Die Grundeinkommens-Frage

Viele hundert Menschen haben uns auf diese Frage geschrieben. Die Antworten sind wie Zeitzeugnisse und Einblicke in persönliche Lebenssituationen, Lebensauffassungen und das, was jemand wirklich will. Manche sind bewegende Schilderungen einfacher Wünsche. Manche sind entschiedene Statements zu einer vielfältigeren, hilfreicheren, qualitativ besseren Tätigkeit. Die Antworten lesen sich wie in wenige Sätze gefasste Biografien und Portraits mit einem Blick aus der Perspektive des Grundeinkommens.

Hier können sie die Antworten lesen.
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Aus brand eins 09/09 Schwerpunkt Arbeit:

 




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6 Comments

  • Iris

    (Noch) Ein Traum: Jeder Mensch hat die gleiche Ausgangslage, die gleiche Möglichkeit, sein Können und Wissen anderen zur Verfügung zu stellen. Welch eine Befreiung, nicht arbeiten zu MÜSSEN, um leben zu können, sondern zu LEBEN um arbeiten zu dürfen. Der Mensch ist nicht von grundauf faul, mit Ausnahmen natürlich. Aber diese gibt und gab es seit jeher in jeder Gesellschaft. Mit dem Grundeinkommen würden unglaublich grosse Resourcen freigesetzt, die allen Menschen in der Gesellschaft zugute kämen. Endlich dürften wir mit Freude unsere Talente leben, dürften entspannter durch den Alltag gehen, was letztendlich gesundheitsfördernd wäre. Das könnte aber für einige grössere Firmen Schwierigkeiten bringen und auch sie zum Umdenken anregen. Warum nicht ausprobieren, ohne Wenn und Aber?

  • Bob Zanoncello

    Wenn man mit 45 Jahren die Arbeit verliert, wird es sehr schwer, wieder etwas Neues zu finden. Findet ein über 50-jähriger wieder einen Job, verdient er wesentlich weniger, als bei der vorherigen Arbeit. Er wird zum “Geringverdiener”. Von diesen gibt es immer mehr. Also wird auch er einmal ohne Ergänzungsleistungen in der Rente nicht mehr auskommen. Wer bezahlt das? Die Leute, die noch Arbeit haben! In der Zukunft wird es weniger Arbeit für Alle geben, denn der Mensch erfindet immer mehr Maschinen und Computer, die ihm die Arbeit abnehmen sollen. Der Mensch vermehrt sich rasant. In unserem politischen System wird für Alle gesorgt – mit Steuern! Im Prinzip finanzieren die Menschen, die Arbeit haben, immer mehr Menschen, die aus gewinnorientiertem Denken der Unternehmen zu Arbeitslosen geworden sind, mit ihren Lohnabzügen und Steuern. Also haben wir ja jetzt schon eine Art Grundlohn. Bezahlt von RAV und Sozialamt.
    Ich finde es höchst unanständig, dass Löhne bezahlt werden, die nicht ausreichen, um sich ein Minimum an Lebensqualität zu schaffen. Ebenso verwerflich sind die Gehälter, die in der Chefetage bezahlt werden. Was macht die Arbeit meines Chefs so viel wertvoller, als meine? Ohne mein Engagement würde mein Chef nicht in einer feudalen Villa am See wohnen; mit 8 Autos in der Garage und einer Yacht in St. Tropez mit entsprechend nettem Ferienhaus. Würden unsere Grossverdiener denselben Prozentsatz an Steuern zahlen wie wir, dann wäre ein bedingungsloser Grundlohn für Alle, spielend zu realisieren. Inklusive Krankenversicherung! Ich bin sicher, dass eine solche Initiative in der Schweiz scheitert, weil viel zu wenige zur Urne gehen und “Eifersucht auf die faulen Säcke” im Weg steht.
    Arbeiten bis 70?? Wenn man mit 45 schon nichts mehr findet? Bravo! Ich bin für bedingungslosen Grundlohn für Alle!

  • Amgwerd Marcel

    Als gutbezahlte Fachkraft würde ich dann vermutlich sehr viel Steuern bezahlen, denn jemand wird das ganze ja finanzieren müssen. Ich würde also wie jeder Hochqualifizierte und Gutbezahlte auswandern.
    Ich will von meiner Arbeit leben und nicht von staatlichen Subventionen bzw. mit meinem Einkommen, Arbeitsunwillige subventionieren. Mit Philiosophen, Lehrern und sonstigen Gutmenschen wird kein Wohlstand zu schaffen sein.

  • Hoffnung

    Nachdem ich die seltsamen Mühlen der Invalidenversicherung und der Sozialhilfe am eigenen Leib kennengelernt habe, bin ich absolut für das bedingungslose Grundeinkommen.
    Stellen Sie sich vor:
    Statt sich ständig rechtfertigen und das Negative Ihrer Situation hervorheben und betonen zu müssen, statt Ihre Kräfte und Nerven damit zu schwächen, statt von Pontius zu Pilatus zu rennen, ohne Chancen auf eine Anerkennung Ihrer von verschiedenen Ärzten attestierten Krankheit – könnten Sie sich dem Wiederaufbau Ihrer Gesundheit widmen, eine neue berufliche Existenz suchen und gründen, Ihre (noch möglichen) Ressourcen entdecken und fördern.
    Wie viel kostbare Zeit würden Sie dadurch gewinnen, und wie viel kostbares Geld würde dem Steuerzahler dadurch erspart!

  • Häni

    Wahrscheinlich könnte ich endlich kreativ sein, anderen Menschen helfen (ohne an Geld zu denken), meine Kunst leben ohne dauernd dunkle Wolken und Existenzangst zu fühlen.
    Wahrscheinlich wäre ich meine Depressionen endgültig los, könnte mich wieder als vollwertiger Bürger sehen.
    Hätte wieder eine lebenswerte Perspektive.

  • Während die Mächtigen der Welt die Schere einmal auseinander gehen lassen macht das tapfere Schneiderlein Tausendmal Schnipp-Schnapp. Unter diesen Vorzeichen bin ich für das bedingungsloses Grundeinkommen.

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