Bedingungsloses Grundeinkommen – Pro und Contra

Der Film von Carlo Lardi, Marc Heer, Bardo Eicher und Ruby-Stella Stevens zeigt einen Ausschnitt einer Arbeit im Rahmen der Hochschule für Technik und Wirtschaft in Chur im Modul Visualisieren.

Daniel Häni ist einer der Grundeinkommens-Pioniere und Mitglied im Initiativkomitee der Volksinitiative für ein bedingungsloses Grundeinkommen. Er ist Unternehmer und leitet zusammen mit einem Team das unternehmen mitte in Basel.

Beat Kappeler ist Ökonon. Der langjährige Sekretär des Schweizerischen Gewerkschaftbundes ist heute als Autor und Wirtschaftsjournalist tätig u.a. bei der Neuen Zürcher Zeitung am Sonntag.

 

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Comments

  1. Das bedingungslose Grundeinkommen muss kommen, ganz unabhängig von unserer Meinung. Es ist eine logische Folge der ständigen Rationalisierung, die durch die Digitalisierung der Industrie 4.0 noch verstärkt wird. Es werden als in Zukunft mehr Güter durch weniger Arbeitende erzeugt. Dadurch werden viele Menschen gar nicht mehr für die Produktion benötigt. Andererseits sind sie als Konsumenten für den wachsenden Absatz notwendig. Das bedingungslose Grundgehalt spielt damit sozusagen die Rolle der sozialverträglichen Bestechung, dass man als Besitzer eines der knappen Arbeitsplätze bereit ist, die anderen von seiner Arbeitsstelle fernzuhalten.

  2. ich befürworte das bedingungslose Grundeinkommen.

    Jene, die nicht arbeiten wollen, wollen das heute schon nicht. Die werden das natürlich auch nicht wollen, da sie ja ein Grundeinkommen haben. Diese werden weiterhin bescheiden leben.

    Jene, die gerne arbeiten, kommen auf ein höheres Einkommen mit für sie angenehmen Folgen. Diese können die Wirtschaft auch ankurbeln. Mehr kaufen. Es wird weiterhin fleissige, ehrgeizige Menschen geben, die dadurch auch mehr Steuern bezahlen.

    Schüler, Studierende sind freier in der Wahl, was sie lernen wollen. Geliebter Beruf, geliebte Tätigkeit.

    Für jene mit Rente, ist das ein hilfreicher Zustupf.
    Man kann sich mehr leisten. Dazuverdienen ist auch ein Anreiz, sich mehr leisten zu können.

    Diejenigen, die IV, Ergänzungsleistungen, Renten usw. beantragen müssen, haben während der Wartezeit eine finanzielle Hilfe. Demütigende Versuche, diese Personen zu irgendwelchen Tätigkeiten usw. zu drängen, werden so ergebnislos verlaufen.

    Durch diese Vorteile wird das Gesundheitswesen sehr wesentlich entlastet. Denn viele Erkrankungen, die durch Stress, Mobbing, Druck durch zu viele Arbeit u. ähnliche Psychische Störungen entstehen, wird es gar nicht erst geben. Dies wird alle Altersstufen betreffen, die heute an solchen Erkrankungen leiden.
    Arbeitsstellen wird es genügend geben. Schoggijobs auch. Diejenigen Jobs, die ungeliebt sind, können durch Roboter getan werden. Diese Roboter sind schon in Entwicklung. Die Angst davor, dass diese uns Jobs wegnehmen wird so reduziert.

    Es gibt noch mehr Vorteile, die ich hier nicht genannt habe. Vielleicht wisst Ihr noch mehr?

  3. JEDER Arbeitnehmer sollte NUR eine bestimmte Obergrenze von Gehalt haben.
    – Wenn der Anreiz von hohen Löhnen wegfällt, wird vielleicht eher gezielt gearbeitet, statt nur abgesahnt.
    – Die Schere zwischen Arm und Reich wird kleiner.
    – Es hält die Inflation niedrig.
    Und sicher noch mehr Gründe.

    Denken Sie diesen Gedanken mal zu Ende!

  4. Ein gewisser „Klaus“ machte sich irgendwo im Netz gegen das BGE auf folgende Art und Weise Luft:

    „Und wie Herr Janich richtig feststellt, würde es jede Moral untergraben. Geld und damit Eigentum hängt immer von der eigenen Arbeitsleistung ab. Wenn dies nicht der Fall ist, dann nur in drei möglichen Fällen: 1.) Lottogewinn, 2.) freiwillige Spenden anderer (wo gegen nichts einzuwenden ist, solange es freiwillig ist) und 3.) Steuern, als die Wegnahme fremden Eigentums unter Zwang.
    Schon allein deshalb ist das BGE ein Hirngespinst. Und deshalb finden es Feinde der Freiheit auch so toll.“

    Diese Einschätzung könnte falscher kaum sein, und ich finde es immer wieder bemerkenswert, wie die Leute bedenkenlos in „Freunde“ und „Feinde der Freiheit“ einteilen, ohne auch nur den matten Abglanz einer Idee zu erlangen dessen, wie sie bereits vom System/der Gesellschaft manipuliert/konditioniert worden sind.
    Es gibt nicht die absolute Freiheit, wenigstens nicht in Wirtschafts- oder sonstigen Systemen. (Schon in früheren, barbarischen Zeitaltern hat man sich höchst frei und unabhängig gewähnt.) Innerlich kann die absolute Freiheit lediglich über ein erleuchtetes Bewusstsein erlangt werden, vorher nicht.
    Ein BGE würde meines Erachtens nichtsdestoweniger einen ersten Anknüpfungspunkt an relativ größere und freiere Handlungs- Denk- und Beurteilungsspielräume zu setzen ermöglichen. Nicht mehr und nicht weniger. Aber es ist schon ein gewaltiger Unterschied, ob man Türen verschlossen vorfindet oder man es freistellt, hindurchzuschreiten und weiterzugehen. Ob man Leuten im Hamsterrad eines Käfigs in falscher Behaglichkeit ihre Runden ablaufen lässt und ihnen eintrichtert, dies sei der ganze Kosmos oder diesen putzigen kleinen Tierchen namens Menschen vielleicht doch den Auslauf gewährt, der ihnen per Geburtsrecht zusteht. Vielleicht erwüchse den Herrscherfiguren daraus -Herrschaftszeiten! – sogar die Erkenntnis, dass der Geist nicht nur auf sie beschränkt ist.
    Und nein, Geld hängt niemals nur von der eigenen Arbeitsleistung ab. Das fängt schon damit an, dass man sich der Frage zu stellen hat, in welchem Land man geboren ist. Und wie privilegiert ist man in seinem Land? Welchen Be-ruf hat man sich erwählt? Wie ist dort die Nachfrage? Welches Einkommen ist dort zu erzielen? Und sind die Renten wirklich sicher? (Ferner kann man von einem Tag auf den anderen ruiniert werden, weil man arbeitslos geworden ist,die Bank pleite gemacht, man sich verspekuliert hat, ein neuer Weltkrieg angezettelt worden ist usw. usf. Die Möglichkeiten sind endlos).
    Und wenn jemand zu den sogenannten Reichen gestossen ist, ob nun durch einen Lottogewinn oder sonstwie: Muss es dafür an anderer Stelle Arme geben. Also hängen beide Seiten voneinander ab.
    Doch auch selbst wenn man sich verdienstvoll in eine gut bezahlte Arbeit einbringt, stützt man sich auf die technischen wie geistigen Errungenschaften unzähliger Generationen, die einem vorangegangen sind. Einer kann nicht ohne den anderen sein, punktum.
    Das schmerzt so wie grelles Licht in den Augen – ich frage mich, wie man diese einfachen Sachbestände so einfach ignorieren, ausblenden oder hinwegwischen kann.
    Mit einem BGE würden wir uns wenigstens ehrlicherweise unsere gegenseitige Abhängigkeit eingestehen, gerade INDEM jedem einzelnen mehr Individualität eingeräumt wird.
    Und von hier aus könnte man sich, wenn man wollte, mit mehr Erfolgsgarantie dem inneren Aufbruch hin zu größerer Bewusstheit widmen. Diese entspräche noch am ehesten der Freiheit, die so viele Leute im Munde führen und wovon doch die Wenigsten eine Kostprobe besitzen! Aber Freunde, DAS ist Arbeit. Das ist dann die wirkliche Arbeit, die erst noch bevorsteht, wenigstens auf breiter gesellschaftlicher Ebene.

  5. Also, die pro Argumente sind dünne Luft und eine schöne Idee, konkret gesagt wird dazu ja nichts. Wie und wer bezahlt den Spass? Wenn weniger gearbeitet wird und weniger Steuern eingenommen werden wird das Ganze nicht einfacher. Die Leute sind einfach zu faul geworden und wissen unseren heutigen Wohlstand gar nicht zu schätzen. Generationen hat man dafür gearbeitet und jetzt will man es auf den Kopf stellen. WIESO??? Geht nach Guyana und baut Jonestown wieder auf wenn ihr herumexperimentieren wollt. Danke.

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