Generation Grundeinkommen – Pola Rapatt

pola-rapattFoto: Stefan Pangritz

 

Die Generation Grundeinkommen – Portrait einer der MitbegründerInnen:

Aktivistin und Künstlerin Pola Rapatt

 

Auszug:

Pola ist eine der Mitstreiterinnen und hat der Bewegung den Namen gegeben: „Generation Grundeinkommen“. Irgendwann bei den unzähligen Gesprächen zum Thema fiel ihr auf, dass junge Menschen diese Gedanken sehr leicht nachvollziehen können, während Ältere mehr Unverständnis zeigen und Bedenken äußern. Auf der Suche nach den Gründen dafür erkannte Pola: „Es ist die Generation Grundeinkommen. Die vorherige Generation hat die Gedanken entwickelt, die jetzige wird sie umsetzen. Bei der älteren Generation gibt es so viele Menschen, die es wirklich geschafft haben, vierzig Jahre lang, fünf Tage pro Woche, achteinhalb Stunden pro Tag an ihrem Arbeitsplatz durchzuhalten und damit eine Familie zu ernähren. Da gibt es einen großen, berechtigten Stolz darauf. Aber ich gehöre nicht mehr zu denjenigen, die das schaffen, und ich wüsste auch nicht, wozu. Es war eine andere Zeit.“

„Was mich berührt ist, dass es nicht so sehr um Geld geht, sondern um die Selbstermächtigung von jedem, so dass jeder ‚ich’ sagen kann oder der eigene Weg stärker und klarer wird“, erklärt Pola. „Der Blick ist nicht nach außen gerichtet mit der Frage ‚was muss ich?‘ sondern nach innen: ‚Was will ich?‘ Diese Arbeit leistet gewissermaßen jeder Pädagoge oder Therapeut, aber das jetzt politisch greifbar zu machen, finde ich unheimlich spannend.

Comments

  1. Das klingt alles gut… solange die wirtschaftliche Situation so bleibt wie sie jetzt ist. Ihr wisst aber dass diese sehr unstabil ist und dass man von außen immer weniger erwarten kann. Fast jeder muss in der heutigen Zeit in Unsicherheit leben, was natürlich diese Initiative hervorgerufen hat. Wie kann man irgend eine Hilfe von einem destruktiven System erwarten? Selbst wenn die Politiker das schaffen kann das nicht langfristig funktionieren, ohne dass auch andere große Veränderungen in der Gesellschaft eintreten. Eine notwendige Veränderung in der Wirtschaft wäre eine Neu-Lokalisierung. Der Mensch muss immer etwas schaffen, sei es Waren oder Dienstleitungen, um an dem Austausch teilnehmen zu können. Bei dieser Initiative wid viel von Sozialarbeit und Kunst gesprochen. Jeder hat sein eigener Weg, und diesen gehen zu können stellt eine der größten Erfüllungen im Leben dar. Was macht dann eine Designerin oder ein Software-Hersteller die weiterhin mit der unfairen Konkurenz aus Billigländer auskommen müssen? Sie haben jetzt ein Grundeinkommen und würden gerne arbeiten, das Geschäf ausweiten, sie finden aber weiterhin keine Abnahme ihrer Produkte, da diese immer noch zu teuer sind. Sie suchen dann eine Möglichkeit sich sozial zu involvieren, können aber nicht den eigenen Weg gehen weil die wirtschaftliche Situation ihnen das nicht erlaubt. Doch haben sie etwas gewonnen: die Sicherheit des morgigen Tages. Auf Dauer kann sich keine Volkswirtschaft ohne eigene Produktion finanzieren. Jede Wirtschaft muss sich auf etwas speizialisieren, überall gibt es Konkurenz. Eine großartige Idee: wir würdigen den Menschen und wollen diesen unterstützen sich selbst zu verwirklichen. So eine Idee kann eine sehr innovative Gesellschaft hervorrufen, um diese zu unterstützen würde aber eine Veränderung vieler Gesetze benötigen. Wenn es nur am Grundeinkommen bleibt, dann war das eher eine Falle. Der Gedanke: was würde ich tun wenn ist verlockend, der Hauptgedanke ist aber: was wenn es so weit ist? Ist dann zB. ein Wissenschaftler besser aufgestellt wie vorher? Werden dann seine Studien unabhängiger? Oder muss er weiterhin dasselber machen und hat die Wahl auszusteigen weil sein Leben gesichert ist? Hat ein Lehrer mehr Freiheit? Jeder muss sein Job weiterhin so machen, letztendlich ist überall nur eine Frage der Finanzierung. Die Menschen müssen verstehen das sie einander nur unterstützen können wenn sie einander brauchen und durch Ihren Kauf nicht die Sklaverei unterstützen. Wie kann man seinen Platz finden wenn viele Dienstleistungen einfach nicht mehr gebraucht werden weil sie verlagert wurden? Durch eine Sozialgesellschaft? Ist natürlich ein wichtiger Punkt, der aber durch die Wirtschaft unterstützt werden muss. Ohne eine Umstrukturierung des politischen und wirtschaftlichen Denkens ist das nicht möglich. Es ist immer eine sehr schwere Aufgabe ein neues System zu durchdenken, die Geschichte zeigt uns dass alle gescheitert sind. Die Gründer haben sich immer etwas anderes vorgestellt als das was herauskam. Ohne die Lehren der Geschichte zu lernen sind wir immer wieder verurteilt dieselben Fehler zu wiederholen. Was können wir besser tun? Erstmal die Komplexität versuchen zu verstehen und bereit sein zu akzeptieren dass unsere Anfangsvorstellungen sicherlich auch Veränderungen in der Praxis brauchen. Lernen zu Denken, zu beurteilen, zu wählen!

  2. Genau, die Medien haben auch schon den passenden Namen für uns gefunden: GENERATION Y!!! warum mich abmühen und mich aufgeben, wenn es anders auch gehen könnte…..
    Das Grundeinkommen würde soviele gesellschaftliche Probleme lösen; der demographischen entwicklung kann zwar damit nichts entgegengebracht werden, jedoch würden sicher viele Töchter und Söhne ihre betagten und pflegebedürftigen Eltern in Obhut nehmen, wenn sie dadurch keine Einkommensausfälle haben. Auch könnten wieder viel mehr Eltern zu ihren Kindern schauen und da sie zeitgleich wieder mit den Grosseltern zusammen wären, würde die Generativität in unserer Gesellschaft wieder mehr gefördert. Dies wiederum hätte extrem positive Auswirkungen auf unsere Kultur und vorallem würde die Weisheit der Älteren erhalten bleiben, dadurch dass sie ihr Wissen und ihre Weisheit weitergeben könnten.
    Explodierende Krankenkassenprämien wären absehbar, da ein grosser Teil davon in Pflegeheimen verschleudert wird. Und wer von Euch will in einem Pflegeheim alt werden und dort seinen Lebensabend verbringen?????? Da auch diese Institutionen zu Geld gemacht werden, ist ein menschenwürdiges dasein fast undenkbar!!!! Zudem Leiden immer wie mehr Junge and psychischen und physischen Krankheiten (was die Prämien auch in horrende Höhen schnellen lässt), da unsere Seelen instinktiv spüren, dass wir in einem total marroden und destruktiven System von A-Z leben. Und in diesem abgefuckten System ist es nur möglich mal zur Ruhe zu kommen, wenn mann/frau auf der körperlichen oder/ und seelischen Ebene Symptome entwickelt…… ADHS, Borderliner, Rückenprobleme, Migräne, Depressionen, Suchtprobleme, Asperger und und und um nur ein paar zu nennen!!!! Alles Symptome weil wir in einem System leben, dass sich selber und natürlich auch seinen Wirt (WIR, DAS VOLK, DIE ARBEITER, DIE ZUKUNFT, DIE NATUR; DIE ERDE) zerstört…..
    Eine sehr nette und willkommene Nebenerscheinung wäre die Teilzeitarbeit, die von vielen (vorallem Männern) gewünscht wird, jedoch im kapitalistischen System nur schwer umsetzbar ist…..
    Und was FREIHEIT für Auswirkungen auf die Psyche des Menschen für auswirkungen hätte, davon kann ich nur träumen; Selbstverwirklichung ohne Existenzdruck, Menschlichkeit, Zeit, Liebe, Freude, PAradies, Überfluss, Teilen, Frieden……..
    Also los, ein riiiiesen fettes JAAAAAA in die Urne werfen, wenn es dann in unseren lahmarschigen Bürokratie soweit ist!!!!!! ;-)))

Leave a comment