Tagesschau am Mittag – Bedingungsloses Grundeinkommen für alle

Die Finanzierung des bedingungslosen Grundeinkommens kommt in Reichweite. Die Kampagne für die Abstimmung am 5. Juni ist lanciert. Das Schweizer Fernsehen berichte von der Flyer-Aktion im Hauptbahnhof Zürich und der Medienkonferenz in Bern:

SRF: Wenn 10er-Nötli gratis verteilt werden

 

‚Am frühen Morgen verteilten Aktivisten Zehn-Franken-Noten im Hauptbahnhof Zürich. Sie warben damit für die Volksinitiative «für ein bedingungsloses Grundeinkommen», die am 5. Juni zur Abstimmung kommt. Die verteilten tausend echten Geldscheine dienen als Flyer zum Start der Abstimmungskampagne.

Die Initiative will den Zusammenhang von Arbeit und Einkommen aufbrechen: Alle in der Schweiz lebenden Menschen sollen unabhängig von einer Erwerbstätigkeit ein Grundeinkommen erhalten. Dies soll die Arbeit aufwerten, die Motivation der Menschen fördern und ihnen mehr Spielraum und Eigenverantwortung verschaffen, argumentieren die Initianten.

Alles was sich berechnen lasse, werde in Zukunft von Robotern und Algorithmen übernommen. Damit hätte man in der Schweiz nun zwei Perspektiven, erklärt Initiant Daniel Häni: «Wenn wir nicht für die Menschen schauen, wird das eine tragische Geschichte, denn sie verlieren ihre Existenz. Oder wir sorgen für die Einkommen.»

Als erstes Land der Welt stimmt die Schweiz über einen solchen Vorschlag ab. Abe das Volksbegehren sei jetzt auch im Ausland ein Thema: «In Finnland, in den Niederlanden und in Kanada sind jetzt Versuche mit Grundeinkommen geplant», erklärte Daniel Straub.

Die Frage, ob sich alle Menschen dank dem Grundeinkommen gleich «in die Hängematte legen» würden, verneinte Daniel Häni. Eine repräsentative Umfrage im Auftrag der Initianten hatte gezeigt, dass lediglich zwei Prozent der Befragten bestimmt ihre Arbeit aufgeben würden. 90 Prozent erklärten dagegen, eher oder bestimmt weiter arbeiten zu wollen.

Angesichts der dramatischen Veränderungen in der Arbeitswelt, in der viele Jobs der Automatisierung zum Opfer fallen dürften, bezeichnete Mitinitiant Häni das Volksbegehren gar als «humanistische Antwort auf den technologischen Fortschritt».

Auf Unterstützung der etablierten Parteien kann das Intitiativkomitee nicht zählen. So lehnen Bundesrat und Parlament die Initiative ab. Illusionen über die Erfolgsaussichten machen sich die Initianten denn auch keine. «Es wäre blauäugig zu meinen, wir hätten auf Anhieb eine Mehrheit», sagte Häni. Die Bedenken seien berechtigt, aber auf die Diskussion darüber komme es an.‘

Comments

  1. „Die Initiative will den Zusammenhang von Arbeit und Einkommen aufbrechen: Alle in der Schweiz lebenden Menschen sollen unabhängig von einer Erwerbstätigkeit ein Grundeinkommen erhalten. Dies soll die Arbeit aufwerten, die Motivation der Menschen fördern und ihnen mehr Spielraum und Eigenverantwortung verschaffen, argumentieren die Initianten.“

    Kann ich leider nicht Unterstützen die Meinung. Denn der Mensch ist egoistisch und nicht am wohl seinesgleichen interessiert, solange es ihm selbst gut geht (Auch wenn ihr Heuchler euch das gerne einredet). Dadurch dass das gesammte Einkommen bis 2500.- auf das Grundeinkommen gerechnet wird arbeitet man weiterhin für 4000.- Monatlich 100%, während jemand der nicht Arbeitet für 0% plötzlich mehr als die hälfte davon erhält. Das Resultat daraus ist: Dass man neuerdings eine 100% Stelle für 1500.- innehält, was definitiv weder die Arbeit aufwertet, noch die Motivation steigert diese zu verichten. Ausserdem tötet die Initiative Teilarbeit als solches komplett, da das Einkommen unterhalb eines 80% Pensum für viele Leute schnell unter 2500.- sinken kann, was soviel bedeutet wie, dass sie für ihr 50% Pensum keinen Profit mehr erzielen und dementsprechend ihre Arbeit unter Garantie niderlegen würden. Ich bin der Meinung vielen ist nicht bewusst, dass Sie nicht bloss 2500.- pro Monat extra zu ihrer bisherigen Situation erhalten. Die Initiative bietet nur nichtverdienern einen Vorteil und straft Arbeitstüchtige Bürger! Niemand ist willig Arbeiten zu gehen um einem „Lamaschi“ den Unterhalt zu finanzieren!

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