Pola rennt #5 – Das Grundeinkommen überfordert die Menschen, Patrick Feuz, Chefredaktor

Pola sucht die besten Argumenten GEGEN ein bedingungsloses Grundeinkommen. Diesmal ist sie in Bern bei Patrick Feuz, Chefredaktor der renomierten Tageszeitung „Der Bund“, fündigt geworden:

Patrick Feuz | Das Grundeinkommen überfordert die Menschen (Vimeo)

Patrick Feuz | Das Grundeinkommen überfordert die Menschen (Youtube)

“Das Grundeinkommen würde alles auf den Kopf stellen und die Leute überfordern.”

Analyse-Beitrag von Patrick Feuz im Tages-Anzeiger:
So werden wir nicht glücklicher

Entgegnung von Enno Schmidt:
Was macht das Grundeinkommen mit dem menschlichen Wesen?

 

Idee, Regie und Schnitt: Pola Elena Rapatt
Kamera: Alice Grinda, Alexander Baumgartner
Produktion: Daniel Häni
Musik: Black Thunder

 

Pola rennt:

Folge #1 Lukas Rühli | avenir suisse (Vimeo)
Folge #2 Christoph Mörgeli | Nationalrat SVP (Vimeo)
Folge #3 Beate Kostka | Bundesagentur für Arbeit (Vimeo)
Folge #4: Reiner Eichenberger | Prof. für Finanz- und Wirtschaftspolitik (Vimeo)
Folge #5: Patrick Feuz | Chefredaktor Der Bund (Vimeo)

 

 

Comments

  1. Hi,
    nur gegen das evolutionslogische GE, das ich KREATIV-Lohn nenne, gibt es keine Gegenargumente, denn es setzt sich in dem Moment gegen alle Interessenwiderstände in Politik, Wirtschaft und Gewerkschaft und Wissenschaft durch, in dem es öffentlich diskutiert wird. Die entsprechenden Machttests sind schon gelaufen und recherchierbar.

    Der KREATIV-Lohn startet den evolutionslogischen und -eigenen Exodus aus dem 2%Wachstumszwang-Regime der Kapitalstock-Maximierer, das zur geheimen Macht-Nr.1 ind allen Industriestaaten geworden ist.

    Die evolutionstheorie-blinden GE-Protagonisten werden aber gegen die Diskussion des KREATIV-Lohns auch ihre Widerstände aktivieren. Er ist ja nicht von ihnen erfunden ….

    Grüße, Rüdiger Kalupner

    • Hi,
      ich sollte noch hinzufügen, welche Merkmale und systemischen Wirkungen der KREATIV-Lohn aufweist:
      1. Er wird durch Steuern auf Fremdleistungen finanziert, d.h. auf Energie und Kapitalstock.
      2. Er verteilt den Produktivitätsfortschritt an alle, und zwar in dem Maße, wie diese Fremdleistungen (=Energie- und Sachkapitaleinsatz) durch Selbstleisterungen ersetzen.
      3. Er ist wg. Nr.2 ein (Selbst-) Leistungseinkommen.
      4. Er tritt an die Stelle der Flächentariflohnerhöhungen der Großgewerkschaften.
      5. Er ist ein Selbstläufer, denn er stürzt das fast-geheim herrschende 2%Wachstumszwang-Régime, das die Kapitalstock- und Schulden/Kredit-Maximierer mithilfe der Großgewerkschaften eingerichtet haben. Die Revolution startet an dem Tag, an dem der KREATIV-Lohn als überlegene Alternative zu den Flächentariflohnrunden in die Diskussion kommt.
      6. Er löst den Verteilungskonflikt zugunsten der Leistenden, d.h. der abhängig Arbeitenden und der unternehmerisch Tätigen, die auch das Risiko tragen.
      7. Er wird den menschheitlichen Fortschritt auf dem KREATIVEN Evolutions-/Akzelerationspfad (= Reich der Freiheit) organisieren.
      8. Er hat seine Machttests schon wiederholt in Deutschland und außerhalb bestanden – durch Panikreaktionen in D und eine BASIS-Implementierung in Russland lunter W. Putin.
      9. Er ist der evolutionslogische und -geniale Machthebel für den Exodus aus der 5000jähriger Kulturgeschichte, die eine der Machtkämpfe war, und als Crash-folgt-Crash-Ordnungsgeschichte (= Reich der Notwendigkeit) bezeichnet werden muß.

      usf.

      Grüße, Rüdiger Kalupner

  2. Also ich muss schon wirklich fragen, wie Herr Feuz auf diese (ich kann es nicht mal Argumente nennen) Behauptungen hernimmt. Kann jeder einfach irgendeinen Misst behaupten und kommt damit davon?

    Ich höre of das Argument, dass die Menschen mit dieser Verantwortung klarkommen werden. Oder hier überfordert sein werden. Was ist das denn für ein Menschenbild. Also wenn der Mensch nicht kontrolliert wird und einfach so Geld bekommt, dann droht die Welt in Anarchie zu enden? Das ist ein vollkommen falsches Bild vom Menschen.

    Es fängt schon dort an, dass Menschen leisten müssen, um es überhaupt etwas Wert zu sein. Nur wer leistet sollte Geld bekommen. Das Menschenbild muss sich dahin ändern, dass der Mensch einen Grundwert hat. Alle Menschen haben einen Wert, nicht nur die die leisten.

    Auch das Argument der Existenzkrise von Arbeitslosen ist an den Haaren herbeigezogen. Menschen fallen in einen Krise, weil ihnen ständig gesagt wird, dass sie nichts Wert sind, wenn sie nicht in einem „versicherten Arbeitsverhältnis“ beschäftigt sind.

    Und was ist das für ein Blödsinn mit der Freizeit? Also Krisen in der Familie treten am meisten an Weihnachten auf? Das liegt daran, dass der Mensch dort die Zeit hat sich eigentlich mit Problemen auseinander zu setzen! Nach ihrem Argument sollten die Menschen am besten durcharbeiten und gar nicht mehr die Zeit haben sich mit grundsätzlichen Problemen ob zwischenmenschlich oder bei einem selbst auseinanderzusetzen.

    Ich bin davon überzeugt, dass durch das Grundeinkommen, Menschen erst recht anfangen über Probleme in ihrer Umgebung nachzudenken und im Gegenteil eine sinnhafte Beschäftigung eingehen. Denn sie wissen dann, dass sie einen Wert haben ohne einen Chef zu haben und sie haben dann die Zeit über die Sinnhaftigkeit nachzudenken. Ich kenne viele Menschen, die nicht angestellt sind, dafür aber etwas wirklich sinnvolles für die Welt tun.

    Ihre Angst, Herr Feuz, ist unbegründet.

  3. Argumente die an den Haaren herbei gezogen sind z.b; Man möchte Anerkennung haben für seine Arbeit haben. Ja Logo, aber die Grundbedürfnisse zu befriedigen, dafür braucht es keinem Anerkennung. 2. Arbeitslose stürzen in eine Sinnkrise, auch korrekt aber nicht weils sie zu wenig Anerkennung kriegen, sondern weil sie Exsistenangst erfahren, anderst müssten dann ja alle Rentner verrückt werden. Dran bleiben wir müssen noch viele überzeugen.

  4. Wer verspürt den unbändigen Drang, sein Einkommen und seinen Besitz zu vermehren? Richtig: Es sind nicht die, so nur über so geringe Summen verfügen, dass sie – trotz eisernen Sparens – nie auf einen grünen Zweig kommen werden. Es sind die, für die es sich lohnt zu sparen und sich dafür auch anzustrengen. Wer über ein notwendiges Polster bereits verfügt, für den ist alles, was darüber hinaus dazu kommt, reiner Gewinn und die Chance, auf mehr Wohlstand. Ich weiß, das ist nicht die eigentliche Idee des bedingungslosen Grundeinkommens. Es nimmt aber dem Argument, „dann arbeitet ja keiner “ vielleicht etwas den Wind aus den Segeln. Die Möglichkeit, sich durch Arbeit zusätzliche Ansprüche erfüllen zu können, dürfte sich die Mehrzahl nicht entgehen lassen.

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