Wie die Schweizer BGE-Aktivisten das Grundeinkommen durchsetzen wollen

Interview mit Che Wagner bei der Internet-Plattform MOTHERBOARD VICE:

Wie die Schweizer BGE-Aktivisten das Grundeinkommen durchsetzen wollen

 

Ausschnitt:

2012 haben wir dann die Initiative gestartet, um das Grundeinkommen zu promoten. Wir haben Vertreter aus ganz unterschiedlichen Bereichen in unseren Reihen, unter anderem aus der Politik, Wirtschaft und aus dem Kulturbereich. Natürlich ist es auch sehr gut, wenn man hochrangige Mitstreiter hat, zum Beispiel in unserem Fall den ehemaligen Bundesratssprecher Oswald Sigg.

Eine Grundsatzentscheidung von der Lancierung war, ob wir eine detaillierte Verfassungsinitiative vorlegen oder uns auf den minimalen Grundsatz beschränken. Wir haben uns letztlich für den minimalen Grundsatz entschieden. Wir sehen die genaue Ausarbeitung in Gesetzen—und damit die Finanzierung— eben auch als eine Aufgabe, die die Politiker vornehmen können. Uns geht es vor allem um den Anstoß aus der Bevölkerung.

Wichtig ist, dass Menschen die Idee des Grundeinkommens überhaupt denken können und über sich selbst reflektieren. Das wäre schon ein Riesenerfolg für uns. Deswegen heißt es auch immer, das Grundeinkommen sei keine sozialpolitische Idee, sondern eine Lebenseinstellung.

Es geht uns nicht darum, nur den Armen etwas zu geben, sondern allen etwas zu geben. Es geht darum, dass sich alle fragen, was sie mit einem Grundeinkommen tun würden.

Ich will, dass wir uns alle fragen: Was tu ich da eigentlich? Übernehme ich Verantwortung für mein Leben? Und würde ich das, womit ich mich so den ganzen Tag befasse, auch tun, wenn für mein Einkommen gesorgt wäre?

 

Comments

  1. Das bedingungslose Grundeinkommen wäre die totale Erleichterung für mich und viele andere! Ich könnte so selbständig wie jetzt weiterarbeiten, nur viel entspannter! Das Geld würde locker reichen. Ich hätte mehr zur Verfügung, um Werbung für meine Kurse zu machen, einen Raum vielleicht dauerhaft zu mieten, um Familien zu beraten und zu begleiten. Und dies zu Preisen, die es allen ermöglichen, Rat und Hilfe zu holen. Was kann es wertvolleres geben, als genau das zu tun, was einem Freude macht – profitieren doch die anderen auch davon! Die Menschen wären wahrscheinlich gesünder, weil sie weniger Stress und mehr Freizeit hätten. Eltern hätten mehr Zeit, um sie mit ihren Kindern zu verbringen, und Ferien könnten wir uns auch mehr leisten. Für die Genügsamen würde es mit wenig Zusatzarbeit reichen, andere würden mehr arbeiten. Es wäre freiwillig – und somit viel effizienter! Ich hoffe sehr, dass das Umdenken stattfindet.

  2. Das BGE wird alles verändern und vieles auch vom Kopf auf die Beine stellen. Schon heute hat es große Nachfrage in Thailand die Tiger Babys und in Indonesien die Orang Utan Babys in der Aufzucht-Satzion zu betreuen. Diese Arbeit zu verrichten ist nicht billig: 600 Euro kostet diese Arbeit im Monat!
    Genauso wird es nach BGE Einführung sein, man hat aber durch das BGE genügend Geld sich auch die interessantesten Arbeiten zu leisten!

    Wir verdanken unseren heutigen Wohlstand allein unseren technischen Möglichkeiten, das Wissen hat uns in die Lage versetzt, Hungersnöte die es bei nur 1 Milliarde Menschen 1830 noch überall auf der Welt gab heute bei 7,3 Milliarden Weltbürger zu überwinden.
    Der technische Fortschritt wird immer mehr Menschen frei von Arbeit machen, das BGE ermöglicht es das auch die Arbeitsfreien über ein Einkommen verfügen und das jeder der möchte in Forschung und Wissenschaft tätig werden kann um diesen Planeten endlich in einen lebenswerten Ort für alle zu verwandeln!

    Wenn schon morgen der Chef ein Roboter ist, die meisten Berufe und Arbeitsplätze weg sind:
    http://www.wiwo.de/technologie/smarthome/kuenstliche-intelligenz-mein-chef-ist-ein-computer-seite-all/9829550-all.html

  3. in german language the following occurs:

    also… mich wundert, dass die Akzeptanz dieser Art der Geldflussverteilung nicht viel verbreiteter ist. Ist sie nicht in ihrem Wesen durch und durch demokratisch? (alles Geld gleichmäßig auf alle Bürger verteilt, jeder Geldstrom gleichmäßig zu allen Bürgern geleitet, die dann entscheiden wohin das Geld als nächstes geht? Na gut: am Anfang reicht ein Zehntel der Geldströme aber sollten nicht alle gleicher Maßen teilhaben? (Heute haben auch alle Teil, manche aber haben größere Teile beim Teil haben und haben Einfluss auf das Ob-andere-überhaupt-Teilhaben-sollen und das Einige-sollen-garnicht-Teil haben und auf das Nur-wenn-Du-Dich-demütigen-lässt-darfst-Du-Teil haben-(Hartz-Hartz). Das geht schon ethisch überhaupt nicht: Teilhaben und zwar gleichteilig ist die Forderung der frühen Christen und Ur-Kommunen.) Und meine.Punkt.

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