ETH-Umfrage zu Grundeinkommen und Gerechtigkeit

eth

Im Rahmen einer wissenschaftlichen Studie der ETH-Zürich und der Fachhochschule Nordwestschweiz wird in einer Umfrage das Gerechtigkeitsempfinden in Bezug auf das bedingungslose Grundeinkommen erkundet.

 

Nehmen Sie sich 10-15 Minuten Zeit. Ihre Einstellung ist gefragt:

Wie ist das Gerechtigkeitsempfinden der Schweizer Bevölkerung in Bezug auf das bedingungslose Grundeinkommen?

Die Umfrage läuft bis zum 10. März 2013.
Die Resultate werden ab September 2013 hier auf dieser Seite präsentiert.

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Comments

  1. die welt würde sich ein stückchen mehr menschenwürde zurück erobern …was ihr zusteht,was sie braucht um den gesenkten kopf wieder zu erheben…

  2. Seit vielen Jahren bin ich Fan vom BGE, aber es wird immer, oft und gerne falsch verstanden. Der lange Kommentar von „martin rohner“ gefällt mir sehr gut. BGE heißt „bedingungsloses Grundeinkommen“ Grundeinkommen – also was soll eine Abstimmung über utopische monatliche Einkommen? Grundeinkommen!! „Bedingungslos“ das bedeutet auch jeder Millionär bekommt es. Das ist konsequent. Jetzt möchte ich die Linken hören und die, die bisher kein Einkommen haben. Neid und Mißgunst sind die größten Hemmnisse. Viele wollen die Gesellschaft ändern -es fängt im eigenen Kopf an und nur da. Zum BGE gehört die Konsumsteuer. Und wenn die Konsumsteuer eingeführt ist könnten damit auch alle Sozialleistungen abgedeckt werden. Wenn das BGE die staatliche Rente ablöst, wie laut wird der Aufschrei dann? Also lasst euch mal ernsthaft darauf ein……

  3. Hallo meine Lieben Mitmenschen
    Ich finde das BGE eine sehr spannende Frage. Es ist eine Möglichkeiten, das System und somit die Gesellschaft nachhaltig zu verändern. Natürlich sehen viele darin eine Bedrohung, definieren sie sich doch über ihren Job (nicht Beruf!), über ihr Einkommen und den Status. Das ist m.M einer der (Haupt-)Gründe, weshalb die Solidarität schwindet, die Leute sich verschliessen und anstatt miteinander, gegeneinander Agieren. Das erklärt, weshalb heute bereits 14% (gem. meiner Erinnerung) der KK-Kosten auf Psychologisch-Psychiatrische Leistungen entfallen. Das führt auch zur zwiespältig zynischen Einstellung vieler dem Leben und Leiden anderer gegenüber. Wenn ich nicht, dann der andere auch nicht! Für diese Menschen habe ich eine Botschaft. Ursprünglich sollte die Wirtschaft dem Menschen dienen und nicht umgekehrt!
    Nein, das ist weder „Sozialismus“, „Kommunismus“, keine Utopie, keine Erziehung zum Müssiggang, sondern eine interessante und spannende Frage, inwieweit WIR über unser System bestimmen, oder ob wir weiterhin den „Bürge“ mimen möchten, der Tag für Tag mehrund mehr unter die Räder unserer „alternativlosen“ Politik kommt. Es liegt an uns, unseren Willen zu äussern! Es liegt an uns, unser System und uns zu ändern. Klar, wir können weiterhin darauf warten, dass sich die Politik dessen annimmt….
    Die Initianten unterliessen es ja bewusst, eine eng eingegrenzte Initiative zu entwerfen. Falls ihr also einen Politiker darüber schwadronieren hört, wie unausgegoren etc. das ganze sei, dann bedenkt, dass das Initiativkommite dies bewusst so stehen liess. Es geht um die Debatte, den Austausch und anschliessend unsere Willensäusserung als Bürger und vor allem als Menschen! Lasst ihre „Neiddebatten“ (faulen Geld geben etc.) auflaufen, erlaubt es euch, eurem Gehirn sich einmal darauf einzulassen (den Gedanken) und wägt dann für euch ab! Es ist ja heute schon so, dass wer nicht mehr arbeiten möchte, dies nicht tun muss! In diesem System findet sich immer ein „Willfähiger“, egal ob Arzt, Anwalt oder Psychiater der einem solches bescheinigt und für sein Geld dafür kämpft. Denkt auch daran, dass wir nicht jedes Jahr 3% mehr konsumieren können, da a) unser Planet entgegen den „Wirtschaftsthesen“ nun mal endlich ist; b) wir längst übersättigt sind; und c) dieser Konsum auf Kosten der schwächsten Mitglieder geht, den Tieren und Menschen. Letztere vor allem in der 3. Welt, also ausserhalb unserer Augen, aber noch lange nicht aus dem Sinn!
    Falls Sie denken, dass ihr Beruf sicher sei ein kleiner Wink mit der Zaunlatte – durch Automation und Auslagerung werden viele der „klassischen“ Industrieberufe in 10-20 Jahren verschwunden sein! Durch das auslagern von Dienstleistungen (IT, Entwicklung, Support etc.) werden viele, die nicht im „produzierenden Gewerbe“ arbeiten ebenfalls vai ALV und anschliessend via Soz.-Amt „entsorgt“! Durch PFZ, Auslagerung und Automation gibt es immer weniger Arbeit, die auf immer mehr Menschen „aufgeteilt“ werden müsste! Da dies nicht geschieht, entsteht ein Überangebot an „Humanmaterial“ – das Drückt den Preis, den Lohn – und somit die zur Verfügung stehenden Gelder unserer Sozailwerke. Der Kuchen wird nicht grösser, die Stückchen werden kleiner! Es führt mittelfristig kein Weg an einer „Neuordnung“ vorbei – ausser ihr könnte ein „Neofeudales System“ akzeptieren.
    Setzt euch mit dem Thema und euch selber auseinander. Fragt euch, ob ihr bei einem Grundeinkommen von 2500.- nicht mehr arbeiten gehen würdet. Für mich persönlich ist der Fall klar, ich würde weiter arbeiten, aber sicher nicht mehr 100%, sondern eher 60% – 80%. Wir hätten wieder Zeit zu leben! Leben, das bedeutet nicht 9 Stunden Arbeitssklave zu sein um anschliessend nahtlos zum Konsumsklaven zu werden! Ausserdem liesse sich die Arbeitslosigkeit verringern und diejenigen die Arbeiten wären motiviert oder mindestens motivierter da a) Der Druck der Existenzsicherung gemildert wird, b) Man weniger erpressbar wäre – steigert den „Wert“ der Arbeit (und DAVOR haben unserer WirtschaftVOLLweisen Angst!), da man Menschen nicht mehr so leicht zwingen und ausbeuten könnte (Teilzeit Jobs ohne PK, meist von Hausfrauen geleistet); und c) Es wieder möglich wird, solidarisch zu Leben, weil nicht mehr jeder mit jedem in einem Pseudowettbewerb steht, der jedem nur nicht dem gros Menschen dient!
    Bez. Einwanderung und co. Natürlich müssen die Rahmenbedingungen ebenfalls ausgearbeitet werden! Teilhabe an diesem System steht meiner Meinung nur denen zu, die Teil davon sind. Sprich, jeder mit Hauptwohnsitz und Erwerb in der Schweiz, jedoch keine Grenzgänger!
    Wie gesagt, lasst es zu, zumindest einmal tief darüber nachzudenken. Wir sind Reich und können praktisch alles kaufen. Nur eines nicht – LebensZEIT!

  4. Ein bedingungsloses Grundeinkommen bedingt eine radikale Änderung des Bodenrechtes und des Finanzrechtes.
    Einfach das bedingungslose Grundeinkommen auf die jetzige Gesellschaftsordnung aufzustülpen geht nicht, es wäre zum Absturz verurteilt, die Gesellschaftsordnung müsste radikal geändert werden! und dies ist im jetzigen Zeitpunkt eine Illusion.

    • Sehr geehrter Herr Grimm
      Ihre Meinung, die Sie hier vertreten, hat auch der Makro-Oekonom Andreas Popp vertreten. Herr Popp verknüpft das BGE an soviele Bedingungen, damit es am Ende nicht realisierbar ist. Deshalb vermute ich, dass Herr Popp eigentlich gegen das BGE ist.
      Falls die Mieten und Bodenpreise tatsächlich steigen würden, dann müsste auch das Grundeinkommen entsprechend angepasst werden, weil das BGE existenzsichernd sein muss. Somit ist eine Verknüpfung zwischen Bodenrecht und BGE nicht notwendig.
      Beim exponentiellen Schuldenwachstum, welches durch unser verzinstes Geldsystem entsteht, müsste man eine separate Initiative starten. Daniel Häni kann nicht alle Probleme auf einen Schlag lösen. Alles geht Schritt nach Schritt.
      Wir wollen das BGE, weil Vollbeschäftigung eine Utopie ist und weil wir die Armut abschaffen wollen. Wir sind Menschen, und keine Raubtiere.

  5. abgesehen davon, dass ich 100 % üeberzeugt bin von der idee des bedingungslosen grundeinkommens, glaube ich auch, dass es finanzierbar wäre, da ja die sozialen Zahlungen,iv, Asylanten ecc. wegfallen würden. den ansatz von ruth walter finde ich sehr interessant und kann mich dem nur anschliessen!

  6. Ein Miteinander, wo jeder Mensch auf der Welt die gleichen Möglichkeiten hätte, das wäre wundervoll, genau das wünsche ich mir für diese wundervolle Erde < 3

  7. Das bedingungslose Grundeinkommen wäre die wirkliche und endgültige Abschaffung der Sklaverei – vor allem der im Kopf.

  8. Ich denke schon einen Schritt weiter , das Bedingungslose Grundeinkommen global würde die Völkerwanderungen auf der Welt stoppen . Weil jeder in seinem eigenen Land eine Chance bekäme. Das Asylwesen praktisch abgeschafft. Und wenn man nicht mehr so abhängig ist könnte man von der Wirtschaft nicht mehr erpresst werden. Ihre Macht würde abnehmen . Ich denke sogar es wäre ein grosser Schritt Richtung friedlichere Welt . Weil Not und Chaos könnten nicht mehr so benutzt werden um Krieg zu erzeugen.
    Es würde ein Miteinander daraus entstehen und nicht ein Gegeneinander .

    • Ich glaube auch, dass das der Weg zu einer friedlicheren Welt wäre. Auch dass die Ungleichheit zwischen Mann und Frau damit behoben werden könnte. Viel Erfolg für ein Bedingungsloses Grundeinkommen!!!

  9. Unsere Wirtschaft transformiert sich: aus unserer krankhaften Profit-Ökonomie wird eine nachhaltige und resourcenbasierte Ökonomie. Deshalb muss das bedingungslose Grundeinkommen eingeführt werden, damit diese Transformation ohne Krieg, ohne Elend und ohne Armut reibungslos stattfinden kann.

    ( Beispiel 3D-Drucker )
    Die ersten 3D-Drucker für die Herstellung von Produkten aus Plastik, Glas, Keramik, Metall und Gibs sind schon erhältlich. Manche Drucker sind sogar schon erschwinglich für jedermann.
    In der Forschung experimentiert man sogar sehr erfolgreich mit Lebensmittel-Molekülen. In naher Zukunft werden wir also Zuhause unsere eigenen Lebensmittel ausdrucken können.
    Dass heisst: viele Berufe werden verschwinden und tausende Menschen werden ohne Arbeit sein.

    Mit dem BGE wird es jedoch keine Schande mehr sein, ohne Erwerbs-Arbeit leben zu dürfen. Schliesslich haben viele Menschen bei diesen kreativen Erfindungen mitgearbeitet. Vollbeschäftigung ist die grösste Lüge und die grösste Utopie. Kein Staat auf dieser Erde kann seinen Bürgern Arbeitsplätze garantieren. Deshalb gefährdet jede Art von Existenz-Drohung den friedlichen Zusammenhalt einer Gesellschaft.

  10. Ich kann mich der Argumentation von Soziologe nicht anschliessen. Abgesehen davon, dass ich persönlich die BGE-Initiative ohne wenn und aber unterstütze, sehe ich diese Umfrage sehr positiv. Die einmonatige Umfragefrist bis zum 10. März 2013 stellt sicher, dass alle Meinungen pro und contra zum BGE in der Umfrage Eingang finden.

  11. Leider sind solche Online Umfragen niemals repräsentativ da jetzt die Beführworter und evtl ein par Gegner des BGE den Link überall auf Facebook verbreiten um zu mobilisieren. So das kein Querschnitt der Bevölkerung an der Umfrage teilnimmt sondern vor allem auch die aktivistischen Gruppen.

    D.h das ist ein Ansatzpunkt für Kritiker welche die Umfrage dann auseinandernehmen.

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