>Im Dorf der Zukunft

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Im Spiegel 33/2009 finden Sie einen ausgezeichneten Artikel zum Grundeinkommen Pilot-Projekt in Namibia:

„Mit den ersten 100 Dollar kaufte sie sich einen Sack Mehl, etwas Hefe, Feuerholz und eine Alu-Platte. Sie grub ein Loch in den Sand vor ihrer Hütte, legte das Holz hinein und zündete es an. Darüber stellte sie eine Öltonne, die sich erhitzte. Aus dem Mehl hatte sie einen Teig angerührt, den sie in leere Sardinendosen füllte, stellte sie in die Tonne, legte die Platte obendrauf, wartete. Nach 20 Minuten hatte sie ihre erste Ladung Mini-Brot.
Sie fing an zu verkaufen, für einen Namibia-Dollar das Stück. Schnell sprach sich herum, dass Frieda Brot verkaufte, günstig und gut, dass man früh da sein müsse. Nach zehn Monaten hatte sie so viel Gewinn gemacht, dass sie sich einen Herd kaufen konnte für 3000 Namibia-Dollar, kaum jemand sonst besitzt einen Herd. Sie ist stolz, ‚guckmal, drei Platten‘. Sie öffnet die Klappe, schliesst sie wieder, öffnet sie, holt ihr kleinen Sardinenbüchsen heruas. ‚Jetzt kann ich 250 kleine Brote am Tag backen‘, sagt Frieda. Das macht täglich 250 Dollar.“

Artikel als PDF:
Im Dorf der Zukunft

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