Katja Gentinetta argumentiert gegen das Grundeinkommen

Ein interessanter Gastbeitrag in der Aargauer Zeitung von Katja Gentinetta:

Der Gipfel der Anspruchsgesellschaft

Die Diskussion um ein bedingungsloses Grundeinkommen wird zunehmend ernstgenommen. Nebst Roger Köppel oder etwa Beat Kappeler äussert sich auch Katja Gentinetta sehr engagiert gegen das Grundeinkommen. Ihre Argumente sind kurz zusammengefasst folgende:

Das Grundeinkommen verleitet dazu nicht mehr für sich selber zu sorgen. Ein „Anspruchsgesellschaft“ ist die Folge davon.

Das Grundeinkommen würde die Menschen „sich selbst überlassen“. Jeder würde gleichviel erhalten ohne Bedarfsnachweis.

Die Finanzierung eines Grundeinkommen stehe in den „Sternen“. „Von nichts kommt nichts“. Das Grundeinkommen würde unseren Wohlstand gefährden. Viele würden „ihre Erwerbsarbeit auf ein Minimum reduzieren oder ganz einstellen“.

Ein bedingungsloses Grundeinkommen stelle die Grundsätze einer (direkten) Demokratie in Frage. Diese lebe davon, dass „jede und jeder die Verantwortung für sich selbst und eine Mitverantwortung fürs Ganze hat, das Recht, aber auch die Pflicht, ganz individuell einen Beitrag zum Gemeinswesen zu leisten.“

Interessant, wie hauchdünn der Argumentationsverlauf für oder gegen das Grundeinkommen verlaufen kann. Ich freue mich auf die kommenden Diskussionen. Daniel Häni

Comments

  1. Jetzt ist aber Ruhe hier, auf dem Board!
    Es wurde viel Unsinn geschrieben in den Kommentaren, deshalb lassen Sie mich hier klarstellen:
    Katja Gentinetta hat Recht! Sie hat einfach Recht. Ein BGE geht nicht! Ein BGE geht nicht!

    Jeden Versuch eine BGE-GEsellschaft heranzuzüchten, muss scheitern, an der Realität! Ein BGE geht nicht!

  2. Hallo,

    also finanzierung lass ich hier mal weg, wurde schon 10mio mal überall sonst durch gekauft, sicher für viele die sich damit noch nicht beschäftigt haben auch eine brennende wenn nicht die brennende Frage.

    Um es auf den Punkt zu bringen, bringen wir mehr Dienstleistungen und Produkte als Gesellschaft zu stande wie jemals zu vor und können haben wir für jeden eine Wohnung und Essen und noch ein bisschen mehr zur Verfühgung, ja… Geld ist hier nur ein Mittel um das irgendwie zu organisieren die verteilung, es hat keinen Wert an sich. Geld ist Wertlos nur der Glauben daran und das was dahinter steht, die Waaren sind der Wert.
    Das ist mal eine Antwort darauf, gibt noch verschiedene andere Ansätze ausgerechnete Modelle etc.

    Aber worauf ich hin kommen wollte, da fragt man sich schon ob sie von jemand bezahlt wurde solch abstrusse Meinungen angeblich zu haben. Meine Fantasie reicht fast nicht so weit, aber gut nehme mal an das sie das alles Ernst meint.

    Sie sagt, schon mal das sie diesen Job nur unter Zwang macht, das sie ihn nur durch Nötigung zu etwas das sie nicht mag macht. Gut soweit nicht wirklich verwunderlich, sicher es gibt noch erstaunlich viele die Ihre Berufe mögen, trotz den ständig verschlechterten Arbeitsbedingungen, das wundert mich immer eher.

    Aber gut, das was mich verwundert ist, das sie offenbar erpresst und zu dieser Arbeit gezwungen werden will. Wie kann man gerne ein Sklave sein wollen? Will man nicht übers Leben nachdenken müssen oder was?

    Ich mein wenn sie das für sich will bitte, es gibt auch Sadomasostudios wo Leute sich daran erfreuen geschlagen zu werden, jeder wie er will, aber diese Studios haben ein prinzip 3. die da nicht einwilligen, werden die nicht einsperren und schlagen.

    Dann dieser Satz:

    „Das Grundeinkommen verleitet dazu nicht mehr für sich selber zu sorgen“

    Das interessante daran ist das es implizit unterstellt, das z.B. sie heute für sich selber sorgen würde.

    Das stimmt aber nicht, für sie sorgt der Bäcker und der Bauer und die gesamte Arbeitsgemeinschaft, sie macht „nur“ Presse, ohne diese Leistung würde der Bauer nicht große Probleme bekommen, umgekehrt ohne Bauern könnte die gute Frau noch so viel berichten, sie und wir alle würden verhungern, oder zumindest ein großer Teil davon ein paar würden vielleicht im Kampf um die letzten Bucheckern im Wald obsiegen über die anderen und überleben.

    So diese Leute sorgen wirklich für sich selbst (wobei auch eher indirekt oft, da sie ihre eigenen Produkte auch erst veredelt oft essen, aber sagen wir mal sie zwacken noch ein teil für sich selbst ab, und sie könnten selbst für sich sorgen eventuell) praktisch alle anderen sorgen nicht für sich selbst, für alle anderen wird gesorgt. Sie tragen natürlich zu einem großen Luxus über die Grundversorgung hinaus zu bei, aber sie sorgen nicht in dem Sinn für sich selbst.

    Geld zu bekommen relativ willkürlich oft in der Höhe, heißt nicht das man für sich sorgt, außer man hätten einen Magen der dieses Geld als Nahrungsquelle verträgt.

    Besonders witzig wirds wenn man in der Presse ist wo wahrscheinlich auch staatlich oder zwangsabgaben wie hier finanziert ist oder wie ist das mit dem sender?

    Da hat noch nicht mal jemand direkt diese Leistung als Mehrwert definiert, also ein Markt oder sowas… also ist sogar fraglich ob die Leute das als was positives Luxusgewinn oder Terror oder dazwischen überflüssig egal empfinden.

    Aber interessant solch komische Meinungen zu finden, da finde ich allerdings das stumpfe, das kann man doch nciht finanzieren und ich will die anderen nicht durchfüttern wenn auch genauso falsch, aber doch noch verständlicher… aber vielleicht hängt das zusammen in was für einem Umfeld man lebt.

  3. >Wenn die Argumente ausgehen verweist man gerne auf schon Gesagtes. Das tönt auch bei G. Werner ähnlich: siehe Vortrag so und so, siehe Vortrag so und so………die gleichen Argumente, nichts Neues, leider.

  4. >@Alle

    Auf einen Kommentar zu einem Artikel vom 2. Nov. 2010 zum SYNA-Kongress auf der Website von BIEN-CH habe ich am 14. April 2011 eine Antwort geschrieben die auch exakt hierher passt. Ich möchte diesen aber hier nicht nochmals schreiben, wenn Ihr wollt, könnt Ihr ihn unter folgenden Link auf die BIEN-CH Website abrufen und lesen:
    http://bien-ch.ch/de/node/209#comment-242

  5. >Die Grenzschicht zwischen Selbstverantwortung und Anspruchsverhalten ist wirklich dünn. Wenn alle sozialen Transferleistungen stark vereinfacht werden, gibt es weniger Verwaltung, weniger Streit und weniger Diskrimminierung und Herabsehen auf die Betroffenen. Was ich im Sinne der Würde des Einzeln Humans begrüße. Das BGE wäre finanzierbar, wenn die Höhe noch Ehrgeiz freisetzt, mehr zu verdienen und somit auch mehr erreichen zu können.

  6. >@J Rutz Zürich: Ja, es ist einfacher den Marktschreiern nachzulaufen, wie selbst zu denken. Haben sie schon mal Herr G. Werner, D. Hàni. gefragt, wie sie die sozialen Aspekte dieser Art des BGe sehen? Es ist eine Steuer- und Wirtschaftsreform, was mit BGE überhaupt nichts zu tun hat. Solange es pro Wirtschaft und gegen Mensch geht, ist es nicht sozial verträglich.

  7. >Wow, mal was vernünftiges von Frau Gentinetta. Gratuliere zur Einsicht!
    Die Folgen des Grundeinkommens sind Inflation und Dutch Disease (Holländische Krankheit). Alles schon zig-mal in der realen Welt durchlaufen. Dass Wellershoff diese Idee sogar noch unterstützt finde ich sehr bedenklich. Hat mal jemand seine Doktorarbeit auf Plagiate untersucht? ;))

  8. >@J. Rutz Zürich
    Ja wer Milliadären anstaunt kommt nicht weit beim selber denken, und wer Hänis Milchkaffeemädchenrechnung, die zwar wunderbar ins Werner Konzept passt, weil sie Leuten wie ihm endgültig jede Steuerlast, spricht jede gesellschaftliche Mitverantwortung abnehmen würde, nicht durchschaut, für den ist das alles sehr verwirrend. Ein Grundeinkommen kann, wie so vieles unterschiedlichen, ja gegensätzliche Zwecken dienen. Dem Erhalt des Kapitalismus, als Almosen oder der Emanzipation des Menschen von Zwang sich ausbeuten lassen zu müssen. Dass Werner das erste will ergibt sich aus seiner sozialen Stellung, dass Häni ihm mit dem Konsumsteuermodel Schützenhilfe leistet ist Fakt und dass die kapitalistische Kapelle am lautesten spielt, dürfte auch nicht wirklich erstaunlich sein. Aber dass die Idee mehr oder weniger alle Steuern durch eine gigantische Konsumsteuer zu ersetzen der Münchhausenstory gleicht, sich am eigenen Schopf aus dem Sumpf zu ziehen – die Konsumenten sich gegenseitig – scheint, Sie sind ein Beweis nicht so schlüssig auf der Hand zu liegen. Macht nichts, bleiben sie bei ihrer Bewunderung, sollte es genügen ans BGE zu glauben wird es ja eh kommen. Wenn nicht, kann mensch ja immer noch Leuten wir mir die Schuld gegen, die es Glauben an das Gute im Milliardär haben fehlen lassen. Wie wird man als so guter Mensch eigentlich mehrtausendfacher Millionär? Vielleicht doch durch die Arbeit andere? toi toi toi max

  9. >@max meer

    Ihre lange Rezension zum Beitrag von Frau Gentinetta in der az ist doch genauso verwirrend wie der rezensierte Beitrag selbst. Befremdend finde ich Ihre herabsetzenden Äusserungen über Daniel Häni und den grossartigen Menschen Götz W. Werner wo Sie Daniel Häni lediglich als Propagandisten im Dienste seines "kapitalistischen Brotherren" Götz W. Werner darzustellen versuchen. Solche Äusserungen sind völlig fehl am Platz! Auch mit Ihren rassistischen Bemerkungen am Ende Ihrer langen Rede haben Sie sich selbst entlarvt!

    Sorry mate!
    Was Sie hier rauslassen, hat mit der grandiosen Idee des bedingungslosen Grundeinkommens nichts mehr zu tun!!

  10. >Ein ganz schönes Erlebnis heute: Da habe ich einen Arbeiter gefragt ob er mit einem Grundeinkommen weiter arbeiten würde. Seine Antwort "Ja sicher, warum nicht? Und meine Frau würde sicher das Selbe sagen…" Herrlich erfrischend, wie ehrlich er das gesagt hat. Und es ist schön zu sehen, dass ihm die Arbeit Freude macht.

  11. >Wes Brot ich ess, des Lied ich sing. II

    Dass die bisherige Form unsere Gesellschaft zu organisieren, global – gerade im Zusammenhang mit dem Geldwesen – in Frage steht, mag die Dame – den Kopf tief im Sand des Weiter-wie-bisher nicht mal erwägen. Die Angst vor den Chinesen rinnt ihr dennoch aus der Feder. Die Chinesen sind für die Apologeten der profitgetriebenen Marktwirtschaft was einst der 'schwarze Mann' für die Eltern war, die Drohpuppe, mit der jede Alternative im Keim erstickt werden soll. Die Versklaven, wenn wir mithalten wollen, müssen wir dies auch tun.

    Zuletzt die gesellschaftliche Teilhabe in der Demokratie. A: Wie kann demokratisch genannt was die übergroße Mehrheit per definition, per Verfassung! von jeder Mitentscheidung ausschließt? Eigentum steht außerhalb demokratischen Mitenteinscheidung. Grundeinkommen verwirklicht erst Demokratie, gibt ihr die bisher fehlende wirtschaftliche Basis, ist die Bedingung von Teilhabe.

    B: Und hier wird es nun geradezu ekeleregent. Nach Ansicht der politischen Autorin steht in Zweifel, ob Verantwortung und demokratische Teilhabe ohne Erwerbsleistung überhaupt möglich ist. Die Gesellschaft als Klub der Produzenten. Dass diese Ansicht so nebenbei Mütter zu (unbezahlten) biologischen Produzenten abstempelt, ist ein Punkt. Dass sie in mitten eines nie dagewesenden Überschusses eine Notgemeinschaft imaginiert, die die Anstrengungen aller benötig um zu überleben, ist mehr als vorauseilende Panik, das ist ideologische Einpeitscherei. Dass dies auf ganz ungewollte Weise, all die aus Gesellschaft ausschließt, die es nicht nötig haben auch nur einen Finger krumm zu machen, aber dennoch am meisten von ihr profitieren, zeigt wie wenig die Dame über ihre eigenen Worte nachgedacht hat. (Geldbesitz ist keine Leistung und kein Betrag zur Gesellschaft – auch wenn Schweizer gegenteiliges behaupten.)

    Wer allgemein Verantwortung von Menschen, ja ihre Fähigkeit dazu, in Zweifel zieht, weil sie gewollt oder ungewollte nicht in die Tretmühle des Konsumismus steigen,
    wer unterstellt, nur wer 'diese' Gesellschaft zu erhalten bereit ist, wäre überhaupt in Gänze Mensch, offenbart ein Menschenbild, dass sich von dem der Nazionalsozialisten nur graduell unterscheidet. Was jenen die Volksgemeinschaft ist, der jede zu dienen hat, ist hier die 'Mitverantwortung fürs Ganze' der – so die ideologische Botschaft – nur durch Erwebsleistung genüge zu tun ist. Gott ist tod, lang lebe Calvin.

    Die Methode unter den unter den utopischen Modellen nach undurchführbaren Einzelheiten zu suchen und diese vorzuführen, ist Lohnschreiberei und eines Philoshophen unwürdig.

    Wer Grundeinkommen ablehnt, zwingt damit jede auf Teufel komm raus, irgend etwas zu veräußern und sei es, indirekt oder direkt, die eigene Haut. Wer Grundeinkommen ablehnt, stempelt jede die dies nicht will oder kann zur Almosenempfängerin ab, die unter staatlicher Vormundschaft zu halten ist. Wer Grundeinkommen ablehnt relativiert das Menschsein Erwerbsloser.

    Was hat ein solches Menschenbild im 21. Jahrhundert für eine Berechtigung? Mit welchem Recht maßt sich hier eine weiße, patriarchale Elite an Menschen nach ihrem Profiteffekt zu kategoriesieren? max meer

  12. >Wes Brot ich ess, des Lied ich sing.
    zum Beitrag der schweizer Philosophin Katja Gentinetta in der az – 20.4.11

    Leuten wie Werner-Jünger Häni macht solcher Gesang zu Propagandisten ihres Brotherren, dass ist normal. PhilosophInnen ist dies jedoch nicht gestattet, sie hören auf PhilosophInnen zu sein, wenn sie Glaubenssätze nachbeten. Propagandisten mögen behaupten rot ist grün oder umgekehrt und je mehr dies für denkbar halten, um so erfolgreicher gelten sie. Denker die anfangen die Wirklichkeit ideologischen schön zu reden, werden zu Lügnern und disqualifizieren sich.

    Zu den sogenannten Argumenten. Das älteste Argument aller Ausbeuter war und wird immer bleiben: Es reicht nicht für alle. Wer dies behauptet, wer Milliardäre für eine notwendige und unvermeidliche Gesellschafterscheinung ausgibt, ohne die die Menschen ihr Dasein nicht geregelt kriegen, ist entweder, eingedenk der globalen Folgen dessen was da für unvermeidlich ausgegeben wird, menschenverachtend zynisch oder wirklich schlicht. Der Behauptung, es muss Ausbeuter geben, hielten schon die Bauern des Mittelalter entgegen: "Als Adam grub und Eva spann, wo war denn da der Edelmann?" In schlichten Worten, Ausbeutung ist eine historische Erscheinung und keine natürliche.

    Es reicht schon lange für alle. Massenmord durch unterlassene Hifleleistung – verhungern lassen – ist nicht nötig, sondern ein Verbrechen. Ein immer größer werdender Teil des global erzeugten Reichtums wird in einem ebenso sinnlos, wie tödlichen Konkurrenzkampf verschwendet. Dort sind die Mittel die es erlauben würden jedem Menschen auf Erden sein Recht zu leben materiell zu garantieren. Die ganz Scheinheiligkeit der Diskussion kommt an den Tag, wenn ein Milliardär dem "es reicht nicht" öffentlich widerspricht (gerade um sein Dasein als Milliardär zu rechtfertigen). Sich die ihm zugeneigten Seiten anzuschauen und ihre Scheinheiligkeit zu entdecken, ist keine Kunst. Dass der Milliardär nur will, dass die 'Armen' untereinander anders teilen, ist logisch. Dass die 'Armen' mit Arbeit spüren, dass es nicht für alle reicht – wenn dies bedeutet sie sollen von ihrem Anteil abgeben – ist ebenfalls logisch. Und so wird Aufmerksamkeit absorbierend (jeder hat nur eine begrenzte Menge davon zur Verfügung) eine Scheindebatte geführt, um die entscheidende Frage: Wie kann das nur gemeinsam Erzeugbare gerechter verteilen werden, zu vermeiden. Denn dann würde zu Tage treten, ohne diese auf Vernichtung zielende Konkurrenz kommen wir locker mit freiwilliger und freiwillig bezahlter Arbeit aus. Der Zwang zu freiwilligen Selbstversklavung (unfreiwillige Lohnarbeit oder schlimmeres) ist nicht notwendig zur Deckung des Bedarfs, aber er notwendig um eben jenen Zwang zur Versklavung aufrecht zu erhalten.

    Zum zweiten Argument: Die Autorin geht ganz selbstverständlich davon aus, der patriarchale Staatsapparat muss erhalten bleiben. König hin Demokratie her, die Menschen müssen unter der Aufsicht und Kontrolle durch einen übermächtigen und anonymen Machtapparat verbleiben – logisch, wer garantierte sonst den Überreichen ihre Anmaßung. Jeder Gedanke diesen Apparat abzuwickeln, soll durch Hochrüstung des selben im Keim erstickt werden. Wer so denkt begeht Hochverrat. Dass die Schweiz allein für ihre Armeeillusion Vermögen vernichtet (welchen Zweck haben die modernsten Kampfjets und alles was dazu gehört, wenn der Ausschluß aus dem internationalen Bankenhandel per Knopfdruck möglich ist?), 'ihre Seite' also ganz real mit 'schier unbezahlbaren' Phantasien herumspielt, kommt der kritischen Gesellschaftanalystin nicht über die Lippen (oder in den Sinn). >—> geht weiter

  13. >Frau Gentinetta sagt:
    Das Grundeinkommen verleite dazu, nicht mehr für sich selber zu sorgen. Eine Anspruchsgesellschaft sei die Folge davon….

    Frage:
    Und sowas sagt eine Frau, die doch ihr (bestimmt nicht geringes) Gehalt fast ausschliesslich aus Steuergeldern von Staat bezieht?
    Frau Gentinetta, was hegen Sie eigentlich für ein Menschenbild?

    Frau Gentinetti sagt auch:
    Das Grundeinkommen würde die Menschen sich selbst überlassen. Jeder würde gleichviel erhalten ohne Bedarfsnachweis…..

    Frage:
    Frau Gentinetta, und Sie bestimmen natürlich, wie hoch der Bedarf eines Menschen sein soll?
    Sagen Sie mal, was massen Sie sich eigenlich an, wer glauben Sie eigentlich zu sein?
    Woher nehmen Sie das Recht zu bestimmen, was eines Menschen Bedarf sein soll?
    Frau Gentinetta, Ihre Überheblichkeit ist total unerträglich! Schämen Sie sich nicht?

    Frau Gentinetti sagt auch:
    Die Finanzierung des bedingungslosen Grundeinkommens für alle sei nicht möglich und würde "unseren Wohlstand" gefährden… oder: ein bedingungsloses Grundeinkommen würde die Grundsätze einer direkten Demokratie in Frage stellen….

    Frage:
    Frau Gentinetti, was genau meinen Sie mit "unseren Wohlstand"?
    Und
    wer meinen Sie mit "Uns"?
    Und was verstehen Sie eigentlich unter direkter Demokratie?

    Diese Fragen stellen, heisst sie beantworten:

    Was im früheren Ostblock (UDSSR, DDR) unter "sozialistischer Demokratie" praktiziert wurde war doch nichts anderes als die reine marxistisch-faschistische Diktaur einer kleinen Minderheit von Kapitalisten (die heilige Familie und das Kapital) über die grosse Mehrheit des Volkes.
    Das nennt man: "Zentralisierter Kapitalismus"

    Und das, was wir als "westliche Demokratie" oder in der Schweiz als "Direkte Demokratie" wahrzunehmen glauben ist doch in Wahreit auch nichts anderes als lediglich eine andere Form der marxistisch-faschistischen Diktatur einer kleinen Minderheit von Kapitalisten ( Das Kapital und die heilige Familie) über die Mehrheit des Volkes.
    Und das nennt man: "Dezentralisierter Kapitalismus".

    Diese beiden Systeme sind doch in Wirklichkeit Ein und das Selbe und sind doch die wahre Ursache für alle Kriege und die grosse Armut auf der Welt und alle grossen Finanzkrisen. Es ist nicht nur die Diktatur der "Class Politique", es ist in Wahrheit die Diktatur des Kapitals!
    Um die wahre soziale und direkte Demokratie zu erreichen, wo jeder einzelne Mensch frei ist und sein Land mitgestalten kann, muss auch das Kapital in den Händen jedes einzelnen Menschen sein.
    Das geht aber nur mit einer "radikalen Reform" des gesamten Banking- und Steuersystems!

    Deshalb muss jetzt ein total neues Paradigma erschaffen werden!

    Dazu gehört:

    Die umgehende Verstaatlichung der gesamten Finanzwirtschaft d.h. aller selbstdienenden privaten Banken und Finanzinstitutionen

    Die sofortige Abschaffung der Lohn- und Einkommenssteuer

    Die Einführung einer einzigen Verbrauchersteuer

    Die Einführung des bedingungslosen Grundeinkommens für Alle.

  14. >Also, diese Frau machte sich wenigstens die Mühe sich im Internet zu informieren. Das ist schon ein Pluspunkt. Bei der Argumentation ist sie wie die Befürworter, es wiederholt sich, doch zeigt sie deutlich, dass sie die Entwicklung der Bewegung gut verfolgt, sie ist auf dem Laufenden, das verdient doch einen gewissen Respekt. Die Befürworter reagieren erst auf Kritik der Gegner um Argumente oder Neugestaltungen vorzunehmen, das heisst, es ist nicht wirklich durchdacht, auch nach so vielen Jahren nicht. Es gibt noch Schwachpunkte. Jede Gegnerschaft hilft doch Schwachpunkte zu überlegen und sie dann zu ändern, Sagt doch auch den Gegnern Danke. Das zeigte mir dieser Artikel.

  15. >Den Kritikern fällt nun wirklich nichts Neues ein….erschreckend. Und ich kann die immer gleichen Argumente langsam nicht mehr hören… gääähhhn…

  16. >So lange es noch Menschen gibt wie Frau Katja Gentinetta, die sich vehement an einem System eines jetzt rapide zu Ende gehenden dunklen Zeitalters festhalten wollen wird die Umsetzung einer solchen grandiosen Idee wie das bedingungslose Grundeinkommen für alle leider noch etwas warten müssen.
    Der magnetische "Verstand" dieser Menschen wurde dermassen vollgemüllt mit sogenannter "Bildung", dass sie ihr wahres elektrische "ICH" nicht mehr erkennen können, ihr Zugriff auf die Intuition des allumfassenden göttliche Bewusstsein (Pineal Gland Direct Access) ist total verkümmert und blockiert, so, dass sie nicht mehr in der Lage sind die jetzt rasant ansteigende Schwingung des kosmischen Lichtfeldes des bereits begonnenen "Neuen Zeitalters" aufzunehmen und zu verarbeiten.
    Vielleicht verkünden ja die in Stein gemeiselten mysteriösen Worte auf den "Marksteinen von Georgia" (USA) tatsächlich das Schicksal dieser verblödeten Spezies genannt Mensch?
    Ich kann Frau Gentinetta nur zurufen: Wachen Sie auf!

  17. >Eine Demokratie sollte nicht auf Wirtschaft, Politik und Religion basieren sondern auf der Menschenwürde. Es ist sehr interessant zu lesen, wie diese Frau an Mustern geheftet ist, sich ihrer selbst gar nicht bewusst und deswegen eine enorme Angst hat. Nichts weiter ist sonst zu sehen 🙂

  18. >Die Bedarfsnachweisargumentation kennen wir doch schon vom Existenzminimum – Demokratie ist ja nun wirklich schon Zumutung genug! Teilhabe an dieser zu ermöglichen wäre nun wirklich zu demokratisch!

  19. >Es ist ja nun eindeutig, dass das Thema Grundeinkommen herausfordert. Es fordert von demjenigen, der diese Idee vor sich sieht, sich seinem eigenen Lebensimpuls zu stellen. Das heißt: danach zu fragen. Man muss sich auf eine der beiden Seiten stellen. Man stellt sich selbst dort hin. Die eine Seite ist diejenige, die dem Menschen (also auch sich selbst) zutraut das zu tun, was er tun will. Diesem zu folgen. Das ist die Unterzahl. Die andere Seite traut sich das gegenwärtig noch nicht zu. Doch stehen wir in einer Entwicklung, in der die Zahl derer, die sich selbst zu folgen den Mut aufbringen, zunimmt. Das ist der Kernpunkt: Vertrauen in das, was der Mensch wird. Vertrauen in den, der ich werde. In der Suche nach diesem Vertrauen vereinen wir uns als Gesellschaft, als Menschheit. Und begonnen werden kann nur bei jedem Einzelnen. In jedem einzelnen steckt die Zukunft der Gesellschaft. Hier kämpfen dieselben Kräfte. Und entschieden wird der Kampf um die Zukunft durch den Mut des Einzelnen, der sich seiner Aufgabe, seiner Berufung stellt, egal, was die Außenwelt dafür von ihm fordert. Die Zukunft der Gesellschaft wird gestaltet aus der Individualität heraus, bewusst. Jeder spürt die Gefahr des Gegenteils, in der wir leben, nämlich: wenn die Gesellschaft das Individuum meint prägen zu dürfen. Da sehen wir, wie das Vertrauen fehlt. Doch es entwickelt sich. Vertrauen wir.

    rm

  20. >"Denn jeder hat etwas wozu er sich berufen fühlt, und genau dem würde er nachkommen."

    Sofern er ein Mensch ist, der sich der Schönheit des Lebens stellt und sich nicht mit Drogen wie Zucker, Fernsehen und anderen Suchtmitteln ins Unglück betäubt. Die Frage ist doch: kann man die Selbstentwicklung (denn die steht vor der Selbstverwirklichung) durch z.B. die Einführung eines Grundeinkommens tatsächlich gezielt fördern?! Oder würde es die große Masse zum jetzigen Zeitpunkt eher überfordern und diese Gesellschaft erst recht ins Unglück stürzen? Denn es muss auf jeden Fall genug von diesen herzensgebildeten und gebenden Menschen geben, damit diese dann in einer freien Welt tatsächlich die Menschen zu ihrem Glück inspirieren könnten. Denn von einem allein materiellem Wohlstand hängt das gar nicht ab:
    http://www.terrapie.de/html/suizid.html.

    Jeder Mensch ist eine Zelle des Organismus namens Gesellschaft und jeder, der sich und andere Entwickelt, trägt dazu bei, dass diese Gesellschaft sich in eine neue Entwickelt.

    Auch sehr schön passend zu dem Thema:
    http://www.youtube.com/results?search_query=robert+betz+das+ende+der+konkurrenz&aq=f

    Was ich natürlich unterstützen muss ist, dass eine Gesellschaft der Gleichheit mehr Glück und Zufriedenheit bedeutet. Aber ist da das Grundeinkommen die erste Schraube? Oder sollte man nicht viel mehr als aller erstes Denen, die zu viel bekommen, Einhalt gebieten? Stichwort passives Einkommen und Subvention.

    Ich hoffe ich konnte jemanden inspirieren da draußen.

  21. >Das bediningungslos Grundeinkommen steht nicht im Wiederspruch einer wahren Demokratie!
    Jeder Mensch würde anfangen Mitverantwortung für die Gesellschaft zu übernehmen, und vor allem für sein eigens Handeln. Denn jeder hätte die gleichen Bedingungen und jeder Mnesch strebt danach etwas zu leisten und darin gut zu sein.
    Keiner würde garnichts tun.
    Denn jeder hat etwas wozu er sich berufen fühlt, und genau dem würde er nachkommen.

    Was sich jedoch sehr verändern würde, wovor sich die Politiker, meines Erachtens nach, fürchten, wäre die veränderung der gesellschaftlichen Werte. Anspruchsvolle und unbeliebte Arbeiten würden besser entlohnt werden müssen, damit sie gemacht würden. Menschenarbeit wäre wieder wehrtvoller, als Maschienenarbeit und somit würden sich die wirtschaftlichen Machtverhältnisse verändern.

    Das eigene Leben böte für alle die perspektive genau das zu tun, was notwendig ist, und was einem gut von der Hand geht. Der Fokus würde sich auf die Art der Arbeit richten und nicht unbedingt darauf möglichst viel zu verdienen.
    Es würde die alten und eingefahrenen Gesellschaftsstrukturen auflösen und somit der Menschlichen entwicklung freien Lauf lassen.
    Es würde viel mehr darum gehen, gemeinsam Lösungen für Probleme, im Sinne, und zu Wohle der Gesellschft zu finden und diese gemeinsam umzusetzen.
    (gr."demos" = Volk, "kratia" = Herrschaft)

    Dieses System wärhe viel demokratischer als alles was wir bislang kennen, denn dann würde es in der Politik tatsächlich um das Wohl der Menschen gehen und nicht um das Wohl der Wirtschaft auf Kosten der Menschen die in der Gesellschaft leben.

    Jeder würde nämlich in der Schule beigebracht bekommen, wie die Gesellschaft funktioniert, was dafür notwendig ist und, dass es darum geht seinen Platz in der Gesellschaft einzunehmen und seine Fähigkeiten und Stärken auszubauen um sie im Sinne der Gesellschaft, der Selben zu zuführen.

    Meines erachtens nach eine Idee, die es umzusetzten gilt, da sie das Beste für die menschliche Entwicklung, und beste Grundlagen für eine moderne, menschliche und demokratische Gesellschft wäre.

    Ich forder von der Politik mehr Menschlichkeit und mehr Demokratie. Eine Umstrukturierung des Systems zum Wohle des Volkes.
    Das ist unser Recht!
    Wir haben euch, die Macht über den Staat nur geliehen.
    Wenn ihr sie nicht sinnvoll und gemäß des Eides den ihr zum Wohle des Volkes geleistet habt einsetzt, seid ihr der Position nicht würdig!
    Es sollte eine neue Verfassung geben, die die Menschlichkeit und Gemeinschaft wieder in den fokus der Gesellschaft hohlt, so, wie es im Grundgesetz steht!

    Ales Liebe!
    F.B.

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