Die Diskussion um ein bedingungsloses Grundeinkommen wühlte in der Kunsthalle die Gemüter auf

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Bericht zur Diskussion im Café des Artes in der Kunsthalle in Winterthur im Landboten: „Würden die Leute ihr Potenzial ausschöpfen oder auf der faulen Haut liegen? Die Diskussion um ein bedingungsloses Grundeinkommen wühlte in der Kunsthalle die Gemüter auf. „

Verdienen ohne zu arbeiten*

 

Ausschnitt:

„Weniger Begeisterung für die radikale Umgestaltung brachte Christian Modl auf, Direktor der Winterthurer KMU-Verbandes. Mit dem Grundeinkommen würde der Anreiz verloren gehen, eine Leistung zu erbringen, für die eine Nachfrage besteht, glaubt Modl. «Der Mensch funktioniert in der Realität anders.» … Und mit dem Schweizer Gesellschaftsvertrag würden schwache Mitglieder bereits genügend unterstützt, ist er der Ansicht. Eine weitere Umverteilung von Geld brauche es nicht. Darauf wurde Häni heftig:

«Es geht um eine Umverteilung von Macht, nicht von Geld.»

Beim heutigen Wohlstand gebe es genügend Güter für alle.“

 

* Leider gibt es gleich zwei Missverständnisse im Titel:  Zum einen geht es nicht um „verdienen“, sondern um bedingungsloses Einkommen, zweitens nicht darum, ohne dabei etwas zu arbeiten, sondern darum, dass man arbeiten kann, aber eben mehr selbstbestimmt. Es müsste also heissen: Bedingungsloses Grundeinkommen zum selbstbestimmten arbeiten.

 

 

 

 

Comments

  1. Lieber Robert Bleibeins, ich glaube hier ist ein pringender Punkt: Jeder Mensch hat doch bereits ein Einkommen. Nun geht es darum den Sockel der bestehenden Einkommen bedingungslos zu machen. Nicht mit mit mehr Geld, sondern mit der Bedingungslosigkeit des Sockels. Dadruch kommt die Ermächtigung. Wer nicht muss, der kann.

  2. «Es geht um eine Umverteilung von Macht, nicht von Geld.» – sagt Daniel Häni.

    Ich gehe davon aus, daß Geld und Macht Hand in Hand gehen. Man sagt ja auch: „Geld regiert die Welt.“ Insofern muß man auch Geld umverteilen, um Macht umzuverteilen.

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