machen würden. zum Beispiel, wenn ich in der unglücklichen Lage wäre, dass ich aktuell 3000 CHF verdiene und dafür 40 Stunden die Woche krüppeln muss, müsste ich ja dumm sein, nicht einfach 2500 zu kassieren für’s nichts tun. Arbeitsweg/ÖV Kosten fallen weg. Arbeitskleidung, Verpflegung etc ebenso… ich wüsste nicht wofür ich noch einen mies bezahlten Job machen sollte. Und nein, es verlagert sich nicht einfach auf den nächsten Arbeiter. Es würden schlicht und ergreifend X KMU’s hopps gehen weil sie keine Arbeiter mehr haben, und gleichzeitig nicht in der Lage sind höhere Löhne zu zahlen. Die ganze Sache ist einfach nicht bis zum Ende durchdacht.

  19. Sie wollen also für 60% MEHR Geld auch nur 60% arbeiten? Möglicherweise müssen die Arbeitgeber (AG) dann tatsächlich mehr Leute einstellen. Dafür zahlen die AG aber auch weniger, nämlich nur 60%.
    Ich sehe nicht, wo da die AG überfordert sein sollten.

    Oder aber: Vielleicht entscheidet sich der AG dann dafür, Sie zu entlassen, weil jemand anders durchaus 100% arbeiten würde.
    Dann müssen Sie überlegen, was es Ihnen Wert ist.

    Der Einarbeitungsaufwand wäre sowieso nur ein einmaliger Sonderaufwand bei der Umstellung der Modelle. Das ist schlicht die Zeit, in der sich jeder seine Prioritäten überlegen muss.
    Danach ist es business as usual …

  20. Guten Tag

    Die Frage nach dem Arbeitsethos der Bevölkerung ist wahrscheinlich das stärkste Argument für oder gegen ein Grundeinkommen. Ist man dafür, dann sagt man: „Klar arbeiten die anderen noch weiter.“ denn ich würde vielleicht auch noch 20% weiterhin tätig sein, und damit aufgrund in der Einteilung in Menschen mit 0%-Pensum und Menschen mit über 0-% Pensum, klar in die zweite Gruppe fallen.

    Es ist nicht die Frage, dass niemand nichts mehr arbeiten würde, denn das erachte ich auch als unrealistisch. Menschen mit über 10,000 CHF Monatsgehalt würden auch bei einem 3000-fränkigen Grundeinkommen voll weiterarbeiten. Leider sind das aber nicht alle von uns, ja noch nicht einmal ein grosser Anteil der berufstätigen Bevölkerung. Der Rest, der unter 10,000 CHF Monatsgehalt liegt, würde es sich schon zweimal überlegen nicht in den Genuss der Kündigung zu kommen. Denn wenn ich zum Beispiel 4,300 Franken für 100% Arbeit bekomme, werde ich kaum 100% tätig sein wollen für 1,800 CHF zusätzliches Geld. Ich möchte einen geringeren Beschäftigungsgrad, doch das ist nicht möglich, da viele Stellen aufgrund hoher Fixkosten nicht unter 80% oder 100% betrieben werden können. Die kann man nicht einfach automatisieren und auch nicht selber machen, denn ich habe nicht mehr als 24 Stunden am Tag zur Verfügung und kann nicht 3 zusätzliche Jobs übernehmen. Hier argumentieren die Grundeinkommens-Befürworter mit dem dritten Argument, dass man die Arbeitsbedingungen verbessern müsse, was aber gerade deshalb nicht möglich ist, da der Kostenfaktor des Arbeitgebers für Einarbeitungszeit und hohem Fixkostenanteil an Beschäftigungskosten den höheren Lohn und die bessern Bedingungen verunmöglichen. Es gibt keine Eier legende Wollmillchsau, wie das den BGElern vorschwebt. Diese Stellen fallen also einfach weg: Die gearbeiteten Stunden pro Jahr in der Volkswirtschaft gehen zurück und das wahrscheinlich massiv, von 1,000 Stunden auf 300 pro Jahr.

    Nehmen wir diese 300 gearbeitet Stunden pro Jahr und kalkulieren nun das Volkseinkommen: es ist, bei gleicher Produktivität, rund ein Drittel des heutigen Betrages und liegt damit im Bereich, zum Beispiel der ehemaligen Ostblock-Staaten. Wer sich vorstellen kann weniger oder nichts zu arbeiten und auf dem volkswirtschaftlichen Level der Tschechei zu leben, dem sei empfohlen die Volksinitiative für ein bedinungsloses Grundeinkommen anzunehmen. Alle anderen tun gut daran die Initiative abzulehnen und aktiv zu bekämpfen.

    Der Drang Nichts zu tun und sich in die Hängematte zu legen mag fest im Menschen verankert sein, und es ist ein alter Traum trotzdem gut zu leben. Leider ist es nur ein Traum und die Realität sieht krass anders aus. Jeder Bissen muss verdient sein, jedes Kilo-Watt an Energie muss hart erarbeitet werden. Ohne Arbeit geht es nun mal nicht, auch wenn es schön wäre.

    Bei der Frage Arbeit oder nicht, geht es also nicht um Alles oder Nichts, sondern um eine Verhältniszahl. Tatsache ist: Die meisten, oder alle, würden bei 2,500 CHF zusätzlichem Gratislohn weniger arbeiten als heute. Wir würden nicht untergehen, hätten dann aber keine iPhones, keine Tablets, keine Chia-Samen, keine transatlantischen New York-Flüge, keine Cappuccinos im Unternehmen Mitte, keine Kleider von zalando und keine Fitnessstudio-Abos in der Innenstadt mehr. Wir wären um einiges ärmer, und wohl um einiges unglücklicher. Ob man dann die restlichen 700 Stunden wie in Tibet meditiert, oder dem Alkohol nachgeht, wie die Menschen in Ländern mit ähnlichem Einkommen, wie durch ein BGE entstehen wird, wird sich zeigen.

    Klar ist eines: die anderen Länder werden uns nicht tragen, wenn wir uns auf den Unsinn einlassen sollten. Die machen genauso weiter wie bisher, und dann sind wir die Dummen.

    • Ach,, klar, Herr Fenner.
      Sie tun mir wirklich einfach nur sehr leid, da Sie ein sehr negativer und rückständiger Mensch sind, der sich aber sehr schlau vorkommt. Werden Sie für derartige Kommentare bezahlt?
      Wahrscheinlich sind Sie im Leben allgemein unzufrieden und haben nun ein Feld zum Austoben gefunden. Sie wollen wohl, dass Alles so bleibt, wie es ist, ohne zu sehen, dass unser jetziges System eines Tages zusammenbrechen muss, da es auf Ungerechtigkeiten und Masslosigkeiten aufgebaut ist. Sie sind wirklich zutiefst zu bedauern, dennoch sehe ich mich, trotz meiner hervorragend ausgebildeten Empathie, nicht in der Lage, Ihnen dieses Mitgefühl zu schenken. Dazu sind sie, zum Glück, mir nicht wichtig genug.
      Der Mensch entwickelt sich weiter, Sie nicht.

      • der Markus Fenner hat schon recht, Andreas B.
        Solch eine differenzierte Meinung ensteht nicht aus Frust oder weil man den anderen nichts gönnen will. Sie entsteht grundsätzlich wenn man sich die Initiative und deren weitgreifenden Konsequenzen realistisch vor Augen führt. Bei einer Annahme würden weiterhin nur die ganz grossen Firmen und Reichen profitieren. Menschen die bei einer Grossfirma aktuell 8000 verdient, wird sicher weiter arbeiten und so diejenigen die nichts mehr tun, finanzieren. Gleichzeitig wird das Grossunternehmen den Lohn auf 5500 kürzen und so noch weiter Geld scheffeln. Es gibt viele KMU die ihren MA nicht mehr als 4000 im Monat bezahlen können. Für dasselbe Einkommen müsste ein wenigverdiener also noch knapp irgendwo um die 30% arbeiten müssen. Wo nimmt die KMU die anderen 70% Produktionszeit her? Noch ein Angestellter? Wenn die Sozialversicherungsabzüge weiterhin auf dem gesamten Einkommen (also inkl. BGE) geleistet werden, zahlt die KMU also deutlich mehr für diese 2 Arbeiter. Ergo die Kosten steigen, Ergo die Löhne sinken, Ergo weniger gehen arbeiten weil es sich immer weniger lohnt, etc etc etc. So nimmt die Abwärtsspirale ihren Lauf. Die ganze Initiative ist schön geredet und absurd.

        • Wenn ich das richtig verstanden habe, wird der AG für die ersten 2500 CHF KEINE Lohnnebenkosten zahlen müssen, das bedeutet, dass ihm der Arbeiter weniger „kostet“. Dafür kann er den Stundenlohn erhöhen und somit profitiert der AN doch davon…

      • Dazu müsste man Herrn Enno Schmidt fragen.
        Ich kann nur bestätigen, nach einigen Gesprächen diesen Sommer auf der Strasse, ähnliche Zahlen ergeben hätten. Würde aber sagen das innerhalb dieser ca. 5 Jahren, diejenigen welche es anderen zutrauen, um ca. 5% zugenommen haben.
        Es ist grundsätzlich einfach eine spannende Frage an sich und seine Umgebung selbst.
        Wie würden Sie Herr Stämpfli antworten und was denkt ihr Umfeld.
        Sie werden merken das Gespräch erfüllender sein wird als eine veraltete Bestätigung einer Statistik.

  21. Das Zauberwort , besser bezahlen oder selber machen 🙂 aber man suche die Einsicht bei den Reichen die eh schon alles haben und sich davor fürchten es könne etwas weggenommen werden.
    Die Lobbyisten und die Politiker sollte man dazu zwingen den Kontrollwahn abzulegen weil ein krankes Volk ist nicht gut für die Zukunft dies widerspiegelt sich täglich in den Betrieben, was nutzt einem Betrieb ein krankes Personal das ständig gewechselt werden muss , faire Löhne gesundes Personal eine bessere Zukunft für ein Unternehmen. Ich sehe jeden Tag KMUs die mit Auflagen die absurd sind vernichtet werden von den Behörden und den Politikern.Was soll das und wohin wollen wir in Zukunft wenn sich da nichts ändert oder ändern darf weil das Volk dumm gehalten wird ?!

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