>Neues Interview mit Prof. Thomas Straubhaar zum Grundeinkommen: "Umbau ohne Angst"
>In einem lesenswerten Interview für den vom Netzwerk Grundeinkommen in Deutschland herausgegebenen „Newsletter Grundeinkommen“ (Nr. 8. Juni 2006) fordert Prof. Thomas Straubhaar, Leiter des Hamburgischen WeltWirtschaftsinstituts, abermals die Einführung eines bedingungslosen Grundeinkommens.
Na damals wurde der Straubhaar noch gefeiert von den BGE-befürwortenden Kommunisten in Basel.
Doch man sehe sich das kürzlichste Replik in der Basler Zeitung von Herrn Daniel Häni an:
Straubhaar wird verrissen, wirklich weitgehend zerrissen von Häni, als ein „Wolf im Schafspelz“ dargestellt. Straubhaar wolle ein „neoliberales“ Grundeinkommen, während Häni für ein „humanistisches“ Grundeinkommen einstehe.
Man mag Herrn Straubhaar mögen oder nicht, aber der Herr kann rechnen. Ich gebe Straubhaar Recht, dass seine Rechnungen stimmen, und er in der Tat ein Grundeinkommen will. Ich will das Straubhaarsche Modell jedoch nicht, da dann Behinderte zu wenig bekommen, ich bin also auch gegen Straubhaars Modell, obwohl dieses das einzige ist, das finanzierbar ist.
Was stellen Sie sich den vor, Herr Häni: Wir setzen ein Gundeinkommen obendrauf, auf den heutigen Sozialstaat?! Da werden selbst Sie unehrlich, denn Sie haben mit der Abschaffung der heutigen Sozialwerke argumentiert, in der ARENA und anderswo, als wir da abgestummen haben! Wenn man ein BGE obendrauf finanzieren möchte, dann sage ich Ihnen Mehrwertsteuersätze von über 100% vorraus, das heisst, ein Produkt wird doppelt so teuer wie heute. Dann braucht es auch wieder ein höheres BGE, da Brot teurer wird, dies wollen Sie dann wieder finanzieren, mit einer noch höhreren Mehrwertsteuer (diesmal von ~120%), usw., usf.
Leider, leider ist das BGE eine Utopie, Herr Häni, deshalb sagt uns der Enno Schmidt dann auch, dass wir gar nicht erst rechnen sollen, da es so eh‘ nie gehen wird: JA, WEIL ES EBEN IN DER TAT NICHT GEHT!!!
Es geht eben nicht, Herr Häni, und ihrer Beiträge auf facebook finde ich sehr fadenscheinig!