Soziale Zukunft – Das Grundeinkommen – Die Debatte

Das bedingungslose Grundeinkommen wird inzwischen weltweit diskutiert. Die deutschsprachige Debatte verleiht der Idee seit gut zehn Jahren zunehmende Kraft. Philip Kovce hat nun 30 Texte von 30 Autoren der Grundeinkommensdebatte in dem Band «Soziale Zukunft» herausgegeben.

Über das bedingungslose Grundeinkommen erscheinen tagaus, tagein Essays, Meldungen, Kommentare. Die Debatte ist rege und nicht selten auch unübersichtlich geworden. Philip Kovce versammelt nun erstmals die wichtigsten Plädoyers namhafter Autoren für und wider ein bedingungsloses Grundeinkommen in einem Band: «Soziale Zukunft. Das bedingungslose Grundeinkommen. Die Debatte».

Das Buch bietet selbstverständlich keine vollständige, wohl aber eine exemplarische Übersicht der Grundeinkommensdebatte. Es lässt ihre wichtigsten Akteure sowie die wichtigsten Argumente zu Wort kommen und eignet sich damit ebenso gut als thematische Einführung wie als Vertiefung.

Mit Beiträgen von Heinrich Alt, Dieter Althaus, Jakob Augstein, Daniel Binswanger, Norbert Blüm, Anke Domscheit-Berg, Katja Gentinetta, Adrienne Goehler, Gregor Gysi, Rainer Hank, Daniel Häni, Otfried Höffe, Urs Jaeggi, Katja Kipping, Sascha Liebermann, Wolf Lotter, Julian Nida-Rümelin, Michael Opielka, Timo Reuter, Frank Rieger, Enno Schmidt, Oswald Sigg, Ralf Stegner, Thomas Straubhaar, Hans-Christian Ströbele, Bernd Ulrich, Philippe Van Parijs, Sahra Wagenknecht, Harald Welzer und Götz W. Werner.

 

Philip Kovce (Hg.)
Soziale Zukunft
Das bedingungslose Grundeinkommen
Die Debatte
Verlag Freies Geistesleben, Stuttgart 2017
237 Seiten, 10 EUR

 

 

 

Comments

  1. „Obwohl ich ein guter Leser von Grundeinkommensliteratur bin, da ich gerne weiss, was der Feind denkt…“

    Nun ja, wer in solchem Schwarz-Weiß-Denken befangen ist, wird auch so weit niemals den Gedankenkreis des Bedingungslosen Grundeinkommens nachvollziehen können.

    Ein Leser von Grundeinkommenliteratur (sicherlich?). Ob ein guter – das ist eine sehr subjektive Meinung.

    Es gehen viele Bäume drauf für so einen Buchdruck? War da nicht ein Recycling-Verfahren eingeführt worden? Und war das nicht vor allen Dingen ein Verdienst der Grünen, deren einige jetzt ein BGE befürworten? Und wo bleibt die, wenigstens annäherungsweise,Gegenrechnung, die nur recht und billig ist, wenn wir feststellen wollen, ob mit oder ohne solche Debatten – respektive ein Umdenken – für eine bessere Alternativlösung zu diesem mörderischen Wirtschaftssystem das drastischere Waldsterben droht?

    Warum machen Sie, Herr Fenner, nicht auch die Rechnung mit den viel zahlloseren Bäumen, die das grobe Material dazu hergeben, genau diesem System das Wort zu reden und es zu bekräftigen?

    Es geht hier allerdings nicht mehr nur um ein paar mehr oder weniger Bäume. Immer mehr menschliche Existenzen sind in Gefahr, und zwar nicht länger allein wegen unserem verantwortungslosem Umgang mit der pflanzlich-vegetativen Umwelt, der auf eben jene eingefahrenen Denkweisen zurückzuführen ist und ihrer Einzementierung im Kapitalismus.

    Wir brauchen um Himmelwillen keine Alleinentscheider in einer strengst hierarchisch organisierten Kette, die von oben herab, sich ihres Monopols gewiß, häufig mehr als fragwürdige Entscheidungen treffen und genauso eiskalt durchsetzen ohne ein vermittelndes Glied dazwischen.

    • Und übrigens: gegen – oder entsprechend für – etwas zu sein ist weder realistisch noch unrealistisch. Es gibt nur realistische und unrealistische Überlegungen bzw. Gründe. Das sollte doch wohl klar sein.

  2. Guten Tag

    Das hätte man gut auch als E-Book mit einer Creative Commons Lizenz herausgeben können.
    Obwohl ich ein guter Leser von Grundeinkommensliteratur bin, da ich gerne weiss, was der Feind denkt, werde ich das Buch als hardcopy vermutlich nicht bestellen. Es gehen auch viel Bäume drauf für so einen Buchdruck, der die Zellulose nicht wert ist, auf dem er gedruckt ist.

    Interessieren würden mich vor allem die Plädoyers von Gentinetta und Ströbele. Das erstere weil es sicherlich gegen ein BGE ist und deshalb realistisch ist, das Zweite, da Ströbele ein „enfant terrible“ der Deutschen Politik ist, Gündungsmitglied der Grünen, welche noch in den 70er und 80er Jahren Pädophile in Schutz genommen haben. So was hat keinen Platz in der heutigen Politik.

    Wie dem auch sei:
    Die Aufsätze werden wahrscheinlich wieder-aufgewärmtes, schon Bekanntes sein, wie aus der Beschreibung hervor geht. Es ist dann einfach eine Textkompilation von schon veröffentlichten Texten.

    Ich spare mir die 10 Dollars und gehe stattdessen zu Starbucks!

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