>Im Blog „Themen der Zeit“ schrieb Prof. Götz Werner eine ausführliche Entgegnung auf den FAZ-Artikel von Horst Siebert: „Horst Siebert ist in seiner Kritik eine recht umfassende Auflistung der Vorurteile, die einem bedingungslosen Grundeinkommen heute entgegenstehen, gelungen. Seine Kritik offenbart zugleich sein Welt- und Menschenbild. Es wird dabei deutlich, dass er alle Hoffnungen und Freiheitserwartungen, die dieser Idee eigen sind, in ihr glattes Gegenteil verkehrt und stattdessen Befürchtungen und Absturzwarnungen verbreitet.“ Link zum ganzen Beitrag
Nach der Abstimmung ist vor der Abstimmung
From NEWS
>Minimex – das knüppelglatte Grundeinkommen für die Wenigbemittelten
> „Minimex“ ist die Abkürzung für „minimales Existenzgeld“. Das Ganze eine Erfindung von Prof. Dr. Horst W. Opaschowski, dem Stiftungsratspräsident der kürzlich gegründeten „Stiftung für Zukunftsfragen“, die aus dem „Freizeit-Forschungsinstitut“ des Tabak-Konzerns „British American Tobacco“ hervorgegangen ist. Der Vorschlag kommt gestützt auf einer eigenen Meinungsumfrage bei 2000 Deutschen BürgerInnen ab 14 Jahren auf den Tisch und grenzt sich ganz von der aktuellen Debatte um ein bedingungsloses Grundeinkommen ab. Siehe dazu den Kommentar von Sascha Liebermann:Meinungsumfragen statt öffentlicher Streit Gegen die Idee des Grundeinkommens wird oft die Gefahr einer Gesellschaftsspaltung ins Feld geführt und im vorliegendem Fall nicht unbegründet. Im Minimex-Modell…
>Grundeinkommen bei den Seminolen
>(Bild: Wappen der Seminolen in Florida) „Ein Indianerstamm in Florida führt Betriebe im Kollektivbesitz, unterhält kostenlose Sozialdienste und erhält so seine kulturelle Identität. Lange Zeit hielt sich das Vorurteil, die Indianer Amerikas seien nicht fähig, mit modernen Wirtschaftsformen umzugehen. Doch dank einem aus dem alten Stammesgeist abgeleiteten Umgang mit Profiten leben heute etwa die Seminolen in Florida besser als viele ihrer weissen Mitbürger.“ Ein Interessanter Artikel von Rudolf Stumberger in der Neuen Zürcher Zeitung. Darin:„Aus dem Einkommen der stammeseigenen Betriebe werden monatliche Ausschüttungen an die Stammesmitglieder weitergegeben – eine Art bedingungslosen Grundeinkommens. Da diese Dividenden für alle Stammesmitglieder (auch Kinder)…
>"Die Arbeitsgesellschaft ist in einer Sinnkrise"
>Ein sinnreiches Interview mit Theo Wehner in der Neuen Zürcher Zeitung. Herr Wehner ist Professor für Arbeitspsychologie an der ETH Zürich: „… Das Tätigsein macht einen Menschen zur Persönlichkeit. Arbeiten ist eine Tätigkeit, aber auch Schlafen und Sicherholen und Faulenzen. Nur eine Integration der beiden Reiche führt dazu, dass die Freizeit nicht zur kompensatorischen Gegenleistung der Arbeit – und womöglich zum Fluch der Moderne – wird. …“ NZZ: Was würde sich ändern, wenn es ein soziales Grundeinkommen für alle geben würde? „Dass man über ein solches Szenario nachdenkt, halte ich für äusserst begrüssenswert. Bei einem Grundeinkommen würde sich natürlich zeigen,…
>Rinks oder Lechts?
> Links ist nicht gleich Links. Der Vorschlag eines bedingungslosen Grundeinkommens zeigt, dass Links keine Richtung ist – Rechts ohnehin nicht. Links ist, wo der Daumen rechts ist… Orientierung findet man in diesem Schema kaum mehr. Das ist nicht schlimm, sondern wichtig zu erkennen. Hierzu fünf interessante Links: 11 schlechte Argumente für eine bedingungsloses Grundeinkommen 11 schlechte Argumente gegen 11 gute Gründe für das BGE Die Presserklärung dazu:Die eigentliche FRage lautet: Welchen Sozialismus wollen wir?Ein Zwischenruf von Günter Sölken, Sprecher des Netzwerk Grundeinkommen:Wie mein Glaube an das bedingungslose Grundeinkommen zerstört wurde Und ein zimlich intelligenter Artikel von Christian Rickens zur…
>Feldversuch mit Grundeinkommen in Namibia
> „Zurück“ aus Russland berichten wir über Afrika… Im Januar 2008 startet in Namibia eine Sozialinitiative indem sie in einem ausgewählten Armenviertel den dortigen Menschen ein bedingungsloses Grundeinkommen monatlich ausbezahlt. Das ist bemerkenswert, erregt Aufmerksamkeit und wirft auch viele Fragen auf. Zum Beispiel, warum gerade Arme und Allerärmste für ein solches Experiment hinhalten müssen? Kann ein Grundeinkommen eine wirksame Massnahme gegen Armut und Hunger in der 3. Welt sein? Oder erst Recht? Warum haben wir in Europa nicht den Mut zu solchen Versuchen – aus dem „Vollen“? Link zu zwei Berichten in der „Allgemeinen Zeitung“ Namibias:Grundeinkommen für Squatter-GruppeWie aus dem…
>Schöne Sommertage – Grundeinkommen in Russisch und Ukrainisch übersetzt
> Liebe NEWS BLOG LeserInnen Wir sind in diesen Sommer-Tagen unterwegs und werden ab der 2. Augustwoche wieder regelmässig zum Grundeinkommen berichten. Das Neuste wollen wir Ihnen aber nicht vorenthalten: Der ArtikelDie neue Farbe der Arbeit ist in Russischund Ukrainisch übersetzt worden! Falls sie gegen Osten unterwegs sind:Ausdrucken und verteilen… Beste GrüsseEnno Schmidt und Daniel Häni
>Auf EU-Ebene ist einiges im Gang
>Hier zwei Berichte von einem Heraing der Fraktion der Grünen zum Grundeinkommen in Brüssel: Rahel Uhlenhoff von der Berliner Grundeinkommens-Initiative berichtet im NewsBlog von Info3:Hearing über das Grundeinkommen im Europäischen Parlament Sepp Kusstatscher, einer der Organisatoren berichtet auch seinem Blog:Grundeinkommen – ein Konzept gegen Armut und Arbeitslosigkeit
>Erste Schritte zu neuem Sozialmodell in Europa
>ORF NEWS berichtet: „Die Arbeitsminister der Europäischen Union haben erste Schritte für ein grundlegend neues europäisches Sozialmodell unternommen. Unter den Stichworten Flexibilität und Sicherheit sollen liberalisierte Arbeitsgesetze mit einem garantierten Grundeinkommen kombiniert werden, wie es in skandinavischen Ländern heute schon praktiziert wird.‚Die Philosophie ist: Wir können nicht, wie einige europäische Länder zu glauben meinen, Arbeitsplätze sichern. Aber wir können den Menschen ein Einkommen sichern‘, sagte der dänische Arbeitsminister Claus Frederiksen. Das Modell solle ernsthaft geprüft werden, hieß es in der Erklärung der Minister zum Ende der Sitzung im portugiesischen Guimaraes. Kritik von GewerkschaftenDas Konzept wird von vielen Arbeitnehmervertretungen scharf kritisiert,…
>Die Geschichte der AHV in der Schweiz
> Ein Artikel von Ruedi Sutter in der Basler Zeitung wirft einen interessanten Blick zurück auf die Entstehungsgeschichte der AHV und trifft dabei vieles, was auch für die Zukunft des Grundeinkommens gelten kann: „Vor 60 Jahren gaben die Schweizer mit einem überwältigenden Ja zum AHV-Gesetz grünes Licht für das bedeutendste Sozialwerk des Landes. Der Einführung ging ein Jahrzehnte dauerndes, hartes Ringen von SP und FDP voraus, welche sich bis heute die AHV- «Vaterschaft» streitig machen.“ „Die Organisations- und Finanzierungsfrage blieb allerdings lange ungelöst – und an dieser sollten sich noch manche Politiker die Zähne ausbeissen. In der Volksabstimmung scheiterte 1931…
>Von Links oder von Rechts?
> Der Privatbankier Konrad Hummler bringt in einem Interview in DAS MAGAZIN die Idee des bedingungslosen Grundeinkommens ins Spiel: „Ich meine, dass wir einmal ernsthaft über das bedingungslose Grundeinkommen reden sollten, was hier viele Leute leider nicht wollen, weil sie fälschlicherweise meinen, das sei eine Idee der Linken. Ursprünglich stammt sie aber von rechts, nämlich von Milton Friedman.“ Und warum reden „hier“ (gemeint ist die Schweiz) die Linken nur ganz zögerlich vom bedingungslosen Grundeinkommen? Natürlich, weil sie meinen, es sei eine Idee der Rechten. Und von wo kommt sie wirklich diese Idee? Von Links oder von Rechts? Weder noch, oder…
>Hoi Chef
>„Wieder ein Chef vor die Nase gesetzt? Eine Horrorvorstellung?“(Foto: Guadelupe Ruiz) Aus einem feinsinnigen Artikel von Birgit Schmidt im Magazin: Eine neue Generation von Chefs ist da. Früher hiess es: „kommandieren, kontrollieren, korrigieren“, wie es etwa der Schweizer Bundesrat Blocher immer noch praktiziert*. In zeitgemässen Unternehmen haben sich „die 3K der Führung“ längst gewandelt und stehen für: „koordinieren, kommunizieren, kooperieren“. Der Artikel gibt einen guten Einblick in einen neuen Arbeits- und Leistungsbegriff, wie er auch der Idee des Grundeinkommens eigen ist. Link zum Artikel *Siehe aktuelle Ausgabe der Weltwoche S.50: „Meine Führungstechnik“.
>Die alte Linke und der Neo-Liberalismus auf dem gleichen Laufsteg
>Eine kleine Modeschau grundlegend kommentiert von Sascha Liebermann: Paternalismus in zwei Kleidern – Kurt Beck und die Marktlieberalen
>Das neoliberale Grundeinkommen
> Thomas Straubhaar, Leiter des Hamburgischen Welt-Wirtschafts-Instituts, begründet seine Neo-Liberale Variante eines Grundeinkommens auf der Titelseite von Finanz und Wirtschaft. Straubhaar – ein Schweizer übrigens – bezeichnet das Grundeinkommen für Deutschland als „sozialpolitische Revolution“. Für die Schweiz allerdings gehe das zu weit, da genüge ihm eine entsprechende „Evolution“. Die Risiken eines Grundeinkommens seien abzuwägen gegenüber den Risken des Festhaltens am heutigen System. Das schmeckt nach Sparmassnahme! Lesen sie dazu und weiteren heiklen Stellen den Kommentar von Enno Schmidt. Artikel als PDF lesenKommentar von Enno Schmidt als PDF lesen
>Bericht zur Kasseler Tagung
>Jens Heisterkamp, Chefredaktor info3, hat einen Bericht zur kürzlichen Tagung in Kassel veröffentlicht. Link zum Bericht Ein weiterer ausführlicherer Bericht finden sie unter: Themen der Zeit, von Michael Mentzel Link zum Blog