Argumente gegen ein bedingungsloses Grundeinkommen

 


Versuchen wir es einmal.

Was spricht gegen ein Grundeinkommen?

- dass viele dann nicht mehr früh aufstehen, ihre Arbeit sausen lassen, verwahrlosen, mit Computerspiel und anderen Drogen ihre Zeit totschlagen, weil sie keine Kraft haben für eine selbst gegebene Struktur, für eine eigene Wahrnehmung, was sie für andere tun können und was sinnvoll ist für sie selbst.

- dass wir in einem globalen Wettbewerb stehen und uns keine Hängemattegesellschaft leisten können.

- dass es ja irgendwo herkommen muss, das viele Geld auch für ein Grundeinkommen, weil die Hähnchen einem nicht gebraten in den Mund fliegen, sondern jemand dafür arbeiten muss, weil viel eher als ein Grundeinkommen ein Bewusstsein her muss, dass alles Leistung ist, was uns gut leben lässt.

- dass wir schon gesehen haben, wohin so ein Sozialismus führt, in dem alle gleich sind.

- dass Schrankenlosigkeit wie z. B. in der antiautoritären Erziehung nicht das Beste für die Menschen ist.

- dass Geld nicht zu Sinn, Glück oder Kreativität führt, dass dieses Grundeinkommen ganz materialistisch nur auf Geld setzt.

- dass es dem Grundsatz der sozialen Hilfe widerspricht, dass nämlich dem geholfen werden soll, der ohne eigenes Verschulden in Not gekommen ist, dass es auch der Bedarfsgerechtigkeit widerspricht, in dem das Grundeinkommen mit der Gießkanne alle “beglückt”, ob sie wollen oder nicht, ob sie es brauchen oder nicht, ohne Ansehen der Person und der Lebensverhältnisse, und dass es nicht sein kann, dass jemand, gar alle, Geld beziehen ohne Gegenleistung, ohne Verpflichtung, dass jedes Recht, wie das Grundeinkommen eines wäre, auch Pflichten braucht.

- dass ein bedingungsloses Grundeinkommen wie “Brot und Spiele” im alten Rom lediglich die Massen bei Laune halten und ruhig stellen soll, sie unkritisch macht und von den Problemen ablenkt.

- dass ein bedingungsloses Grundeinkommen eine naive Weltsicht ist, mit der keine Gesellschaft funktionieren kann, weil die Menschen auch Egoisten sind und bequem.

- dass ein Grundeinkommen nur billig ein Symptom angeht, nicht die Zinsproblematik, nicht die Schere zwischen Reich und Arm, nicht die Finanzspekulation, nicht den Klimawandel, gerechte Preise, nicht Gier, Macht und den Kapitalismus.

- dass es den Menschen die Perspektive und das existentielle Selbstgefühl nimmt, auf eigenen Beinen zu stehen ohne Watte unter den Füßen als Subvention von Papa Staat.

- dass es den Wert der Arbeit untergräbt, weil man ja auch ohne leben kann – eine Illusion.

- dass es den Wert der Arbeit verkennt, der nämlich auch Teilnahme ist am anerkannten Tun in der Gesellschaft.

- dass es eine Hobbygesellschaft schafft und alle Bestimmung den Besitzenden lässt.

- dass der Einführung eines Grundeinkommens ein Bewusstseinswandel vorausgehen müsste, der dann wahrscheinlich ein Grundeinkommen überflüssig macht.

- dass wir die Schweiz nicht zu einem Faulenzerparadies machen können und uns dann beschweren, dass Migranten aus aller Welt zu uns wollen.

- dass ein Grundeinkommen ja doch nicht zum Leben reicht, wenn z. B. Krankheit oder sonst etwas Unvorhergesehenes kommt.

- dass es aberwitzig ist, wenn Wohlhabende auch bedingungslos so ein Grundeinkommen bekommen.

- dass schon heute händeringend Ingenieure und Facharbeiter gesucht werden und man als Arbeitgeber recht ohnmächtig vor der teils mangelhaften Einsatzbereitschaft der Leute steht.

- dass mit einem solchen Grundeinkommen kein Verlass mehr auf die Leute wäre und sie bei jeder kleine Streitigkeit oder größeren Anstrengung gleich zuhause blieben.

- dass die Leute dann nur noch Kinder machen würden statt zu arbeiten, um viel Grundeinkommen zu kassieren, und den Tod von Oma und Opa geheim hielten, um auch deren Grundeinkommen noch lange einzusacken.

- dass ein Grundeinkommen den Unsinn in die Welt setzt, Arbeit sei Spaß und man könne ohne Mühe mehr befriedigt sein.

- dass diese Idee des Grundeinkommens überheblich und ahnungslos davon ausgeht, die Leute hätten heute wohl nicht die Arbeit, die sie wollen und sinnvoll finden, und es wäre heute etwa nicht so, dass auch die eigentümlichsten Lebenswege und Ideen sich durchsetzen können. – Was aber alles der Fall ist ganz ohne ein Grundeinkommen und oft genug gerade weil ein existentieller Druck dahinter steht.

- dass so ein Grundeinkommen vielleicht für 10 Prozent der Bevölkerung gut wäre, für engagierte, ideenvolle, künstlerische Menschen, die sich selbst Ziele setzen und Neues in die Welt bringen oder entwickeln, aber für 30 Prozent ein Absturz wäre. Und für den Rest würde sich gar nichts ändern.

- dass wir uns nicht in der Schweiz ein Grundeinkommen zugestehen können, während andere verhungern.

- dass es nicht gut ist für den Menschen, durch so eine bedingungslose Lebensrente aus allen Bezügen und Verbindlichkeiten des Lebens herausgenommen zu sein.

- dass es antisozial ist, so zu tun, als könne man mit einem Rechtsanspruch auf Einkommen ungestört die Früchte der Arbeit anderer genießen und müsste selbst nichts dafür tun.

- dass die Bedingungslosigkeit eines Grundeinkommens das Ordnungsrückgrad unserer Gesellschaft zersetzt und schon in der Kindheit zu einem Leben als Müßiggänger verführt.

- dass es schon in der Schule und erst recht an den Universitäten die Bildungsanreize nimmt.

- dass es doch bestimmt schon eingeführt wäre, wenn es denn tatsächlich vernünftig wäre, bezahlbar, und wenn es gut für die Wirtschaft wäre.

 

All diese Argumente gegen ein bedingungsloses Grundeinkommen sind nicht überzeugend? Es gibt noch mehr. Nicht einmal eines davon?

 




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10 Comments

  • Fabian Pfeffer

    Das Argument, die Schere würde auseinanderdriften ist insofern verkehrt, als dass Geld an sich ja nicht dazu gedacht ist, angehäuft und behalten zu werden. Dann ist es nichts wert. Das ist nur unterdrücktes Wirtschaftspotenzial.

    In dem Moment, wo ein wohlhabender Mensch von seinem Reichtum Gebrauch macht, ist er von der Konsumsteuer betroffen.

    Das bedeutet natürlich im Klartext auch, dass passiver Reichtum das System zerschlagen könnte. Allerdings zerschlägt es durch die Zinsen auch unser momentanes Kapitalismussystem.

    Der einzige Weg dem entgegenzutreten, ist aus meiner Sicht (Achtung: radikale Gedankenspielerei gedacht als Gedankenanstoß):

    Grundeinkommen und negativer Zins.

    Das bedeutet im Klartext: Uns Menschen steht als Grundrecht zu, etwas Geld zu haben, um leben zu können: Grundeinkommen. Aber das Geld ist kein Selbstzweck, sondern will ausgegeben werden. Wenn wir also das Geld nur lagern und anhäufen, dann muss der Wert sinken, ergo muss ein Zins dafür entrichtet werden, dass dieses Geld nicht am Wirtschaftskreislauf teilnimmt.

    Arbeit wiederum ist Selbstzweck und beschränkt sich nicht auf Erwerbstätigkeit. Lohn muss sich daher auch über Angebot und Nachfrage regeln und muss über der Existenz stehen.

  • Wer Weiss

    Ich muss den Gegenargumenten zu dieser oligophrenen Idee bedingungslos zustimmen.

  • Mit der Grundhaltung die sich in den obigen Zitaten ausdrückt: “Ich traue dir nicht, ich traue den meisten anderen nicht, ich bin enttäuscht von den Mitmenschen, und ich traue mir auch selbst nicht mehr,” können wir nur wiederholen was bisher schlecht funktioniert. Ja, es ist ein Risiko anderen zuzutrauen, dass sie gut mit sich und ihrem Leben umgehen können. – Dieses Zutrauen brauchen alle Eltern in ihre Kinder und müssen es sich oft mühsam erarbeiten: »Ich traue dem Leben«.

    Zuerst müssen wir dieses Zutrauen in uns entstehen lassen, um dann die Früchte ernten zu können. Erst wenn wir etwas für möglich halten, können wir es so umsetzen, dass es funktioniert. Nach 30 Jahren Selbstständigkeit weiß ich wovon ich rede. Ich weiß auch wie grausam der Preis des Gehorsams ist, den Millionen jeden Tag in Schulen und Büros bezahlen. Menschen meinen keine Wahl zu haben und sind lieber “abhängig beschäftigt”, statt selbst zu entscheiden was sie mit ihrem Leben anfangen wollen.

    Gibt es eine Medizin? Ja! Ideen geben was wir mit unserem Leben tun können, unserem Leben Sinn geben, die Selbstwirksamkeit erhöhen, wertvoll und gebraucht im Leben sein, Zugehörigkeit und Autonomie stärken, Verantwortung für mich und dich übernehmen. Und das Schöne ist, das alles kostet nur meinen und deinen MUT. Gutes Gelingen!

  • Es ist ganz einfach. Man lässt die Menschen absitimmen ob sie es wollen oder nicht. Dann müssen sie es auch verantworten. Das nennt man Demokratie.

  • Schwarzwälderkirsch

    Hallo,
    das bGE wäre zwar schön, da viele Leute die Hartz-IV in Deutschland beziehen davon kaum leben können und man menschenverachtend behandelt wird. Trotzdem bin ich von der Idee nicht so begeistert und sehe wie Sie einige Gefahren. Dennoch möchte ich hier kurz ein paar Argumente für ein bGE erläutern.

    Eigentlich lasse ich nur eine Begründung zu, die es rechtfertigen könnte: als Entschädigungszahlung für alle Menschen die kein Eigentum an Produktionsmitteln haben (Grundstücke, Äcker, Goldminen, Fabriken, …). Denn wenn man das Eigentum zurück verfolgt, also die Erstaneignung, dann muss man feststellen: irgendjemand hat irgendwann mal die Frechheit besessen, andere von “seinem” Eigentum auszuschließen. Er hat sich damit gewissermaßen auch gegen die Gemeinschaft ausgesprochen. D.h. wenn es ein bGE geben sollte, müsste es vor allem durch die Eigentümer von Produktionsmitteln/Immobilien (Unternehmen, Privatpersonen) finanziert werden, die sehr viel Vermögen angehäuft haben. Ich möchte das Thema jetzt nicht weiter vertiefen, jeder weiß was ich meine.

    Das mit der sozialen Hängematte, das glaube ich nicht. Die Menschen wollen sich weiterhin etwas leisten und nicht einfach nur auf dem Sofa liegen. Sie müssen sich selbst fragen: wollen Sie weiterhin 1x im Jahr in den Urlaub fahren können? Möchten Sie weiterhin ein Auto fahren? Wenn Sie das bejahen, dann müssen Sie weiterhin Ihre Arbeitskraft verkaufen oder sich Selbstständig machen. Was ich auch noch fair fände ist: man müsste die Arbeit, die heute viele nicht so gerne machen, besser bezahlen. Seien wir doch mal ehrlich: der Müllmann, der Feuerwehrmann und die Krankenschwester machen wichtigere Jobs als ein Vermögensberater, Unternehmensberater oder Börenanalyst. Demanch müsste sich das auch im Preis für Arbeit widerspiegeln. Es ist doch so: derjenige der einen Job hat, der Nahe am Geld ist (Manager, Vorstand, Banker,…) verdient mehr als jemand der etwas für Menschen tut (Krankenschwester,…). Fazit: wichtige Jobs werden schlecht bezahlt, obwohl sie der Allgmeinheit gut tun. (Teilweise) fragwürdige Jobs wie Unternehmenberater, werden sehr gut bezahlt, stiften aber keinen Nutzen.

    Ansonsten sehe ich das bGE eher kritisch. Nach allem was ich so gelesen habe komm ich zum Schluss, dass man an leistungslosen Einkommen, Schuldgeldsystem, freier Marktwirtschaft und Kapitalismus nicht rütteln möchte. Man liese alles beim alten, nur dass man jetzt praktisch ein Taschengeld bekäme. Nein danke, da müssen mir die Leute die dieses ständig propagieren schon etwas besseres anbieten.

    Freundliche Grüße

  • tugrisu

    “dass ein Grundeinkommen nur billig ein Symptom angeht, nicht die Zinsproblematik”

    So lange das jetzige Geldsystem, basierend auf Schuld und dem nicht beibringbaren Zins, besteht, wird jedes eingeführte Grundeinkommen zwangsläufig scheitern. Vielmehr ist ein Geldsystem und Bodenrecht nach Sylvio Gesell BEDINGUNG für ein Grundeinkommen! Dies hat einzig und allein etwas mit Naturgesetzen und Mathematik zu tun. Jeder der versucht, das Grundeinkommen ohne vorherige Änderung des Geldsystems einzuführen, ist in Wirklichkeit ein Gegner des Grundeinkommens, weil es zwangsläufig Scheitern MUSS. Zum Erkenntnissgewinn empfehle ich jedem, sich mit der Wirkweise des momentanen Geldsystems auseinander zu setzen.
    Da für die Kredite Zinsen verlangt werden, ist die Summe der
    Geldforderungen größer als die des verliehenen, vorhandenen Geldes. Dieses System kann überhaupt nur funktionieren, wenn mehr Kredite vergeben als zurückgezahlt werden.
    Mit anderen Worten: Unser Geldsystem ist eindeutig ein Pyramidenspiel!
    Und genau deshalb sind Zinsen NIE zahlbar. Und genau deshalb wird es zum Staatsbankrott kommen. Und genau deshalb wird es zur Inflation kommen. Und genau deshalb wird ein Grundeinkommen ohne Änderung des Geldsystems NICHT FUNKTIONIEREN!

  • Pedrenko

    Für mich ist ein Grundeinkommen nichts anderes als ein Ersatz für Grund und Boden, was mir sowieso zusteht (es ist logisch das jeder Mensch auf diesem Planeten einen Grundstück braucht wovon es sich ernähren kann).

    Wenn es aber nicht möglich ist, muss man jeden mit einem Grundeinkommen entschädigen.

    Wie kann man so argumentieren: Wenn du nichts machst bekommst du auch kein Grundstück. Ich mache was, ich nehme dein Grundstück.
    Jeder Mensch der etwas von der Gesellschaft bekommt um sich zu bereichern soll nicht meckern wenn er etwas abgeben muss.

    Reich werden kann man nur mit Hilfe anderer Menschen.

    Es soll keinen Interessieren was jemand mit seinem Grundeinkommen anfängt. Die ganzen Argumente die ich hier lese, gehen ins leere.

    1+1=2

    Was anderes gibt es nicht.

    Wenn jemand das Grundeinkommen nicht versteht, dann gibt es nur eine sinnvolle Erklärung dafür: Er möchte es nicht.

    Sklaven sind doch fein.

    Besonders die Sklaven die es nicht wahr nehmen, das sie Sklaven sind.

    In unserer Gesellschaft werden nur die Funktionen beigebracht die nötig sind um jemanden auszunutzen. Es ist sehr simpel, jeder kann es.

    Nimm ein Thema wo du dich gut auskennst und bring das jemanden bei ohne das du auf die Kerneigenschaften eingehst. Und schon bringst du deinen gegenüber zu dem Punkt das er absolut nichts versteht und du vor ihm als ein absoluter Fachmann da stehst.

    Genau so läuft es in der Politik.

    Wir haben nur ein Problem in unserer Gesellschaft, fast keiner kann einfach und logisch denken. Dabei weiss jeder was gut und was schlecht ist.

    Wenn etwas zu einfach ist, muss man es kompliziert machen, sonnst kann es nicht Real sein.

    Ich möchte niemanden Angreifen aber die Welt ist wesentlich einfacher aufgebaut als es für manche ist.

    Denkt einfach und unkompliziert.

    Na ja lange Rede kurzer Sinn: Das Leben ist kein Schachspiel, nicht alles kann man berechnen oder vorhersagen.

  • Thomas Schweikle

    “All diese Argumente gegen ein bedingungsloses Grundeinkommen sind nicht überzeugend? Es gibt noch mehr. Nicht einmal eines davon?” — nicht eines davon ist überzeugend. Keines der Argumente ist besser als Ideologie. Ich greife deshalb einmal ein Argument, dass immer wieder gerne angeführt wird, in immer neuen Variationen auf …

    Mehrfach wurde untersucht, wie sich kleine Kinder, Kinder, Jugendliche, und Erwachsene verhalten, wenn ihnen für eine freiwillig verrichtete Arbeit eine Belohnung gegeben wird. Alle Gruppen verhielten sich identisch — sie legten diese freiwillig verrichtete Arbeit beiseite und nahmen sie immer dann wieder auf, wenn sie etwas haben wollten. An einem Beispiel: ein Mensch malt Bilder. In dem Moment, in dem dieses Verhalten regelmässig belohnt wird, stellt er das Malen ein, wenn er die Belohnung gerade nicht braucht.
    Eltern nutzen das teils auch, um ihre Kinder von nicht genehmen Tätigkeiten abzubringen: wird die Tätigkeit belohnt, lässt das Kind diese recht schnell bleiben und führt sie immer nur dann aus, wenn es etwas von den Eltern erwartet.
    Das schlimme dabei: das Weglegen der einst freiwillig, mit Enthusiasmus ausgeführten Arbeit wird sehr schnell erlernt. Der umgekehrte Weg ist, was ebenfalls durch diverse Versuche belegt worden ist, lang.

    Oder ganz kurz: liebe Gegner des bedingungslosen Grundeinkommens — belegt die von euch angeführten Argumente. Zeigt dass sie korrekt sind und dem Verhalten von Menschen angemessen (ich bin überzeugt, dass ihr damit ein “kleines” Problem bekommt) — irgendwelche Behauptungen aufstellen kann jeder. Sie belegen fällt oftmals sehr schwer!

  • Gabriele Raschke

    In den Diskussionen die ich bislang führte war das häufigste Argument gegen das Grundeinkommen (speziell das Grundeinkommen mit der Finanzierung über die Konsumsteuer), dass die Schere arm und reich mit diesem Modell weiter auseinanderdriften wird (Stichwort Meudalismus), weil die sogenannten “Reichen” (die Elite) von ihrem Vermögen/Einkommen nichts mehr werden abgeben müssen und zusätzlich das Grundeinkommen insofern mißbraucht werden könnte, weil es zu niedrig angesetzt wird und man deshalb trotz Grundeinkommen gezwungen wäre JEDE Arbeit anzunehmen. Es ist schwierig solche Bedenken zu zerstreuen.

    Nun und folgendes kommt natürlich als weiteres Argument hinzu:

    Zitat: – dass ein Grundeinkommen nur billig ein Symptom angeht, nicht die Zinsproblematik, nicht die Schere zwischen Reich und Arm, nicht die Finanzspekulation, nicht den Klimawandel, gerechte Preise, nicht Gier, Macht und den Kapitalismus.

    Mit freundlichen Grüßen

    Gabriele Raschke

  • Felix Hau

    Doch, da sind einige Einwände sehr nachdenkenswert und auch durchaus überzeugend. Das für mich wichtigste Argument fehlt allerdings: Das *staatlich organisierte* bedingungslose Grundeinkommen wäre eine weitere *Zwangs*-Maßnahme – die sich wie rechtfertigen lässt? Wer oder was gibt dem Staat das Recht, über die Arbeitserträge freier Menschen zu verfügen, ihnen Geld abzunehmen und es umzuverteilen? – Die Mehrheit in einer Gesellschaft? Ist ein Mehrheitsbeschluss wirklich eine Rechtfertigung für Zwang? – Willkommen in der Demokratur!

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