SRF Arena zum Grundeinkommen

Bringt ein bedingungsloses Grundeinkommen Sicherheit und Freiheit für jeden? Oder lässt es Staat und Wirtschaft kollabieren? Am 5. Juni wird das Schweizer Stimmvolk über die entsprechende Initiative entscheiden. In der «Abstimmungsarena» trafen Befürworter und Gegner der Vorlage aufeinander.

«Abstimmungsarena»: Lohn für alle – auch ohne zu arbeiten?

In der «Arena» diskutierten

Für die Initianten:

Weitere Gegner der Initiative:

Und hier gehts zum Faktencheck vom Tages-Anzeiger:
Der Faktencheck zur «Grundeinkommens-Arena»

Comments

  1. Die Arena hat wenigstens gezeigt, dass man sich über den „Maximalbetrag“ von CHF 2500.- einig ist, welcher ein Menschenwürdiges Leben ermöglicht. Einzig die Finanzierung ist nicht sicher. Nun sind sich also auch die Linken einig, wie viel man braucht, um ein Menschenwürdiges Leben zu haben. Die vor zwei Jahren von den Linken geforderten CHF 4000.- Mindestlohn müssen also völlig aus der Luft gegriffen gewesen sein.

    Die Masche der BGE-Befürworter ist immer die selbe, wie man das mit jeder Ideologie versucht. Man stellt seine Idee als revolutionär und visionär hin, impliziert damit, dass alle die dagegen sind geistig nicht fähig sind, in diesen sphären zu denken. Gegen solche Visionen kommt man selbst mit den besten Argumenten nicht an.

    Über repräsentative Umfragen, welche zeigen sollen, dass alle schön brav weiter arbeiten werden, kann man nur schmunzeln. Wie kann man über eine Sache „repräsentativ“ entscheiden, die es so gar nicht gibt und die man überhaupt nicht kennt (selbst die Initianten wissen nicht wie das BGE umgesetzt werden soll)?

    Das absurdeste aller „Argumente“ hat aber Hr. Straub gebracht, der meinte nur wer sein Bett selber herstellt hat genügend Selbstbestimmung. Es wäre ihm gar nicht in den Sinn gekommen, dass der Entscheid sich ein Bett zu kaufen ebenfalls selbstbestimmt sein kann. Aber solche und weitere Aussagen zeigen die totalitäre Ideologie die hinter diesem BGE steckt:“Ich Hr. Straub/Fr. Studhalter sage euch wie ihr Glückseligkeit erreicht, denn ihr wisst selber nicht was gut für euch ist!“ Soviel zu mehr Selbstbestimmung, wenn uns Hr. Straub/Fr. Studhalter „mehr Leidenschaft, Selbstbestimmung und Sinn“ aufoktroyieren. Die totalitäre Sicht der Initianten kommt genau dann zum Vorschein, wenn sie für sich behaupten ein universelles Rezept für Glückseligkeit gefunden zu haben. Wen wundert’s da noch, dass genau ihre Sicht des Lebens dieses Rezept darstellt? Wer da noch von einer freien demokratischen Gesellschaft träumt, dem ist nicht zu helfen.

    Interessant ist auch wenn Hr. Straub implementiert, dass ein BGE viel sinnvoller eingesetzt werden würde als wenn der Lohn durch Arbeit erwirtschaftet wird. Hr. Straub hat seine eigene Idee wohl nicht verstanden. Das BGE ist eben bedingungslos und so kann man von den Menschen nicht erwarten, dass sie ihr Geld plötzlich sinnvoller ausgeben als bisher. Das BGE wird also weiterhin auch für Tabak, Alkohol, Marihuana, einen flacheren TV, ein zweites Handy, sinnlosen Konsum etc. ausgegeben. Ich brauche auch meine Kranke Mutter zuhause nicht zu pflegen. Es ist eben bedingungslos! Man muss davon ausgehen, dass viele die ein BGE erhalten ihre Glückseligkeit nicht in mehr Leidenschaft, Selbstbestimmung oder Sinn finden, sondern weiterhin in übermässigem Konsum. Die Empirie jedenfalls zeigt, dass geschenktes Geld viel eher für triviale Dinge ausgegeben wird. Und hier zeigt sich wieder die totalitäre Idee der Initianten. Sie wollen nicht die Glückseligkeit, sondern die Umerziehung der Menschen nach ihren Vorstellungen. Historisch gesehen haben solche Ideen die Menschheit ausnahmslos ins verderben gestürtzt.

    Widersprüchliche Argumente gab es genügend. Z. B. als Fr. Gössi implementierte, dass ganze Familien nicht arbeiten würden, wurde das von beiden Initianten mit der Argumentation „Dann hat man wieder Zeit für die Familie.“ begrüsst. Nichts desto trotz scheint das BGE aber die Frauen nicht an den Herd zu bringen, sonder in Arbeit, denn im späteren Verlauf der Sendung stand Fr. Studhalter für das moderne Frauenbild ein. Es ist also gut wenn man zuhause bleibt und sich um die Familie und Erziehung der Kinder kümmert, solange das die Frau nicht macht. Und dies wird das BGE alles genau so lenken wie es sich die Initianten wünschen.

    Das Totalitäre in dieser Ideologie zeigt sich auch in Aussagen wie:“Das BGE wird sowieso in Zukunft eingeführt werden müssen.“ Diesen Spruch hat man schon oft gehört. Die Frage bleibt aber offen:“Warum man die Menschheit zu ihrem Glück zwingen will?“ Wenn das BGE sowieso kommt, dann überlassen wir dies der gesellschaftlichen Entwicklung. Alles andere ist Zwang. Solche Aussagen kommen stets von einer überheblichen und selbstüberschätzten „intelektuellen Elite“. Es ist eben alles alternativlos und vorherbestimmt! Ein Widerspruch für einen echten Visionär.

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