Pola rennt #6 – Auch Angestellte können sich selbst verwirklichen – Rudolf Minsch, Chefökonom economie­suisse

Pola sucht die besten Argumenten GEGEN ein bedingungsloses Grundeinkommen. Diesmal ist sie zum Chefökonom des wichtigsten Verbandes der Schweizer Unternehmen gereist.

Rudolf Minsch | Auch Angestellte können sich selbst verwirklichen (Vimeo)

Rudolf Minsch | Auch Angestellte können sich selbst verwirklichen (Youtube)

 

 

 

 

“Wir haben in der Schweiz sehr gute Jobs. Viele Leute können sich beschäftigen mit ihren Ideen, ihren Träumen, obwohl sie angestellt sind.”

 

Rudolf Minsch zum Grundeinkommen im Handelsblatt:
Initiative gegen Faulheit?

Dossier bei economiesuisse:
Bedingungsloses Grundeinkommen? – Leider nein.

 

Idee, Regie und Schnitt: Pola Elena Rapatt
Kamera: Alice Grinda, Alexander Baumgartner
Produktion: Daniel Häni
Musik: Black Thunder

 

Pola rennt:

Folge #1 Lukas Rühli | avenir suisse (Vimeo)
Folge #2 Christoph Mörgeli | Nationalrat SVP (Vimeo)
Folge #3 Beate Kostka | Bundesagentur für Arbeit (Vimeo)
Folge #4: Reiner Eichenberger | Prof. für Finanz- und Wirtschaftspolitik (Vimeo)
Folge #5: Patrick Feuz | Chefredaktor Der Bund (Vimeo)

Comments

  1. Das bedingungslose Grundeinkommen ist vor allem für Leute mit bescheidenem Einkommen eine unerträgliche Zumutung. Es darf nicht sein, dass Nichtstuer und Schmarotzer finanziell mit ihnen gleichgestellt werden. Unglaublich bei der ganzen Angelegenheit ist, dass sich einige Befürworter liberaler Argumente bedienen: „Weniger Staat, weniger Sozialbürokratie, dank Einführung des bedingungslosen Grundeinkommens“. Da würde ich allerdings lieber auf eine alte, vergessene linke Forderung zurückgreifen: Den Anspruch auf Arbeit, das Recht auf Arbeit.
    Nun, wir erleben heute die Demontage unserer Werte und Traditionen, die wir so nicht einfach hinnehmen dürfen: Die Abschaffung des Bargeldes in den nächsten 10 Jahren gehört dazu sowie – in jüngsten Vergangenheit – die Abschaffung des schweizerischen Bankgeheimnisses und damit mittelfristig die schwerwiegende Schädigung des Finanzplatzes Schweiz.

  2. Guten Tag

    „Wenn das Grundeinkommen kommt, dann wandere ich aus.“ So, oder so ähnlich tönt es bei vielen Vielverdienenden und Wirtschaftsschaffenden der Oberschicht. Die Abwanderungsquote der arbeitenden Elite dieses Landes wäre enorm. Wenn man die Reichen vertreiben will, dann muss man ein bedinungsloses Grundeinkommen einführen!

    Selbst verdienende Mitglieder des Mittelstandes würden es sich zweimal überlegen, ob sie hierbleiben, oder ob sie ihre Arbeit nicht über der Grenze in Frankreich oder Deutschland anpreisen, wo die Steuerlast ungefähr um den Faktor 3 tiefer liegt.

    Ich persönlich würde entweder von heute auf morgen meine Stelle kündigen und ein BGE in Anspruch nehmen, oder wenn ich im Ausland einen Job mit ähnlichem Lohn in Aussicht habe wie jetzt, auswandern in das puritanische Deutschland, wo man Drückebergern und Zöglingen noch mit Stolz und nicht mit Unterwürfigkeit begegnet!

    Was würde geschehen mit der Restbevölkerung der Schweiz?
    Darüber kann man sicher sagen, dass viele den Sinn der Erwerbsarbeit nicht mehr sehen werden wollen. Mein Nachbar arbeitet auch nichts, warum soll ich dann arbeiten?
    Der Zuzug von arbeitsverweigernden und sozialhilfebeziehenden Ausländern wird sich sicher um einen Faktor x erhöhen, wobei x wohl 1-3.5 beträgt. Afrika, die Ukraine, Spanien, Portugal, der Sudan, und Albanien: alle haben kein Grundeinkommen und sehr tiefe Sozialleistungen für Ihre Bürger. Denken Sie nicht, dass die alle in die Schweiz kommen? Es braucht nur ein Flugticket hierher, wer das Geld dazu nicht hat, kommt über das Mittelmeer.
    Was das Zehn-Jahres-Moratorium betrifft, das Christian Müller vorgeschlagen hat: Damit verschieben Sie das Problem einfach nur nach hinten. Man wird eine Welle der Austritte aus dem Arbeitsmarkt festmachen können nach der Berentung nach 10 Jahren. Ausserdem, die welche neu kommen schlagen sich hier irgendwie zehn Jahr mit Kriminalität durch und sind dann für den Rest ihres Lebens durch eine Berentung des Schweizerischen Staates abgesichert.

    Natürlich gibt es auch eine Gruppe, die profitiert, die gibt es immer. Hier sind es die Gammler, Edelweisspiraten und Leistungsverweigerer, mit denen in der heutigen Gesellschaft eigentlich niemand damit gleichgesetzt werden will. In Deutschland gibt es die APPD, in der Schweiz hat sich noch keiner öffentlich dafür gehabt, mit seiner Arbeitsveweigerung gross anzugeben. Wer für Biertrinkende Jugendliche und alkoholisierte bärtige Männer in der Innenstadt etwas tun will, muss das Grundeinkommen einführen. Damit kommen die nämlich noch einfacher an Alkohol und Drogen. Überhaupt: der Anteil der Menschen, die Drogen konsumieren wird rasant ansteigen müssen, denn nur so kann man die neue Sinnleere des Nichtstuns und die Scham vom Staat abhängig zu sein, ertragen.

    Sie machen die Schweiz kapputt, Daniel Häni & Co. Ich finde es nicht mehr lustig, was hier abgeht und für was für ein Produkt da geworben wird.

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