Wollen dann nicht viele Ausländer in die Schweiz?

Mit einem bedingungslosen Grundeinkommen wären Löhne und Sozialleistungen in der Schweiz geringer als Heute. Das macht die Schweiz für Ausländer weniger attraktiv.

Deshalb müssten auch Migranten mit einer rechtmäßigen Aufenthaltsbewilligung ein Grundeinkommen erhalten. Aufenthaltsbewilligungen werden in verschiedenen Stufen erteilt und müssen nach Ablauf einer Frist immer neu erteilt werden. Mit der Bewilligung eines bedingungslosen Grundeinkommens hätte der Staat mehr Möglichkeiten zur Steuerung des Zuzugs und des Aufenthalts.

Für eine Aufenthaltsbewilligung ist heute der Nachweis eines Arbeitsvertrages und eines Mietvertrages in der Schweiz Voraussetzung. Selbständige müssen Aufträge nachweisen, einen gesunden Kontostand und unterschreiben, dass sie das Land verlassen, sollten sie sozialfällig werden. Die Einwanderungsregeln in der Schweiz sind strenger als in der EU.

Für Grenzgänger, Saisonarbeiter, Asylanten und Schweizer, die im Ausland leben und arbeiten, wären im Bezug auf das Grundeinkommen besondere Regeln zu finden.

DIE WICHTIGSTEN FRAGEN
Wir wird das Grundeinkommen finanziert?  /  Wer arbeitet dann noch?  /  Kommen dann alle Ausländer?  /  Werden die Sozialwerke gestrichen?  /  Glossar der Missverständnisse

Comments

  1. Guten Tag
    Also bekomme ich 2500 vom Staat und der Rest der bis zu meinem jetzigen Brutto Gehalt fehlt das zahlt dann mein Arbeitgeber ?

  2. Eine praktische Frage: Wenn ich heute Fr. 6000.– verdiene, bekomme ich dann nachher 2500.– vom Staat und der Arbeitgeber muss nur noch 3500.– Lohn zahlen. Richtig? So wurde es jedenfalls kürzlich im TV erklärt. Wenn ich aber heute 1800.– in Teilzeit verdiene, dann bekomme ich nachher vom Statt 2500.– und der Arbeitgeber zahlt dann nichts mehr für diesen Job? Also dann habe ich 2500.– ob ich den alten Job weitermache oder nicht … ? Also lohnen sich nachher alle Jobs unter 2500.– nicht mehr weil ich gar nichts dafür erhalte? Danke für seriöse Antwort (Die auch durchdacht ist und funktioniert).

  3. Noch eine Frage zum Thema EU. Wir haben heute Personenfreizügigkeit mit den meisten EU Staaten. Diese besagt, dass jeder Bürger in Europa frei wählen kann, wo er sich niederlassen will. Bisher werden den EU bürgern Aufenthaltsgenehmigungen ausgestellt, wenn Sie hier u.a. eine Arbeit haben, da sie sich selber finanzieren sollen. Und nachher? Die Grundfinanzierung wird ja durch das BGE gewährleistet. Also darf nun jeder seinen Wohnsitz in die Schweiz verlegen? Falls ja, hätten wir im ersten Jahr schätzungsweise 20 Millionen Einwanderer und der Staat wäre nach 3 Monaten bankrott. Falls aber nein, wie wollen Sie das handhaben ohne jemand zu diskriminieren? Welche Bedingungen muss ein EU bürger erfüllen, um hier das Bedigungslose Grundeinkommen zu erhalten? Oder ist es dann bereits wieder nicht mehr bedingungslos? In Bulgarien z.B. liegt das durchschnittliche Monatseinkommen bei ca. 450 €. Das bedeutet, Millionen von Menschen leben mit weniger, also mit vielleicht 100 Euro. Wie erklären Sie diesen Menschen dann, dass sie trotz PFZ nicht in die Schweiz kommen dürfen? Bzw. wie setzen Sie es rechtlich um, ohne unsere europäischen Mitmenschen zu diskriminieren?
    Die Frage stellt sich aber auch für Immigrationswillige aus nicht-EU Ländern. ZB. Türkei. Auch dort leben Millionen Menschen in sehr armen Verhältnissen. Wer darf dann noch in die Schweiz einwandern, wenn gleichzeitig die Arbeitsplätze – wie sie sagen – immer weniger werden? Sollen wir dann einen Stacheldraht um die Schweiz ziehen?

  4. Was ist daran sozial, jedem Millionär oder Top-Verdiener aus Staatsgeldern 2500.– Franken im Monat zu geben? Und die Allgemeinheit soll es finanzieren. Das ist absolut unsozial. Wir haben in der Schweiz hunderttausende von gutverdienenden und vermögenden Menschen. Warum soll die Allgemeinheit diesen Leuten Geld geben? Ich bin für den Sozialstaat, heute bekommen die Personen Unterstützung, die sie brauchen. Betagte, Behinderte, Stellenlose Menschen, Studenten in Ausbildung, sozial schlechtergestellte Menschen. Dieses System funktioniert, es wurde über Generationen aufgebaut und immer wieder angepasst (z.B. Kürzlich Mutterschaftsurlaub). Das heutige System basiert auf vielen Volksentscheiden, was nur in der Schweiz möglich ist. Deshalb haben wir in der Schweiz eines der besten Sozialsysteme der Welt. Nur wenige Länder haben das. ca. 95% aller Menschen weltweit sind meilenweit von einem solch intakten System entfernt. Wollen Sie das alles aufs Spiel setzen für eine Vision, die – sorry – überhaupt nicht durchdacht ist?

  5. Da ich mehr als 2500.- verdiene ist das ein bestandteil meines lohnes. Da ich aber noch 4 kinder habe wie sieht das den aus? Kriege ich dan trotzdem den kinderteil? Sie hätten ja dan auch das recht auch ihr grundeinkommen? Da ich ja kinderzulage habe würde es dan nur die differenz geben oder gar nichts??

  6. Herr Fenner schonwieder, langsam würde ich gerne Ihren Auftraggeber wissen 😉

    Ihr Kommentar ist offensichtlich veraltet, da die Freizügigkeit und Abkommen mit der EU gerade durch Entscheid in Frage gestellt wurden. Darüber hinaus ist es ein wesentlicher Unterschied, ob ein EU Bürger sich nach (Noch-) Abkommen legal in der Schweiz bewegt (und dies 3 -4 Monate am Stück machen darf, bis zu 6 Monaten im Jahr), oder dort seinen regulären Wohnsitz und Aufenthalt hat, was auch nach Schengen NUR mit Aufenthaltsgenehmigung geht. Diese bekommt man nur durch 3 Möglichkeiten: Arbeit, Heirat, Millionär sein (sich selbst nachweislich für die Zeit des Aufenthaltes über Existenzminimum des jeweiligen Kantons selbst versorgen können und dafür beim Staat ein Deposit hinterlegen). – Sie können also ganz beruhigt sein. – Denn NUR jemand der LEGAL seinen Aufenthalt in der Schweiz hat (und damit eine der drei Kriterien erfüllt) bekommt dann auch Leistungen vom Staat (wie in JEDEM anderen Land der Erde auch).

  7. Guten Tag

    Nun ja, rechtmässig können sich ja zum Beispiel alle EU-Bürger in der Schweiz aufhalten. Wir haben ja die Personenfreizügigkeit. Überflüssig zu sagen, dass ein vermeintlich arbeitsfreies Grundeinkommen eine grosse Magnetwirkung auf die Anrainerstaaten und sonstigen EU-Nationen ausüben würde. Die Einkommen und sogar Vermögen z.B. in Ost- und Südeuropa sind tiefer als ein Grundeinkommen.

    Zum Schwarzarbeiter-Argument. Es kommt darauf an, wer denn diese 100%-Einkommenssteuer auf die ersten 2500 CHF an den Staat abführen muss. Daniel Straub, zum Beispiel, hat sich in die Richtung geäussert, dass der Unternehmer diese Steuer an den Staat abführen muss. Wenn dass tatsächlich so der Fall ist, oder wenn nur ein gewisser Prozentsatz von den Unternehmen getragen werden muss, werden die Unternehmer, welche noch nicht ins Ausland abgewandert sind, sich nach billigen Arbeitskräften umsehen. Es werden illegal Arbeiter ins Land geschleust, die Schwarzarbeit nimmt sogar noch zu.

    Der Titel der Arena-Sendung war tatsächlich richtig vorgegeben: Es ist eine Spinnerei. Alle Ausländer kommen zu uns und nehmen den Staat zusätzlich aus! Alle Unternehmer gehen ins Ausland und schliessen ihre Filialen in der Steuerhölle Schweiz.

    Ich will nicht die Putzarbeiten selber machen! Ich arbeite schon genug.

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