Sonst knallt´s!

Nicht Hände hoch, sonst knallt’s, sondern Kopf hoch, sonst knallt’s!

Götz Werner liefert zusammen mit zwei Bestsellerautoren ein neues Buch zum Grundeinkommen und zeigt uns, wo und wie wir den Kopf einsetzen sollten und neu denken.

Sonst knallt´s!
Warum wir Wirtschaft und Politik radikal neu denken müssen

 

«Unsere Wirtschaftsordnung, aber auch unsere politische Landschaft sind völlig aus dem Lot geraten. Immer mehr Menschen haben das Gefühl nur noch für den Staat zu schuften und fühlen sich benachteiligt. Die Steuern sprudeln, aber die Infrastruktur verfällt. Unser Bildungssystem: eine chaotische Dauerbaustelle. Eine winzige globale Finanzelite produziert derweil gigantische Blasen illusionären Reichtums. Die Bestsellerautoren erklären, warum wir künftig nicht Leistung, sondern den Konsum besteuern müssen. Warum ein bedingungsloses Grundeinkommen und eine strikte Finanzregulierung sozial gerecht und ökonomisch vernünftig sind. Handeln wir jetzt, bevor es zu spät ist!»

 

Comments

  1. Guten Tag

    Zuerst einmal, ich habe das Buch von Werner Beinhart et al. noch nicht gelesen. Das hängt unter anderem damit zusammen, dass es wieder einmal etwas kostet (selbst in der e-Book-Version, welche man unterer einer Creative Commons-Lizenz immer frei verbreiten kann). Ich habe mir aber schon eine Piraterie-Kopie angeeignet und werde das Buch zumindest „überfliegen“. Komisch, dass der Milliardär Werner immer noch mit Büchern Geld verdienen muss, obwohl er doch schon längst ausgesorgt hat. Scheint auf mich nicht so den Eindruck einer konsequenten Bedinungslosigkeit zu machen.

    Wie dem auch sei. Man muss auch das Buch gar nicht gelesen haben, um urteilen zu können, dass es wieder der alte, aufgewärmte kommunistische Unsinn ist, den Werner et al. schon seit Dekaden von sich geben.

    Der Titel des Buches „Sonst knallt’s“ kann auf zweierlei Arten aufgefasst werden. Zum einen kann es eine Drohung sein, dass es durch die BGE-Befürworter knallt, wenn ihre Forderungen nicht gehört werden. So ist das schon an so mancher linken Antifa-Demo gewesen, wo Vertreter der BGE-Bewegung Krawall machten. Man weiss es natürlich nicht genau, denn die CHaoten und Krawallmacher sind natürlich ununterscheidbar in Scharz gekleidet und vermummt. Zumindest ein paar BGE-Sympathisanten könnte es bei den Sachbeschädigern aber durchaus dabei haben, da auch die Reitschule sich dahingehend geäussert hat (und in die Reitschule ziehen sich diese Kapäng-Macher immer wieder zurück). Ich hoffe nicht, dass Werner mit seinem Gesicht dahintersteht eine Drohung von Gewaltanwendung zu machen, also zur 2. Erklärung:

    Diese besteht darin, dass das kapitalistische System irgendwie inhärent in sich selbst kollabieren würde, wenn wir den BGE-Jüngern nicht folgen und eben kein BGE einführen.
    Diese Annahme ist so absurd, dass sie keiner weiteren Erläuterung bedarf. Der Kapitalismus ist das beste von allen real existierenden Systemen in diesem, unserem Universum und kein Kommunist, kann von sich behaupten eine solche Erfolgsgeschichte hinter sich zu haben.

    Der Kapitalismus hat die Jahrhunderte überdauert, und wird auch die nächsten Jahrhunderte überdauern. Natürlich gibt es Zyklen und manchmal Krisen und Blasen. Dabei aber das Ende des Kapitalismus an die Wand zu malen, wie das die BGE-Begeisterten tun ist mehr als verfehlt. Noch nie ist es zum Ende des Kapitalismus gekommen, und wenn doch, wie in der vorherigen Sowjetunion, mit katastrophalen Folgen.

    Bleibt noch anzumerken, dass sich die Bandbreite dieses Büchleins breiter versteht als nur ein BGE. Dabei kommen vielleicht auch noch andere absurde Ideen aufs Tapet, wie Vollgeld oder ein Bürgerbudget oder andere sozialitische Spinnereien. Diese müsste ich Punkt für Punkt entkräften. Das BGE ist aber der Hauptmythos oder das grösste Metanarrativ der alternativ-linken Bewegungen. Wenn man es entzaubert hat, dann merkt man, dass auch andere Utopien, wie eine geldfreie Gesellschaft, völlige Spinnereien sind, die dem BGE in der Unrealitischheit ihrer Annahmen fast gleichkommen.

    Wieder einmal verschwendet der Götze unsere kollektive Zeit mit Geschwafel und Hirngespinsten.

    • „Geschwafel“ schreiben und selbst keine konkreten Argumente bringen oder standpunkte erklaeren, tsetse. Es war schon immer so – wo ist das Niveau?

  2. Das Buch habe ich (leider) noch nicht gelesen, aber nur schon aufgrund dessen, was der Titel vermutlich aussagt, ziehe ich das Fazit, dass hier ein weiters Mal in ein Horn gestossen wir, das kaum zu dem notwendigen Umdenken führen wird. Wohlgemerkt: Ich bin ein 100%iger Unterstützer des allgemeinen Grundeinkommens (bedigungslos würde ich es nicht nennen, das irritiert zu sehr!). Ich verfolge auch die Debatte schon eine ganze Weile und störe mich oft eben an genau dem, wie die Botschaft oft „verpackt“ wird.
    Dazu ein kleiner Exkurs in die Vergangenheit. Als der Club of Rome 1971 ihre Erkenntnisse verbreitet hat, war der Tenor ebenso: Die Grenzen des Wachstums sind demnächst erreicht! Obwohl man heute sagen muss, dass dieser Report vom Grundsatz her richtig war, so hat er doch bei vielen eine Abwehreaktion ausgelöst, die die notwendigen Korrekturen eher verzögert, denn beschleunigt haben. Viele haben einfach gesagt, schau doch hinaus, wo siehst du Probleme? Uns geht es doch gut! Und genau das ist heute wieder oder immer noch so!
    Mit der Apokalypse zu drohen, ist taktisch sehr ungeschickt. Zumal es beim allgemeinen Grundeinkommen um viel mehr geht, als nur um „die Wirtschaft anders denken“: Es geht darum, ein über 200 Jahre altes Verständnis, was Arbeit und was Wertschöpfung ist, über Bord zu werfen. Und Angst schüren ist da wohl das schlechteste aller Mittel. Es geht nur durch eine sorgfältige Analyse der philosophischen, sozialen, psychologischen, jurdischen und ökonomischen Grundlagen (und wohl in dieser Reihenfolge!) unserer sozialen Welt, die essentiell von unserem Verständnis der Arbeit abhängt. Erst daraus lässt sich eine stabile Lösung „zimmern“. Wenn dann diese Arbei getan ist, kann das Schlachtross wieder gezäumt und die Kampfarena neu betreten werden. Der nächsten Abstimmung müssen ein viel tieferes Verständnis der Problematik und auch der konkreten Lösungsmöglichkeiten zu Grunde liegen. Aus den Schwächen der in der Vergangenheit geführten Kampagnen für eine gerechtere ud lebbarere Welt müssen die richtigen Lehren gezogen werden. Es gilt nicht die zu überzeugen, die schon überzeugt sind, sondern die anderen!

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