SF 1 Wirtschaftsmagazin – ECO zur Finanzierung
Ein Meilenstein. In knapp 8 Minuten beschreibt das Wirtschaftsmagazin ECO im SF 1 die Finanzierung des Bedingungslosen Grundeinkommen. Ein durchweg positiver Beitrag, mit einem Interview-Gespräch mit Daniel Häni. Die Aufnahmen wurden im Rahmen des Kongresses bedingungslos.ch gemacht. In diesem Kontext wurden weitere kurze Interviews mit Persönlichkeiten wie dem Ökonom Klaus Wellershoff, dem ehemaligen Bundesratssprecher Oswald Sigg und dem Unternehmer Götz Werner geführt.
Ein runder und sehr erfreulicher Grundeinkommen-Abend wie wir finden. Wie gefallen euch die Reportage und die Kurzinterviews?
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- Seraina
- J. Rutz
- Anonymous
- Anonymous
- m.m.








at 06:35
Wenn mit den Grundeinkommen, endlich mal die Schikane und Diskriminierung weniger würde, oder ganz weg fallen würde, welche ich heute als IV Rentnerin erfahre, dann ist es ganz sicher ein erstrebenswertes Ziel, eine Erlösung und die Lösung. Jetzt und heute werden Invalidenrentner und Rentnerinnen geächtet. Man will gar 15‘000 Invalidenrentnerinnen und Rentner wieder in den Arbeitsmarkt integrieren. In Zeiten wo es schon sehr viele gesunde Arbeitslose und Stellensuchende gibt und Arbeitgeber ums Überleben kämpfen. Arbeitgeber sind nicht bereit Minderwertige ein zu stellen. ( Invalid=Minderwertig oder Wertlos, Alleine bei der Wortwal für Unsereins, steckt schon der Teufel im Detail ) Wenn ein Invalider keine Arbeit findet, muss er auf s Sozialamt. Jeder der schon mal in der Behörden Mühle war, weiss wie lange es dauert bis sein Fall abgeklärt ist. So wartet man unter Umständen 3 Jahre auf Geld und steht bis dahin auf der Strasse. All dieses Leid, all diese Ungerechtigkeit und Diskriminierung, würde mit einem Grundeinkommen gar nicht erst auf kommen. Behördenwillkür, so wie ich es heute erlebe, hätte keine Chance mehr. Auch hätten Verleumdungsbriefe der Nachbarn ans Sozialversicherungsamt kein Gewicht mehr ( In meinem Falle der Fall.) Der Druck würde mit einem Grundeinkommen weg fallen, hoffe ich zumindest. Ebenso könnte ich wieder raus, in der Natur spazieren gehen, oder mal an den Rhein baden gehen. All das kann ich heute nicht, weil es gewisse gesunde Menschen in der Schweiz stört, dass ein invalider Mensch auch Bewegung in der Natur braucht, respektive ein Recht darauf hat. ( Werde fotografiert und denunziert) “Jemand der nicht arbeitet in der Schweiz, hat Leben und Dasein in der Schweiz nicht verdient”,Solches und Ähnliches muss ich mir immer anhören und sagen lassen von allen Stellen und Leuten. Was aber, wenn man trotz Bewerben und Suchen keine Stelle findet? Mit dem Grundeinkommen würde dieser Terror ein Ende haben. Ich könnte auch arbeiten, soviel, oder das, was ich noch kann. Es wäre dann auch nicht so schlimm, wenn ich nicht so viel verdiene, da ich ja abgesichert wäre. Wahrscheinlich hätte ich gar bessere Chancen eine Stelle zu finden, als heute, da ein Arbeitgeber mit dem Grundeinkommen eher Kapazitäten hat. Auch könnten mich dann meine Nachbarn nicht wegen Schwarzarbeit anzeigen. (Als ich ein Programm vom RAV aus machen musste, ist mir das passiert.) Sicherlich macht nicht jeder Invaliden Rentner solche Erfahrungen wie ich. Aber in gewissen Gegenden in der Schweiz, vor allem Ländliche und Nord-Ostschweiz ist es immer mehr die Regel. Sicherlich gäbe es mit dem Grundeinkommen auch weniger psychisch Kranke. Es gäbe weniger Burn Outs und weniger Suizid. In der Schweiz wird man anhand der Arbeit definiert, qualifiziert und toleriert. In der Gegend in der ich wohne, hat es schon etliche Selbstmorde gegeben, wegen Stellenverlust oder Pleite. Es gibt hier gar den Brauch, des angeordneten Freitodes, wenn einer die Rechnungen oder Schulden nicht zahlen kann. Wer krank ist, invalid ist, arbeitslos oder Sozialgeldbezüger, hat in der Schweiz keine Daseinsberechtigung und wird auch so behandelt. Mit dem Grundeinkommen müsste sich auch endlich mal das Denken in den Schweizer Köpfen ändern!!! Das wäre meine grösste Hoffnung!!!
at 13:29
>Ach, das zeichnet unser Leben aus?
Der Druck produktiv sein zu müssen!
Nein, wie bin ich happy, dass mit ENDLICH jemand den Sinn des Lebens erklärt! Da hätte ich allerdings gleich noch eine zusätzliche Frage:
Wie sinnvoll ist es, auf Teufel komm raus zu produzieren?
Kann ein Leben nicht auch sinnvoll sein, wenn es nicht zur Produktion, zum Wirtschaftswachstum eingesetzt wird? Ich könnte mir sinnvollere Ziele im Leben vorstellen als produzieren, produzieren, produzieren. Zum Beispiel Menschlichkeit, Freundschaft, Zusammenhalt, Schutz von Umwelt und Natur usw. usw…… Ein Leben, dem Druck produktiv zu sein gewidmet, das ist für mich ein armseliges, trauriges Leben. Ich wünsche mir für mich und für meine Mitmenschen etwas Anderes.
at 15:29
>Die Kritik am bedingungslosen Grundeinkommen ist: "dann arbeitet niemand mehr" "Parasiten werden gefördert" etc.
Das ist dummes Zeug: Unsere Gesetze gegen kriminelle Handlungen sind genug griffig und ein gesunder Mensch will arbeiten. Wenn man seelisch oder körperlich beeinträchtigt ist, braucht es auch jetzt schon Medizin, Therapie etc., da diese Menschen oft sehr wertvolle Gaben haben, die sie ohne Hilfe der Gemeinschaft nicht schenken können.
wn
at 20:00
>Wir sollten endlich begreifen, dass das bedingungslose Grundeinkommen nicht mit den bestehenden Sozialwerken gleichgesetzt werdenn kann.
Das bedingungslose Grundeinkommen darf nicht als eine Sozialversicherung gewertet werden, es ist viel mehr als das, es ist keine Sozialhilfe sondern ein fundamentales und bedingungsloses Menschenrecht, das zu jedem einzelnen Menschen gehört wie die Luft zum atmen, beginnend mit der Geburt und endend mit dem Tod.
Wie es der grossartige Mensch Professor Götz W. Werner so wunderbar erklären kann:
Wenn wir es denken können, können wir es morgen schon einführen!
at 14:12
>War begeistert von diesem offenen, informativen Beitrag zum Grundeinkommen – sehr gut!