Roboter für Grundeinkommen

Roboter-Manifest, Zürich, 30. April 2016

 

Der Sozialstaat war die Antwort auf die Industrialisierung, das Grundeinkommen ist die Antwort auf die Digitalisierung

Bereits beim World Economic Forum in Davos, das sich im Januar 2016 mit dem Thema „4th Industrial Revolution“ beschäftigte, hatte die Gruppe „Roboter für Grundeinkommen“ einen prominenten Auftritt: Sie engagierte sich mit dem „Dancing Robot“ für die Initiative Grundeinkommen in der Schweiz. Die Roboter haben eine klare Botschaft, was die Diskussion rund um die Digitalisierung betrifft: „We work for you! Wir nehmen euch die Arbeit ab, nicht das Einkommen!“ Roboter müssen nicht konsumieren und benötigen deshalb kein Einkommen. Menschen schon. Die Angst vor den Robotern beruht darauf, keine Erwerbsarbeit mehr zu finden – eine Situation, die Menschen stigmatisiert. Das wollen die Roboter ändern, indem sie die Einführung eines bedingungslosen Grundeinkommens für alle Menschen fordern.

Nun hat sich die Gruppe „Roboter für Grundeinkommen“ stärker formiert: Über 100 Roboter werden sich am Samstag, 30. April, in der Zürcher Bahnhofstrasse einfinden und eine Demonstration für das bedingungslose Grundeinkommen veranstalten. Sie werden von voraussichtlich mehr als 300 Personen begleitet.


Menschen brauchen kein Recht auf Arbeit, sie brauchen ein Recht auf Einkommen!

Während die Roboter das Grundeinkommen bereits verstanden haben, fällt es den Parteien und Gewerkschaften, die sich infolge der Industrialisierung gründeten, noch immer schwer, sich darauf einzulassen. Sie demonstrieren am 1. Mai als Tag der Arbeit dafür, dass jeder Mensch einen Erwerbsarbeitsplatz erhält. Dabei ist das Ziel der Wirtschaft nicht, Arbeitsplätze zu schaffen, sondern den Menschen von der Arbeit zu befreien. Dafür haben wir die Roboter erfunden. Und die Roboter stellen uns nun frei.

Wer in Zeiten der Digitalisierung noch am Ideal der Industrialisierung festhält, nämlich der Vollbeschäftigung, ist von gestern. Nicht das Grundeinkommen, sondern die Vollbeschäftigung ist eine Utopie! In Zukunft wird es nicht auf Beschäftigung, sondern auf Betätigung ankommen. Wir werden nur noch das zu tun haben, was wir den Robotern nicht überlassen wollen und können: all das, was nicht berechnet, nicht automatisiert werden kann.


Das bedingungslose Grundeinkommen ist die humanistische Antwort auf den technologischen Fortschritt

Vollbeschäftigung ist Zwangsbeschäftigung. Zwingen lassen sich Roboter gern, indem wir sie determinieren. Menschen lassen sich nicht gern zwingen. Dann werden sie demotiviert und ineffizient. Das wissen auch die Roboter: Sie sind für die Selbstbeschäftigung des Menschen, welche sie ihm mit einem bedingungslosen Grundeinkommen ermöglichen wollen.

Deshalb haben die Roboter beschlossen, nicht am „Tag der Arbeit“ teilzunehmen, sondern den 30. April als „End of Labour Day“ zu etablieren. Sie bekräftigen damit ihr Anliegen, den Menschen mit einem bedingungslosen Grundeinkommen soweit zu befreien, dass er dort tätig werden kann, wo es ihn wirklich braucht. Nicht dort, wo Roboter die Arbeit viel besser und effizienter erledigen können.

Die Digitalisierung bietet den Menschen die Chance, in Zukunft jene Fähigkeiten auszubilden, welche sie als Menschen auszeichnen: Kreativität und soziales Geschick. Die Abstimmung über das bedingungslose Grundeinkommen wird zeigen, ob wir unseren eigenen Erfindungen trauen oder hinter ihnen zurückbleiben.

#WeWorkForYou

Zu den Bildern

roboer_grundeinkommen

 

Medienecho:

Blick:
Jetzt gehen die Roboter auf die Strasse

Tages-Anzeiger:
Goldene Roboter ziehen durch die Bahnhofsstrasse

Watson:
Goldene Roboter marschieren für das BGE durch Zürich

24 Horas:
Insólito: Robots salen a protestar y exigen mejores sueldos para todo el mundo

az:
Goldene Roboter marschieren für bedingungsloses Grundeinkommen durch Zürich

RT:
‘End of Labour day’: ‚Robots‘ protest to introduce basic income in Zurich

 

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